Autohaus Kuhn + Witte
Kerstin Witte gibt die Geschäftsführung ab
- Kerstin Witte auf einem Vespa-Roller, der auch vom Autohaus Kuhn + Witte angeboten wird
- Foto: Axel-Holger Haase
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
Der 1. Juli dieses Jahres war für Kerstin Witte (60) ein besonderes Datum: Sie schied aus der Geschäftsführung des renommierten Autohauses Kuhn + Witte aus, bleibt dem Familienunternehmen aber als Gesellschafterin und als Mitarbeiterin erhalten. Sie wird weiterhin das Unternehmen repräsentieren und für die Erhaltung und Instandsetzung der Immobilien zuständig sein. "Ich ziehe mich aus dem operativen Geschäft zurück, das Oliver Bohn und Jan Rommel führen", sagt Kerstin Witte. "Ich möchte nach 35 Jahren Mitarbeit etwas mehr Zeit für mich haben", so die Kfz-Betriebswirtin.
Der Weg ins Familienunternehmen
Ihr Weg im Familienunternehmen ihrer Eltern Anneliese und Harald Witte war vorgegeben. "Ich wollte meine Ausbildung aber nicht im eigenen Familienunternehmen absolvieren. Daher erlernte ich zunächst in einer Winsener Firma den Beruf der Kfz-Mechanikerin, absolvierte eine kaufmännische Ausbildung in Lüneburg und besuchte eine betriebswirtschaftliche Fachschule im Schwarzwald-Calw", sagt Kerstin Witte. Nach ihrer Ausbildung war sie in Freiburg (Schwarzwald) in einem VW-/Audi-Betrieb tätig, um praktische Erfahrungen für den elterlichen Betrieb zu sammeln.
Am 1. Juli 1989 kam Kerstin Witte wieder nach Jesteburg. Sie durchlief sämtliche Abteilungen des Autohauses, vom Kundendienst über die Werkstatt bis zur Verwaltung.
Knapp 400 Mitarbeiter
Anfänglich waren im Jahr 1965 bei Gründung des Unternehmens acht Mitarbeiter tätig, im Jahr 1992 beim Umzug ins Gewerbegebiet gehörten bereits 50 Mitarbeiter zum Team. Heute sind knapp 400 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.
Anfang der 1990er Jahre unterstützte Kerstin Witte ihren Vater bei der Planung und Umsetzung der Errichtung des neuen Autohauses am Jesteburger Standort Allerbeeksring. Als ihr Vater Harald Witte in den Ruhestand ging, übernahm Kerstin Witte zunächst gemeinsam mit Jan Rommel die Geschäftsführung, die Oliver Bohn und Franz Lewandowski später komplettierten.
Familiencharakter behalten
Wichtig ist ihr stets, dass "unser Unternehmen trotz der inzwischen erreichten Größe seinen Familiencharakter behält". Daher ist es nur selbstverständlich, dass das Familienunternehmen das vom „Überbetrieblichen Verbund Frau + Wirtschaft Lüneburg Uelzen“ initiierte „FaMi“-Siegel erhielt. Mit dieser Zertifizierung wurde dem Autohaus bescheinigt, dass es sich durch besondere Maßnahmen zur Vereinbarung von Familie und Beruf auszeichnet.
Die Entwicklung des Autohauses passte sich stets den neuen Erfordernissen des modernen Automobilhandels an. Aus dem ersten Standort sind inzwischen sechs geworden. Ein Schwerpunkt ist heute die E-Mobilität. Ob im Kfz-Bereich, aber auch bei Rollern und Fahrrädern, die zum Portfolio des Unternehmens gehören. Ferner werden Campingmobile vermietet.
Ehrenamtliche Tätigkeit
Regionale Politik, Wirtschaftsvereine, Unternehmer Netzwerke, die IHK Lüneburg-Wolfsburg und der Händlerverband Volkswagen-Nutzfahrzeuge gehören zu ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten. Ein Anliegen von ihr ist es aber auch, sich sozial in der Region zu engagieren. Dies erfolgt im Rotary Club Buchholz.
"Ein Dank geht an Jan Rommel und Oliver Bohn, die mich während meiner Zeit als Geschäftsführerin unterstützt haben, sodass ich ehrenamtliche Tätigkeiten ausführen konnte. Ferner freue ich mich, dass sie das Unternehmen im Sinne der Familie weiterführen."
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