Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wohnen auf dem Ex-Ritscher-Gelände

Die ehemaligen Verwaltungs- und Produktionsgebäude auf dem Ritscher-Gelände sollen Wohnhäusern weichen
 
Der TSV Sprötze will einen alten Bolzplatz an seinem Rasenplatz reaktivieren

Buchholz: In Sprötze ist ein Neubaugebiet mit 55 Wohneinheiten geplant

os. Sprötze. Dort wo früher Ritscher-Trecker gefertigt wurden und später die Firma Schneider Senator Maschinenteile herstellte, soll nun ein Neubaugebiet entstehen: Der Buchholzer Stadtentwicklungsausschuss hat mit großer Mehrheit bei zwei Enthaltungen dem Planungskonzept für den Bebauungsplan "Bgm.-Kröger-Straße/Am Versberg" in Sprötze zugestimmt. Dort sollen 55 Wohneinheiten in Ein-, Zwei- und Reihenhäusern sowie sogenannten Stadtvillen entstehen.
Bereits im Jahr 2014 startete der Projektentwickler, die May & Co. Unternehmensgruppe aus Itzehoe, mit den Planungen, das ehemalige Industriegelände nachzunutzen. Vor allem die Altlastenuntersuchung stellte sich als schwierig heraus. Laut Gutachten gibt es auf dem rund fünf Hektar großen Areal, das bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gewerblich genutzt wurde, einige sanierungsbedürftige Bereiche.
Die Untersuchungen sind jetzt weitgehend abgeschlossen. Es werde ein Sanierungskonzept erstellt, erklärte Torben Klaucke vom Stadtplanungsbüro Evers & Küssner aus Hamburg, der die aktuellen Planungen im Fachausschuss vorstellte. Diese sehen u.a. vor, dass das Gebiet nur noch von einer von der Bgm.-Kröger-Straße abgehenden Straße erschlossen wird. In der ersten Planung sollten die Grundstücke noch über eine Ringstraße erschlossen werden. Apropos Grundstücke: Diese sollen laut jetziger Planung im Schnitt rund 550 Quadratmeter groß sein.
Im südwestlichen Bereich des Planungsgebietes soll ein Stufenwald angelegt werden. Weitere Ausgleichsmaßnahmen könnten auf dem Trainingsplatz des TSV Sprötze stattfinden, der ebenfalls vom Investor gekauft werden soll.
"In dem Notarvertrag steht aber, dass wir im Besitz des Platzes bleiben, wenn das Neubauprojekt aus irgendwelchen Gründen nicht umgesetzt wird", erklärt Ronald Bohn, Vorsitzender des TSV Sprötze. Der Sportplatz ist nach wie vor beim Niedersächsischen Fußballverband als Ausweichplatz für den Hauptplatz an der Königsstraße gemeldet.
Erst vor rund sechs Jahren hatte der TSV das Areal am Höllenschluchtweg erworben. Als Ersatzfläche soll nun ein ehemaliger Bolzplatz auf dem Sportplatzareal zwischen Königsstraße und Sanderfeld reaktiviert werden. Einen entsprechenden Bauantrag bei der Stadt Buchholz habe man bereits gestellt. "Wir wollen dort nur einen kleinen Trainingsplatz bauen, der ca. 30 mal 50 Meter groß ist", betont Bohn. Der Spielbetrieb mit Zuschauern werde nach wie vor ausschließlich auf dem bestehenden Rasenplatz des TSV Sprötze stattfinden. Bohn rechnet mit einer Fertigstellung des neuen Trainingsplatzes für das Frühjahr 2019.
Sprötzes Ortsbürgermeisterin Heidemarie Micheel erklärte: "Es ist schön, dass es jetzt losgeht. Der Bedarf nach Wohnraum in Sprötze ist sehr hoch." Sie mahnte jedoch ein Entwässerungskonzept für das Neubaugebiet an. Grund: Der Sprötzer Ortsrat befürchtet, dass das Oberflächenwasser in die tiefergelegenen Wohngebiete jenseits der Bgm.-Kröger-Straße fließen könnte. Planer Klaucke versicherte, dass die Entwässerung der Verkehrsflächen über Versickerungsmulden sichergestellt werde.