Wochen der Wärme im Landkreis Harburg
Energiekosten senken und zukunftssicher heizen

Gemeinsam erläutern (v. li) Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath, Nadine Gewert, Landrat Rainer Rempe, Michael Hackel und Ole Wolf die Wochen der Wärme vor | Foto: Landkreis Harburg
  • Gemeinsam erläutern (v. li) Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath, Nadine Gewert, Landrat Rainer Rempe, Michael Hackel und Ole Wolf die Wochen der Wärme vor
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Nach der Sommerhitze geht der Blick langsam wieder in Richtung Herbst – und den Beginn der Heizsaison. Grund genug, sich Gedanken über die eigene Heizung zu machen und zu überlegen, wie man die Energiewende auch im eigenen Zuhause verwirklichen kann.

Angesichts steigender Energiekosten, einer in die Jahre gekommene Heizungsanlage oder einfach dem Wunsch nach einer klimafreundlichen Wärmeversorgung stellen sich viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer die Frage, wie sie ihr Zuhause fit für die Zukunft machen können. Nicht immer ist sofort eine neue Heizung erforderlich. Oft lassen sich bereits durch eine Optimierung der bestehenden Anlage Energie und Heizkosten einsparen.

Genau das zeigen die zahlreichen Veranstaltungen der Wochen der Wärme vom 1. September bis zum 10. Oktober. Der Landkreis Harburg beteiligt sich an der Landeskampagne und bietet unter anderem Online-Vorträge, die über den Energiewegweiser www.energiewegweiser.de zu buchen sind. Die Schornsteinfeger unterstützen vor Ort mit ihrem Fachwissen zu Umwelt- und Energiefragen und zur Heizungsoptimierung.

Die Wochen der Wärme beleuchten zu Beginn der Heizperiode kompakt verschiedene Aspekte der Wärmewende und bieten die Möglichkeit, sich unabhängig und praxisnah über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren. Die Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg kooperiert dabei mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und der Schornsteinfegerinnung.

„Für uns als Landkreis Harburg hat der Klimaschutz angesichts des Klimawandels eine hohe Bedeutung. Unser Ziel ist es, bis 2040 klimaneutral zu werden und damit die hohe Lebensqualität in unserem Landkreis auch für kommende Generationen zu sichern“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Klimaschutz ist jedoch eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, den Menschen konkrete und unkomplizierte Angebote zu machen, die zeigen, was jeder selbst im Alltag tun kann. Mit den ‚Wochen der Wärme‘ wollen wir praxisnah vermitteln, wie die Wärmewende im eigenen Zuhause gelingen kann und welche finanziellen Vorteile damit verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen daher konkrete Tipps und Lösungen für eine effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung.“

Die Veranstaltungen richten sich insbesondere an Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Heizkosten dauerhaft senken möchten, ihre Heizungsanlage optimieren oder modernisieren wollen, sich über moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen informieren möchten, Fragen zu Fördermöglichkeiten haben oder eine unabhängige Orientierung für ihre nächsten Schritte suchen. Dazu gibt es verständliche und praxisnahe Informationen rund um das Thema Heizen. Tipps zur Heizungsoptimierung und zum effizienten Heizen gehören dazu, Informationen zu modernen Heizsystemen und erneuerbaren Energien, aber auch Hinweise auf aktuelle Förderprogramme und Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, die Fachleute direkt mit den eigenen Fragen zu löchern.

Mollige Wärme im Wohnzimmer genießen und dennoch das Klima schützen: Was zunächst nach der Quadratur des Kreises klingt, ist gar nicht so schwer. „Es geht nicht um Verzicht. Man kann das Klima schützen, ohne zu frieren“, macht Ole Wolf als Sprecher der Schornsteinfeger deutlich. Oft können schon kleine gezielte Veränderungen dazu beitragen, Energie und Kosten zu sparen und gleichzeitig das Klima zu schützen“, macht Oliver Waltenrath, Klimaschutzmanager des Landkreises Harburg, deutlich.

Oft lässt sich schon mit wenig Einsatz lässt viel erreichen – zum Beispiel mit programmierbaren Thermostaten, richtigem Lüften oder einer fachgerechte Heizungsoptimierung – beispielsweise durch einen hydraulischen Abgleich oder die richtige Einstellung der Heizungsregelung. Das Sparpotenzial gerade bei der Heizung ist nach Worten von Oliver Waltenrath groß: Denn aktuell stammen rund 40 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen aus dem Gebäudebereich, und gerade bei der Heizung ist das Sparpotenzial enorm: 85 Prozent der Energie im Haushalt werden für Wärme und Warmwasser verbraucht. Einsparungen und Sanierungen zahlen sich doppelt aus, bei den Energiekosten ebenso wie für das Klima.

Waltenrath weiß aber auch: Viele sind unsicher, welche Maßnahmen sich effektiv umsetzen lassen. „Der Bedarf an unabhängigen Informationen ist groß“, weiß er aus seiner täglichen Arbeit. „Die meisten Menschen schätzen ihren Verbrauch und den Einfluss schon kleinster Maßnahmen auf die Kosten falsch ein. 47 Prozent der Deutschen wissen gar nicht genau, wieviel Heizenergie sie eigentlich verbrauchen“, so Waltenrath. Hinzu kommt: Mehr als zwei Drittel der Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten ineffizient.
Im Fokus der Wochen der Wärme steht die Wissensvermittlung zu effizientem Heizen, Wärmepumpen und erneuerbaren Energien. „Wir und unsere Partner möchten konkret dabei unterstützen, an den kleinen und großen Stellschrauben zu Hause zu drehen und aktiv zu werden.“

Eine Übersicht über alle Informationen gibt es auf der virtuellen Energieagentur des Landkreises Harburg unter www.energiewegweiser.de . Auch Anmeldungen sind über den Energiewegweiser ganz unkompliziert möglich. Dort findet sich zudem ein weiteres umfangreiches Informationsangebot zu Klimaschutz und Energiefragen von Energiespartipps bis hin zu digitalen Checks zu den Heizkosten oder Fördermitteln.
Ansprechpartner sind auch Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises, Telefon 04171 – 693-6601.

(Landkreis Harburg).

Redakteur:

Tamara Westphal aus Buchholz

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