Geflügelpest breitet sich weiter aus
Vogelgrippe: Niedersachsen ruft zur Vorsicht auf
- Das LAVES warnt: Tote Wildvögel nicht berühren – mehrere Funde sollten dem Veterinäramt oder der Polizei gemeldet werden
- Foto: tml
- hochgeladen von Tina Lüecke
Die Geflügelpest, auch aviäre Influenza (AI) oder Vogelgrippe genannt, breitet sich weiter aus. Seit September nehmen die Ausbrüche der hochpathogenen Form (HPAI) in Deutschland wieder deutlich zu. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) mitteilt, bestehen derzeit im Landkreis Cloppenburg Sperrzonen mit Auflagen für Tierhalter.
Auch in anderen Regionen Niedersachsens wird mit einem erhöhten Risiko für neue Einträge des Virus in Geflügelhaltungen und Wildvogelbestände gerechnet. Das HPAI-H5-Virus zirkuliert weltweit, vor allem in Asien und Nordamerika.
Das LAVES rät daher zu besonderer Vorsicht und Hygiene im Umgang mit Geflügel. Haus- und Wildvogelhalter sollten Futterstellen abdecken, Wasser so anbieten, dass kein Kontakt zu Wildvögeln möglich ist, und verendete Tiere keinesfalls anfassen.
Bei mehreren Funden toter Wildvögel sollten Bürgerinnen und Bürger das zuständige Veterinäramt oder die Polizei informieren.
Wie Hobbyhalter ihr Geflügel schützen können:
• Kein Kontakt zu Wildvögeln
• Keine Speisereste, Küchenabfälle oder Eierschalen verfüttern
• Futter und Einstreu für Wildvögel unzugänglich lagern
• Stall sichern und Zutritt beschränken
• Schutzkleidung tragen, Hände und Schuhe vor Betreten des Stalls desinfizieren
• Keine Besuche anderer Geflügelhaltungen
• Stall in gutem baulichen Zustand halten
• Regelmäßig Schadnager bekämpfen
• Eierkartons nur einmal verwenden
Für Menschen besteht laut Robert Koch-Institut (RKI) derzeit kein erhöhtes Risiko. Dennoch gilt: Hygiene und Abstand sind die beste Vorsorge – auch im eigenen Garten.
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.