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Hafer liefert gespeicherte Sonnenenergie

Diplom-Oecotrophologin Karin Maring (Foto: FLMK)

Ernährungstipp von Karin Maring

(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Hafer: Unsere Ernährungsgewohnheiten werden geprägt, sobald wir geboren sind. Es spielen körperliche, seelische, soziale und kulturelle Faktoren eine Rolle. Forscher liefern ständig neue Ernährungsempfehlungen und Hinweise zum gesunden Essverhalten. Im 19. Jahrhundert wurden Kleinkinder mit Mohn und Bier beruhigt. Jetzt spielen eher unverarbeitete Lebensmittel, wertvolle Inhaltsstoffe und pflanzlich geprägte Kost eine Rolle. Die Informationsflut kann da schon leicht zur Verunsicherung führen.
Anfang 1900 testete der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner eine Rohkost-Diät im Selbstversuch und entwickelte die Vollwertkost. Nach seiner These war die in Lebensmitteln gespeicherte Sonnenenergie ein Qualitätsmerkmal. Die Grundzüge dieser Kostform gelten noch heute, auch wenn die wissenschaftlichen Erkenntnisse vielfältiger geworden sind. Immer noch beliebt ist seine „Apfeldiätspeise“- ein Müsli mit Haferflocken als Hauptbestandteil. Dieses Getreide ist nährstoff- und ballaststoffreich, gut bekömmlich und als heimische Pflanze ein regionales Superfood. Zur Herstellung von Flocken wird der Rohhafer gedämpft, wobei der nussige Geschmack entsteht.
Rezepttipp - Bircher-Benner-Müsli: Einige Eßlöffel grobe Hafenflocken abends in etwa der gleichen Menge Wasser einweichen. Morgens mit Milch verrühren, einen geriebenen Apfel und gehackte Haselnüsse zufügen. Einen guten Start in den Tag!