Krisen und Existenzängste überwinden
Infoabende des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Landkreis

Ukraine-Krieg und Hamas-Terror, Klimawandel, Naturkatastrophen und Wirtschaftskrise prägen die Nachrichten, und auch im Privatleben stellen Krisen und Ängste viele Menschen immer wieder vor Herausforderungen. Wie kann man damit umgehen? Darum geht es bei zwei Veranstaltungen unter dem Titel „Was hält mich? Krisen und Existenzängste überwinden“, zu denen der Sozialpsychiatrische Verbund im Landkreis Harburg einlädt. 

„Die Unsicherheit in einer Entwicklung von Gewalt, Wertewandel, Klimakatastrophe, aber auch wirtschaftliche Schwierigkeiten schlagen sich auch auf unsere seelische Gesundheit nieder“, so die Erfahrung von Dr. Peter Schlegel, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Landkreises. Hinzu kämen ganz persönliche psychische Belastungsfaktoren durch Erkrankungen, Ängste, Depressionen, Beziehungskrisen oder Sorge um Einkommen und Wohnraum. Da dränge sich schnell die Frage auf, wie man gerade bei einer psychischen Vorbelastung mit diesen Nöten umgehen kann. „In unserem bewährten Format des Trialogs wollen wir im Austausch zwischen Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen und Menschen, die in der Psychiatrie arbeiten, über dieses Thema diskutieren, auf Erfahrungen unserer Gesprächsteilnehmer hören und eigenes Erlebtes einbringen“, so Schlegel. Dafür gibt es zwei Termine: am Donnerstag, 9. November, in der Seniorenbegegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Buchholz (Wilhelm-Baastrup-Platz 4) und am Donnerstag, 16. November, im Winsener St.-Marien-Gemeindezentrum (Kirchstraße). Die Veranstaltungen finden jeweils von 18.30 bis 20 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Rückfragen sind beim Sozialpsychiatrischen Dienst unter Tel. 04171 - 693517 und 04181 - 201980 möglich.

Die Trialog-Veranstaltungen bieten psychiatrieerfahrenen Betroffenen, ihren Angehörigen und Menschen, die in der Psychiatrie arbeiten, ein Forum für den offenen und persönlichen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Es geht vor allem um den Austausch unterschiedlicher Betrachtungsweisen, die sich ergeben, wenn man aus verschiedenen Perspektiven auf etwas schaut. „Sich darin gegenseitig zu akzeptieren und zu respektieren, voneinander zu lernen und gemeinsam eine ganzheitliche Sichtweise zu gewinnen, darauf kommt es an“, betont Peter Schlegel. Das Gesprächsformat entstand Anfang der 1990er-Jahre und hat sich in der psychiatrischen Landschaft mittlerweile fest etabliert.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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