Endlich hebt sich wieder der Vorhang!
Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore wagt Mitte September Neustart unter Corona-Bedingungen

Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (li.) und Empore-Geschäftsführer Onne Hennecke stehen an der Ticketkasse und sind zuversichtlich, dass es trotz der Corona-Einschränkungen viele Besucher nach Buchholz zieht
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mum. Buchholz. "Endlich geht es wieder los!" - Man spürt, Onne Hennecke, der Geschäftsführer der Buchholzer Empore, ist deutlich angespannt. Nachdem Corona-bedingt seit Mitte März 61 Veranstaltungen abgesagt werden mussten, steht für den 16. September die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bevor. Als erster Künstler betritt Hubertus Meyer-Burckhardt, bekannt aus der NDR-Talkshow, die Bühne. Und die Lesung zeigt auch gleich, unter welchen Bedingungen künftig Auftritte in Buchholz stattfinden dürfen. Da höchstens noch 200 Besuchern (statt 516 Gäste) Zutritt gewährt werden darf, tritt Meyer-Burckhardt am 16. September gleich zweimal auf - um 18.15 und um 20.30 Uhr. Die Gage verdoppelt sich jedoch nicht. "Viele Künstler freuen sich einfach darauf, wieder vor Publikum spielen zu dürfen", so Hennecke.

"Die Wahrung der Gesundheit unserer Besucher, der Künstler und der Mitarbeiter steht über allem", sagt Hennecke. Ein mit dem Landkreis Harburg abgestimmtes Hygienekonzept gibt dazu den Rahmen vor. "Wir gehen davon aus, dass bis zum Vorliegen einer verlässlichen Impfung die Abstandsregeln Bestand haben werden. Entsprechend planen wir unser Programm." Generell spielt der Faktor Zeit unter Corona-Bedingungen eine wichtige Rolle. So schreibt das Hygienekonzept vor, beispielsweise Kontakte am Eingang, der Garderobe, in der Gastronomie oder auf dem Weg zu den Toiletten zu vermeiden. Deshalb wird die Abendkasse umgebaut. Der Einlass ins Theater beginnt frühestens 30 Minuten vor der Aufführung, die Aufführungsdauer wird maximal 90 Minuten ohne Pause betragen. Im Anschluss soll die Empore zügig verlassen werden. Die Gastronomie bleibt zunächst geschlossen.

Beim Betreten und Verlassen des Hauses, wie auch im Foyer und auf den Gängen, besteht eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Diese kann jedoch am Sitzplatz abgenommen werden. Die Garderobe bleibt zur Vermeidung unnötiger Wege im Haus ebenfalls geschlossen und Jacken und Mäntel können in den Saal mitgenommen werden. "Der Theatersaal und die Foyers werden regelmäßig intensiv mit Frischluft belüftet, um die Gefahr durch infizierte Aerosole zu reduzieren", sagt Hennecke.
Die Kartenkäufer werden bereits seit Monaten namentlich erfasst, um gegebenenfalls eine Nachverfolgung durch die Behörden zu ermöglichen. "Alle Veranstaltungen müssen nach den derzeit gültigen Auflagen grundsätzlich bestuhlt sein, deshalb werden Rockkonzerte, Partys, Messen, Märkte und Bälle bis auf Weiteres nicht stattfinden können."

Im Saal gilt die Abstandsregel von 1,50 Meter. Die Abstandsregel hat zudem zur Folge, dass in bereits mit mehr als 350 Plätzen verkauften Veranstaltungen - wie etwa der Lesung von Hubertus Meyer-Burckhardt - das Theaterteam allen Besuchern neue Sitzplätze zuweisen muss. Pärchen und Gruppen bis zu zehn Personen (bei gemeinsamer Buchung) können auch im Theater ohne Abstand zueinander sitzen. Zwischen einzelnen Gästen beziehungsweise Gruppen jedoch müssen jeweils Plätze gesperrt bleiben. Die Gäste werden gebeten, ihre bereits im Frühjahr gekauften Karten umzutauschen.

Nicht alle geplanten Veranstaltungen können unter diesen Bedingungen durchgeführt werden. Deshalb werden einige der im Herbst bereits mit sehr viel mehr Plätzen belegten Veranstaltungen nicht stattfinden und müssen zum Teil erneut verschoben werden. Informationen dazu erhalten die Besucher auf der Homepage der Empore (www.EMPORE-Buchholz.de) oder telefonisch in der Kartenkasse am Buchholzer Marktplatz (04181-287870). "Kleinere Veranstaltungen wie Comedy, Kabarett und Lesungen werden im reduzierten Saalplan problemlos stattfinden können", sagt Hennecke. Einige Veranstaltungen werden wegen der großen Nachfrage sogar zweimal an einem Abend stattfinden. Dies gilt zum Beispiel für die Lesung mit Ildikó von Kürthy (22. September), den Poetry-Slam (10. Oktober) oder die Comedians Emmi & Willnowsky (11. Oktober).

Hennecke: "Wir wollen einen sicheren, Corona-konformen Theaterbesuch ermöglichen. Dies ist zurzeit leider nur mit beträchtlichem Aufwand und großen Einschränkungen für unser Publikum möglich. Dafür bitten wir um Verständnis." Bei Wünschen nach Kartenrückgabe werde man kulant sein, "weil wir die Sorgen unseres Publikums natürlich ernst nehmen".

Große Freude bereitet den Theatermachern aus Buchholz die Reaktion der Gäste in den vergangenen Monaten. "Wir erfahren große Solidarität, Änderungen und Verschiebungen werden positiv aufgenommen und fast alle Gäste bleiben auch bei längerfristigen Verschiebungen in den Sommer/Herbst 2021 bei der Stange. Dafür möchte ich mich im Namen des Empore-Teams bedanken."

"Die Stadt steht zur Empore"
Dank der erfolgreichen ersten Spielhälfte kann die Empore die Corona-Pause ohne zusätzliche Zuschüsse seitens der Stadt Buchholz überstehen (Stichtag war der 30. Juni). Das sieht für die neue Spielzeit allerdings anders aus: Die Stadt hat den Zuschuss von 650.00 Euro auf 780.000 Euro erhöht. Hennecke rechnet mit einem Umsatzminus von bis zu 80 Prozent. "Alle Mitglieder im Buchholzer Stadtrat wissen, was sie an der Empore haben", sagt Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. "Aus diesem Grund wird die Unterstützung von allen mitgetragen."
Aktuell zählt das Empore-Team acht feste Mitarbeiter und fünf Teilzeitkräfte sowie zwei Auszubildende. Für sie gilt, dass sie aktuell in Kurzarbeit sind - mit unterschiedlicher Beschäftigungszeit. "Das Kurzarbeitergeld hat uns zusätzliche monatliche Kosten in Höhe von 15.000 Euro gespart", so Hennecke. Aus diesem Grund hofft er, dass diese Mittel auch noch bis ins nächste Jahr zur Verfügung stehen. 

Diese Veranstaltungen sind bislang in der Empore geplant:

  • 16. September: Hubertus Meyer-Burckhardt, Lesung, 18.15 und 20.30 Uhr
  • 22. September: Ildikó von Kürthy, Lesung, 18.15 und 20.30 Uhr
  • 24. September: Kay Ray, Konzert, 20 Uhr
  • 25. September: Alain Freitag, Comedy, 20 Uhr
  • 27. September: Maladée, Musik-Comedy, 20 Uhr
  • 30. September: Alte Mädchen, Pop-Kabarett, 20 Uhr
  • 3. Oktober: Dire Strats (Tribute-Band), Konzert, 20 Uhr
  • 7. Oktober: Milou & Flint, Konzert, 20 Uhr
  • 10. Oktober: MachtWorte!, Poetry-Slam, 18 und 20 Uhr
  • 11. Oktober: Emmi & Willnowsky, Comedy, 18 und 20.15 Uhr
  • 14. Oktober: Vocaldente, a cappella, 20 Uhr
  • 17. Oktober: Jörg Knör, Comedy-Kabarett, 18 und 20.30 Uhr
  • 21. Oktober: Greta Silver, Lesung, 20 Uhr
  • 23. Oktober: Jens Wagner, Comedy, 20 Uhr
  • 4. November: LaLeLu, a cappella, 18.15 und 20.30 Uhr
  • 6. November, Abi Wallenstein & Blues Culture, Konzert, 20 Uhr
  • 8. November: Florian Schroeder, Kabarett, 18 und 20.30 Uhr
  • 9. November: Ivar Buterfas-Frankenthal, Lesung, 20 Uhr
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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