Unruhe im Ausschuss für Stadtentwicklung
Ostumfahrung gegen Rütgersfläche - geht es nur gemeinsam?
- Die brachliegende ehemalige Rütgersfläche im Herzen von Buchholz
- Foto: os
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Eigentlich schien es, dass es nur ein kurzer Verwaltungsakt sein würde, dem Tagesordnungspunkt zum Rahmenplanverfahren der ehemaligen Rütgersfläche im Buchholzer Ausschuss für Stadtentwicklung zuzustimmen. Aber gerade bei diesem Punkt kochten die Emotionen hoch, als die CDU gegen dieses Rahmenplanverfahren stimmten. Nicht, weil sie nicht die Notwendigkeit von mehr Wohnraum sehen, sondern weil sie klar sehen, dass ohne Ostumfahrung dieses Bauprojekt mit bis zu 1.200 Wohnungen nicht realisiert werden kann. Zwar bedeute dies nicht, dass mit dem Bau erst begonnen werden könne, wenn die Autos über die Ostumfahrung rollen, so Bernhard Unger. Aber die Ostumfahrung sollte soweit beschlossen sein, dass es kein Zurück mehr gebe. Denn auch die Bebauung der Rütgersfläche ist auf viele Jahre angelegt, der Beginn ist die Dekontaminisierung des gesamten Geländes. Und genau hier verbirgt sich eine weitere Gefahr: Die Abfuhr des kontaminierten Bodens wird allein bis zu eineinhalb Jahre dauern. Eineinhalb Jahre, in denen täglich 60 bis 70 Lkw mit 40 Tonnen Gewicht über die Canteleu-Brücke fahren. Eine riesige Belastung für die alte Brücke, der dadurch Materialermüdung droht, die sich unter anderem in Rissbildung im Beton äußern könnte. Das könnte die Lebensdauer der Brücke drastisch verkürzen.
Auch Ausschussvorsitzender Jan Bauer ist unbedingt dafür, die Ostumgehung fest zu beschließen, bevor die vielen Wohneinheiten im zukünftigen Lerchenpark auf dem Rütgersgelände entstehen: "Wir dürfen die Bürgerinnen und Bürger hinter der Canteleubrücke nicht mit weiterem Verkehr und verstopfen Parkplätzen belasten. Verkehrsgutachten hin oder her. Jeder der mit offenen Augen in der Stadt unterwegs ist, sieht, dass wir ein Verkehrsproblem haben."
Zwar zeigten sich die anderen Ausschussmitglieder etwas schockiert über die Aussagen der CDU, dennoch beschlossen sie das Rahmenplanverfahren mit 6:3 Stimmen, nun muss noch der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung am 5. Oktober zustimmen.
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Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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