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"Zeichen gegen die Entfremdung"

Die Mehrheit der Bürger möchte, dass die Ortsteile von Holm-Seppensen bestehen bleiben (Foto: archiv / os)

Bürger plädieren für Beibehaltung der Ortsteile in Buchholz' Süden

os. Holm-Seppensen. "Aus drei mach' eins?" fragte das WOCHENBLATT seine Leser. Die Antworten zeigen: Die Mehrheit der Bürger ist dafür, dass die drei Buchholzer Stadtteile Holm-Seppensen, Seppensen und Holm als eigenständige Einheiten bestehen bleiben sollen.
Wie berichtet, war die Anfrage einer Internet-Nutzerin der Anlass der Diskussion. Sie musste ihren Pass verlängern lassen und wunderte sich, dass dort "Holm-Seppensen" eingetragen wurde, obwohl die Frau in Seppensen wohnt. Hintergrund: Im Rathaus wird Holm-Seppensen quasi als zentraler Ort für die drei Ortschaften angesehen.
"Buchholz hat jetzt 46 Jahre gut damit gelebt, dass der Name 'Holm-Seppensen' doppeldeutig ist", erklärt Buchholz' Ex-Bürgermeister Prof. Dr. Götz von Rohr. "Einerseits ist Holm-Seppensen eine geschlossene (und nicht kleine!) Siedlung um den Bahnhof und andererseits eine größere Ortschaft mit Ortsrat und Ortsbürgermeister. Wollen wir das ändern? Wo ist das Problem?"
• "Ich bin dafür, dass die Ortschaften nicht als eine Ortschaft zusammengelegt werden", schreibt WOCHENBLATT-Leser Thomas Sander aus Egestorf. Der Name Holm-Seppensen sei ja aus den beiden Orten Seppensen und Holm entstanden. "Ich habe selbst über 48 Jahre lang in Holm gearbeitet und mehr als 30 Jahre dort gelebt. Ich hoffe, die Ortsnamen bleiben so, wie sie sind."
• "Im Zuge der heutigen Globalisierung ist beides wichtig: global zu denken und zu handeln, aber gerade als Gegengewicht dazu die Identifikation mit dem Ort zu fördern", erklärt Holm-Seppensens Ex-Ortsbürgermeisterin Regina Spandau-Mylius. Weshalb sonst würden in den Nachbargemeinden die alten plattdeutschen Nahmen wieder auf die Ortsschilder geschrieben? Holm, Holm-Seppensen und Seppensen sollten aus zwei Gründen als Ortschaften bestehen bleiben: "Zum einen aus Respekt vor der Geschichte der drei Orte und zum anderen als Zeichen gegen die wachsende Entfremdnung der Bürger gegenüber ihrem Wohnort."
• Das Thema erinnere ihn an die Situation in Suerhop, schreibt Thomas Winkelmann. Auch hier gebe es gelbe Schilder, obwohl es eine Ortschaft Suerhop nicht gebe. Man müsse differenzieren zwischen "Gemeinde", "Ortschaft" und "Ortsteil". Tatsächlich bestehe die Ortschaft Holm-Seppensen seit der Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 aus den Ortsteilen Seppensen, Holm-Seppensen und Holm.
• "Wir sind Ur-Seppenser und bleiben Ur-Seppenser", erklärt Henni Rehfeldt kurz und bündig.
• Für die Zusammenlegung plädiert dagegen Maria Holdorf auf der WOCHENBLATT-Facebookseite: "Das Kuddelmuddel begreift sowieso niemand. Her mit der Fusion!"