Zügige Apothekenstärkung
Apothekensterben - Förderung jetzt!
- Junge Apothekerinnen und Apotheker ist der Weg in die Selbstständigkeit verbaut
- Foto: ABDA
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
Apotheken Katrin Kiss fordert von der neuen Bundesregierung, ein Konzept zur finanziellen Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage der Vor-Ort-Apotheken schnellstmöglich umzusetzen. Zudem erwartet die Apothekerin, dass die Politik das Apothekenhonorar erhöht und regelmäßig dynamisiert, um endlich die Apotheken wirtschaftlich zu stabilisieren.
Im Koalitionsvertrag festgeschrieben
„Die neue Bundesregierung hat die Stärkung der Apotheken vor Ort im Koalitionsvertrag festgeschrieben und die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder hatten das Thema bei ihrer ersten gemeinsamen Konferenz auf der Agenda. Das zeigt, dass die Politik sich über die negativen Folgen des rasanten Apothekenrückganges für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung bewusst ist und dass dringender Handlungsbedarf besteht“, sagt Katrin Kiss, stellvertretende Vorsitzende des LAV-Bezirks Lüneburg.
„Nach diesen Lippenbekenntnissen müssen jetzt aber auch schnellstmöglich Taten folgen, denn die Apotheken brauchen zügig eine finanzielle Soforthilfe! Wir erwarten deshalb von der Politik, dass sie die Apothekenstärkung in Kürze in die Wege leitet. Dazu gehört eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars auf mindestens zwölf Euro sowie eine regelmäßige Dynamisierung, damit die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung durch die Apotheken vor Ort langfristig gesichert werden kann.“
Apothekenrückgang setzt sich fort
Der Apothekenrückgang setzt sich ungebremst fort, die wirtschaftliche Lage der Apotheken ist nach wie vor kritisch“, berichtet Kiss. „Seit Jahren steigen unsere Kosten massiv, doch das Honorar stagniert – faktisch liegt es noch immer auf dem Niveau von 2004. Viele Apothekenbetriebe können dem Kostendruck nicht standhalten und müssen für immer schließen.“
Sofortiges Handeln gefordert
Im Hinblick auf den demografischen Wandel fordert Kiss, Apothekerin im Bezirk Lüneburg beim Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) von der Politik deshalb sofortiges Handeln. „Die Politik darf nicht weiter auf Zeit spielen, sondern muss jetzt die erforderlichen Schritte in die Wege leiten, um die Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort zu sichern. Die Erhöhung des Apothekenhonorars wäre für die Politik schnell umsetzbar, denn es bedarf hierfür nur einer Anpassung in der Arzneimittelpreisverordnung und kein umfangreiches Gesetzgebungsverfahren. Wenn die Apotheken vor Ort mehr Aufgaben im Bereich der Prävention übernehmen sollen, ist es Aufgabe der Politik, für die wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken zu sorgen. Nur gestärkte und wirtschaftlich gut aufgestellte Apotheken können die Aufgaben übernehmen, welche die aktuelle Bundesregierung für Apotheken andenkt.“
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