Rat beschließt Verwaltungsstrukturreform
Ziel: Mehr Effizienz im Buchholzer Rathaus

Im Buchholzer Rathaus stehen in den kommenden beiden Jahren Änderungen in der Personalstruktur an
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  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Die Verwaltungsstruktur in Buchholz wird in zwei Schritten reformiert. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag einen entsprechenden Entwurf der Verwaltung mehrheitlich genehmigt. 25 Ratsmitglieder votierten für die Reform, acht dagegen, Nicole Bracht-Bendt (FDP) enthielt sich. Zuvor hatte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse in einer langen Rede leidenschaftlich für die Umstrukturierung geworben.
Wie berichtet, sehen die Pläne eine Straffung der Verwaltungsstruktur vor. Zum 1. Januar 2021 sollen z. B. die Fachbereiche Stadtentwicklung und Betriebe zum Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt verschmolzen werden. Auslöser ist das Ausscheiden des langjährigen Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Rolf-Peter Kaufhold, zum Ende des Jahres. Er geht in den Ruhestand. Nach Stufe 2, die am 1. Januar 2022 in Kraft treten soll, soll es im Rathaus fünf Fachbereiche - darunter neu den Baubetriebshof - und 15 Abteilungen geben. Bislang waren es sechs Fachbereiche mit 24 Fachdiensten.
"Wir wollen durch die Stärkung der Führungskräfte mehr Effizienz schaffen und den Personaleinsatz optimieren", erklärte Bürgermeister Röhse. Dazu solle beitragen, dass kleine und Kleinsteinheiten in der Verwaltung aufgelöst werden. Insgesamt habe die Verwaltung ein "gutes Paket geschnürt, das uns zukunftsfähig macht". Der Personalrat trage die Reform mit, betonte Röhse.
Während sich Vertreter der CDU, SPD, FDP und AfD hinter die Verwaltungsreform stellten, aber anmahnten, die Auswirkungen regelmäßig zu überprüfen, gab es von Seiten der Grünen und der Buchholzer Liste Kritik an den Plänen. "Wir verschließen uns nicht grundsätzlich der Verwaltungsstrukturreform, aber der Zeitpunkt ist der Falsche", erklärte Grünen-Fraktionsvorsitzender Frerk Meyer. Die Verwaltung habe einen künstlichen Zeitdruck für eine Entscheidung erzeugt, statt die Ergebnisse der Untersuchungen abzuwarten, die ein Fachgutachter derzeit noch in einzelnen Fachbereichen durchführt. "Das ist, als wenn man mitten im Pferderennen auf den Ausgang wettet", sagte Meyer.
Auch Christoph Selke (Buchholzer Liste) kritisierte die Eile. Zudem würden die Mitarbeiter der Verwaltung zu wenig mitgenommen. "Die fehlenden Mitarbeitergespräche sind ein großes Manko", betonte Selke.
Immerhin hat die Strukturreform zumindest positive Auswirkungen auf den Haushalt: Mittelfristig sollen die Personalkosten um rund 55.000 Euro pro Jahr sinken. Nicht viel, aber immerhin.
• Im Stadtrat brachte Finanzdezernent Dirk Hirsch auch den Haushaltsentwurf ein. Dieser dient als Grundlage für die jetzt anstehenden Debatten in den Fachausschüssen sowie Ortsräten. Zu diskutieren gibt es genug, denn in keinem der folgenden fünf Jahre ist der Haushalt ausgeglichen. Alle Zahlen zum Haushalt lesen Sie in der kommenden Mittwochs-Ausgabe des WOCHENBLATT.

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Oliver Sander aus Buchholz

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