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Buchholz: Grünes Licht für komplexen Stadtumbau

So sieht die aktuelle Planung für den ersten Teil des "Stadtumbaus West" aus (Foto: Skizze: Stadt Buchholz, Montage: MSR)

Auf der Nordseite des Bahnhofs sollen die Entlastungsstraße Südtangente, Parkhäuser, Gewerbe- und Wohnhäuser sowie eine Radstation entstehen

os. Buchholz. An dieser Planung hatten die Lokalpolitiker wenig zu mäkeln: Einstimmig hat der Buchholzer Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch das Planungskonzept des Bebauungsplans "Bahnhofsumfeld Nordwest" empfohlen. Wenn alle Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden, erkennt man das rund 7,6 Hektar große Areal auf der Nordseite der Bahnstrecke Bremen-Hamburg in wenigen Jahren nicht wieder.
Wie berichtet, ist das Plangebiet Teil des noch größer anlegten Stadtentwicklungsprojekts "Stadtumbau West", das sich auf einer Gesamtfläche von 32 Hektar abspielen soll.
Stadtplanerin Jutta Hiller stellte die Pläne im Ausschuss vor. Sie sehen die Revitalisierung der Brachflächen entlang der Bahnschienen vor. Das sind die zentralen Projekte:
Südtangente: Bereits seit 1994 ist der Bau dieser Erschließungsstraße in einem Bebauungsplan enthalten. Die zweispurige Straße soll vor dem Kabenhof an der Lindenstraße/Ecke Neue Straße beginnen, dann entlang der Bahnschienen führen und hinter dem leerstehenden ehemaligen Plaza-Markt auf die Bremer Straße geführt werden. Wie genau dieser Anschluss passiert, steht laut Jutta Hiller noch nicht fest. FDP-Ratsherr Dr. Martin Pries äußerte seine Bedenken, dass der zur Verfügung stehende Platz für den Bau einer mehr als zwölf Meter breiten Straße ausreichen würde. Rolf-Peter Kaufhold, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung in der Buchholzer Stadtverwaltung, versicherte, dass der Platz auch für den Begegnungsverkehr von zwei Stadtbussen ausreichen würde.
Busbahnhof: Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) soll von der Lindenstraße in das Plangebiet verlegt werden. Zehn Stellplätze für Busse sind dort vorgesehen. Für den Stadtbus, dessen zentraler Treffpunkt an der Adolfstraße verbleiben wird, sollen entlang der Südtangente zwei Haltepunkte eingerichtet werden.
Parkhäuser: Geplant ist der Bau des Parkhauses Nord für Autos mit 600 Stellplätzen westlich der sogenannten Tigerbrücke. Dafür entfallen sämtliche Stellflächen auf dem Schottergrundstück. Auch der heutige P+R-Parkplatz an der Heinrichstraße soll aufgegeben werden.
Neben dem Parkhaus für Autos sind an zwei Stellen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorgesehen - ein Rad-Parkhaus soll direkt an der Tigerbrücke entstehen, ein weiteres mit der Möglichkeit, dort auch eine Radstation mit Reparaturservice einzurichten, könnte auf dem Parkplatz am Ende des Abgangs der Wohlau-Brücke entstehen. Wie berichtet, hatten sich bei einer WOCHENBLATT-Umfrage zahlreiche Pendler für den Bau einer Radstation ausgesprochen, in der man sein Rad bewacht unterstellen kann. Die neue Planung sieht die Rad-Parkhäuser an zentraler Stelle vor.
Wohnen und Gewerbe: Auf dem Plaza-Areal sowie auf dem heutigen P+R-Parkplatz an der Heinrichstraße ist der Bau von Wohnhäusern geplant. Westlich des neuen Parkhauses sollen neue Gewerbebauten entstehen.
Radweg: Zur Stärkung des Radverkehrs ist der Bau eines Radwegs geplant, der parallel zur Südtangente verläuft und dann weiter im Westen an die Bremer Straße anschließt. Radfahrer müssten dann nicht mehr den Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn der Bremer Straße nutzen, der von vielen Radlern als gefährlich empfunden wird.
In den kommenden Monaten soll die Entwurfs- und Projektplanung präzisiert werden. Parallel sollen die Oberleitungen entfernt werden, die nicht mehr benötigt werden. Das soll bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Danach könnte mit dem Bau der ersten Bauwerke begonnen werden.