Jugendrat Buchholz lud zu Diskussion über die Europawahl ein / 500 Schüler in der Empore
"Statement für Frieden und Freiheit abgeben"

Vor der Diskussion: (v. li.) die Moderatoren Marieke Postels, Nils Lange (beide Jugendrat Buchholz), Julian Flak (AfD), Nino Ruschmeyer (FDP), Lena Düpont (CDU), Marco Albers (SPD), Carl-Christian Heinze (Grüne) und Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse
  • Vor der Diskussion: (v. li.) die Moderatoren Marieke Postels, Nils Lange (beide Jugendrat Buchholz), Julian Flak (AfD), Nino Ruschmeyer (FDP), Lena Düpont (CDU), Marco Albers (SPD), Carl-Christian Heinze (Grüne) und Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. "Es ist sehr wichtig, dass man Informationen direkt von den Kandidaten bekommt. Die EU ist eine Werteordnung, die es zu verteidigen gilt. Jeder kann bei der Europawahl ein Statement für Frieden und Freiheit abgeben." Das sagte Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse zum Auftakt der Diskussionsveranstaltung zur Europawahl, zu der der Jugendrat Buchholz eingeladen hatten. Rund 500 Schülerinnen und Schüler kamen ins Veranstaltungszentrum Empore, um sich die politischen Botschaften der Europakandidaten Lena Düpont (CDU), Carl-Christian Heinze (Grüne), Nino Ruschmeyer (FDP) und Julian Flak (AfD) sowie von Marco Albers (SPD) anzuhören, der den Spitzenkandidaten Bernd Lange vertrat. Linken-Politiker Florian Wilde musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen.
Bei der Diskussion stellten sich die Politiker zunächst den Fragen der Moderatoren Marieke Postels und Nils Lange vom Jugendrat, bevor die Schülerinnen und Schüler den Kandidaten auf den Zahn fühlten. Düpont, Heinze, Albers und Ruschmeyer stellten heraus, wie wichtig die EU sei. Man müsse jede Anstrengung unternehmen, um die EU weiterzuentwickeln und zu verbessern, betonte Düpont. Sie forderte, das EU-Parlement zu stärken, indem es eigene Gesetzentwürfe einbringen kann und nicht nur über Vorschläge der EU-Kommission beratschlagt. "Das EU-Parlament ist die Stimme der Bürger. Wir brauchen es und müssen es stärker machen", forderte Sozialdemokrat Albers. Dagegen äußerte sich AfD-Politiker Flak skeptisch über die EU. Seine Partei sei gegen einen europäischen Bundesstaat. Er habe das Gefühl, dass die Bürokratie aus Brüssel den Mitgliedsstaaten "übergestülpt" werde.
Einen Großteil der Diskussion nahm das Thema Klimaschutz ein. Dieses Problem sei nicht von den einzelnen Nationen zu lösen, erklärte Marco Albers. Grünen-Politiker Heinze forderte größere Anstrengungen: "Wenn man ein Klimaschutzabkommen unterzeichnet, dann muss man auch alles dafür tun, diese Ziele umzusetzen." Das sei nicht der Fall gewesen, vielmehr habe die Bundesregierung das Thema halbherzig angepackt. Albers und Heinze forderten unisono, dass man den öffentlichen Personennahverkehr stärken und Bahnfahrten günstiger machen müsse. Es könne nicht sein, dass ein Flug von Hamburg nach München günstiger sei als eine Bahnfahrt, sagte Heinze.
Freidemokrat Ruschmeyer, Anwalt aus Winsen, forderte die Bepreisung des CO₂-Ausstoßes über ein Zertifikatssystem. Über "Marktmechanismen" sei die Reduzierung des Ausstoßes besser zu erreichen als über Vorschriften.
AfD-Politiker Flak betonte dagegen, dass der Einfluss des Menschen auf etwaige Veränderungen des Klimas nicht nachgewiesen sei. "Das Klima ändert sich ständig. Wir halten es für falsch, einen statistischen Mittelwert bei Temperaturen unter Schutz zu stellen", sagte Flak.

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