Externer Coach und Mediator wurde beauftragt
Aufarbeitungsprozess hat begonnen: Buxtehuder St.-Petri-Gemeinde reagiert auf Vorkommnisse bei Kirchenfreizeiten
- Ein externer Mediator hat mit der Aufarbeitung der Vorwürfe gegen ehrenamtliche Leiterinnen von Freizeiten begonnen und bereits Gespräche mit Betroffenen geführt
- Foto: Adobe Stock/ Sebastian
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In der evangelischen St.-Petri-Gemeinde Buxtehude läuft jetzt der angekündigte Aufarbeitungsprozess zu den Vorwürfen eines unangemessenen Verhaltens gegenüber Kindern und Jugendlichen auf kirchlichen Freizeiten. Wie die Gemeinde in einer aktuellen Mitteilung bekannt gibt, wurde mit Dr. Wolf-Peter Groß ein externer Experte mit der unabhängigen Untersuchung betraut. Der Jurist, Coach und Mediator aus Rellingen (Schleswig-Holstein) hat bereits Gespräche mit Betroffenen und Verantwortlichen geführt. Ziel ist es, die Geschehnisse auf früheren Kirchenfreizeiten zwischen den 1980er Jahren und 2012 sowie den institutionellen Umgang mit den damaligen Vorfällen umfassend aufzuarbeiten.
Vorwürfe gegen zwei frühere Gruppenleiterinnen
Hintergrund sind schwerwiegende Vorwürfe, die im vergangenen Jahr öffentlich wurden: Teilnehmende früherer Freizeiten und deren Eltern berichteten von mutmaßlichen psychischen und physischen Übergriffen durch zwei ehrenamtliche Betreuerinnen. Im März 2024 hatte das WOCHENBLATT über die Kritik Betroffener an der fehlenden angemessenen Aufarbeitung des Themas seitens der Kirchengemeinde berichtet. In Reaktion auf die öffentliche Debatte hatte der Kirchenvorstand eine selbstkritische Stellungnahme im März-Gemeindebrief veröffentlicht. Darin wurden die Schilderungen der Betroffenen als "glaubwürdig" eingestuft und um Entschuldigung gebeten.
Gleichzeitig kündigte die Kirchengemeinde einen strukturierten Aufarbeitungsprozess an, der nun auf den Weg gebracht wurde. Dr. Groß, der mit der Moderation und Auswertung betraut wurde, steht weiterhin für Gespräche zur Verfügung. Betroffene können sich direkt per E-Mail an ihn wenden: mail@wpg-expertenberatung.de
Beratungsangebote der Landeskirche und der Kirchenkreise
Zusätzlich wird auf bestehende Gesprächs- und Beratungsangebote innerhalb und außerhalb der Kirche verwiesen. Informationen dazu sind online auf der Website der evangelischen Landeskirche Hannovers unter praevention.landeskirche-hannovers.de zu finden. Auch über die Präventionsarbeit im Kirchenkreis will die Kirchengemeinde Transparenz schaffen. So wurde im Schutzkonzept der Kirchenkreise Buxtehude und Stade festgehalten, wie Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene künftig vor Übergriffen geschützt werden sollen. Dieses Konzept ist unter kirchenkreis-buxtehude.de/Praevention einsehbar.
Die Ergebnisse der laufenden Aufarbeitung sollen voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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