Ein Verein mit viel Verantwortungsgefühl
Der Schießstand ist derzeit ein Testzentrum und das Vereinsleben ruht in Apensen

Arbeitslose Würdenträger: Das Königshaus von Apensen geht in unveränderter Besetzung bereits ins dritte Würdenjahr - kann wegen der Corona-Pandemie seine Funktion aber gar nicht wahrnehmen  Foto: ab/WOCHENBLATT
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wd. Apensen. Und noch ein Sommer ohne Schützenfest in Apensen. "Seit dem vergangenen Jahr hat sich nichts geändert", bedauert Rolf Bürger, Vorsitzender des Schützenvereins, dass das Vereinsleben wegen der Corona-Pandemie weiterhin ruhen musste. Das Schießtraining, die Meisterschaften, die Besuche der befreundeten Vereine und die Geselligkeit untereinander - all das wird von den Schützen seit eineinhalb Jahren schmerzlich vermisst.
"Ein Drittel unserer Mitglieder gehört aufgrund des Alters zur Risikogruppe. Allein schon deswegen können wir zurzeit keine Veranstaltungen stattfinden lassen. Denn wir wollen niemanden ausschließen oder gefährden", erklärt Rolf Bürger und bringt damit schon gleich zum Ausdruck, was den Verein ausmacht: Zusammenhalt und Verantwortungsgefühl. Die Würdenträger um Schützenkönig Ulrich Benecke, die beim Schützenfest 2019 ermittelt wurden, bleiben noch ein weiteres Jahr im Amt.
Dadurch, dass das Schützenfest schon ein zweites Mal ausfällt, wird aber auch allen Mitgliedern bewusst deutlich, welch eine hohe Bedeutung das Schützenwesen für sie hat. Denn normalerweise laufen die Festvorbereitungen zu dieser Zeit schon seit einigen Wochen auf Hochtouren. So werden beim Schützenfest nicht nur die Würdenträger ermittelt, sondern die Schützen stellen rund um den Schießstand ein Volksfest für das ganze Dorf auf die Beine. Auch mit dem Festwirt und den Schaustellern fühlen sie sich eng verbunden und bangen um deren Existenz. "Sie alle haben ja seit zwei Jahren keine Einnahmen. Wir hoffen, dass alle durchhalten und wir nächsten Sommer wie gewohnt feiern können", sagt Rolf Bürger.
Die Hoffnung, in diesem Sommer die bereits im vergangenen Jahr geplante große Feier zum 100. Kinderschützenfest nachholen zu können, mussten die Schützen erneut begraben. Auch die sportlichen Aktionen liegen nach wie vor auf Eis, zumal der Schießstand aktuell als Testzentrum genutzt wird.
Daher fiebern alle Apenser Schützen auf die Zeit nach Corona hin. Dann wollen sie auch endlich ihren neuen Schießstand wieder nutzen, den sie erst im Jahr vor Corona mit hohem Einsatz an Eigenleistung, großzügigen Spenden und Zuschüssen der Gemeinde erweitert und modernisiert haben. "Wir haben hier an vielen Samstagen mit 40 Mitgliedern gearbeitet", sagt Rolf Bürger, der bis heute von dem Engagement der Schützen beeindruckt ist. "Wenn man sie braucht, sind alle da." Jetzt wartet der moderne Luftgewehrschießstand mit den elektronischen Trefferanzeigen darauf, wieder in Betrieb genommen zu werden. "Durch die moderne Technik bringt das Schießen nicht nur mehr Spaß, sondern auch das Zuschauen wird interessanter", sagt Schriftführerin Silke Duden. "Die Zuschauer können die Ergebnisse gleich sehen und miteinander vergleichen."
Auch beim Thema Schießstand wird deutlich, dass die Schützen eine zentrale Bedeutung für das Dorfleben haben: Mit der Erweiterung und Modernisierung wurde zugleich ein Mehrzweckveranstaltungszentrum geschaffen, in dem z.B. auch andere Vereine zusammenkommen, Sitzungen und kulturelle Veranstaltungen stattfinden können.

Arbeitslose Würdenträger: Das Königshaus von Apensen geht in unveränderter Besetzung bereits ins dritte Würdenjahr - kann wegen der Corona-Pandemie seine Funktion aber gar nicht wahrnehmen  Foto: ab/WOCHENBLATT
Der Schießstand wird zurzeit als Testzentrum genutzt   Foto: wd
Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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