Rosengarten: Kita-Gebühren werden günstiger / Gemeinderat stimmt über Senkung der Elternbeiträge ab

Die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in Rosengarten sollen gesenkt werden
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  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Rosengarten. Erst im Frühjahr waren die Elternbeiträge in den Kindertagesstätten der Gemeinde Rosengarten von einem fünfstufigen auf ein prozentuales Modell (sechs Prozent des Bruttoeinkommens) umgestellt worden. Nun soll der Beitragssatz wieder gesenkt werden (das WOCHENBLATT berichtete). Der Grund für die Anpassung: Die Gemeinde würde mit dem neuen Gebührensystem rund 127.000 Euro zu viel pro Jahr einnehmen - tolerierbar wären laut Ratsbeschluss bis zu 50.000 Euro. „Das Problem war, dass wir vorab nur schätzen konnten, da uns nicht bekannt war, wieviele der Eltern tatsächlich mehr als 4.500 Euro verdienen“, sagte Bürgermeister Dirk Seidler. Jetzt liegen erste Erkenntnisse vor:
Die Grenze für den Höchstsatz von 480 Euro wurde auf ein Bruttoeinkommen von 8.000 Euro hoch gesetzt, dennoch greift er bei 37 Prozent der Eltern in Rosengarten. Den Mindestbeitrag von 100 Euro, der für ein Einkommen bis 2.000 Euro festgelegt ist, zahlen lediglich vier Prozent der Eltern. Auf der Sitzung des Ausschusses für Kinderbetreuung wurde jüngst die Anpassung der Gebühren diskutiert. Der Ausschuss empfiehlt, die Elternbeiträge von sechs auf 5,5 Prozent des Bruttoeinkommens zu senken.
Nach der Anpassung beträgt der Höchstsatz bei einem Einkommen von über 8.000 Euro dann 40 Euro weniger im Monat, also 440 Euro, der Mindestbetrag bleibt gleich. Für viele Eltern ist das zu teuer. „Für unsere zwei Kinder zahlen wir rund 900 Euro an Elternbeiträgen im Monat, plus Frühdienst, plus Essen - das ist hart“, sagt Inga Bluhm. Sie ist mit ihrer Familie kurz vor der Gebührenneuordnung von Hamburg nach Rosengarten gezogen. „Die Kita-Gebühren haben uns umgehauen“, so Inga Bluhm.
Jetzt stimmt der Rat der Gemeinde Rosengarten am morgigen Donnerstag, 29. September, um 19 Uhr in Böttchers Gasthaus (Bremer Str. 44) über die Anpassung der Gebühren ab.
Weitere Themen sind u.a. die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet Grotesche Heide in Nenndorf, die Erweiterung des REWE-Supermarktes in Klecken und das Zukunftskonzept „Rosengarten 2030“.

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