Ausstellungsprojekt in Buxtehude
Erst beim Nachdenken fällt auf: "krass frauenfeindlich"

Emily Nagel will zum Nachdenken und Hinterfragen über die Rolle der Frau in der Popkultur anregen | Foto: Hansestadt Buxtehude
  • Emily Nagel will zum Nachdenken und Hinterfragen über die Rolle der Frau in der Popkultur anregen
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"Das Thema ist mir wichtig. Es begleitet und beschäftigt mich schon lange", sagt Emily Nagel. Sie beendet ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Kultur in der Fachgruppe für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing in Buxtehude mit einem großen Projekt: die Ausstellung "Die Kunst Namens Frau - Die Darstellung der Frau in der Popkultur" im Marschtorzwinger. "Dabei geht es mir nicht um den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger, sondern darum, Denkanstöße zu liefern."

Sind Darstellungen von Frauen in Bildern, Musikvideos oder auch Songtexten abwertend oder gar sexistisch? Mit dieser Leitfrage hat Emily Nagel die Stücke für ihre Ausstellung zusammengestellt. Ein Beispiel: "Ich rappe mitunter beim Musikhören selbst Texte mit und wenn ich innehalte und über den Inhalt nachdenke, merke ich - das ist krass frauenfeindlich", sagt Emily.

Für die Ausstellung hat sich die FSJlerin erfolgreich um finanzielle Förderung bei der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung beworben. 500 Euro hat sie bekommen. Dennoch muss Emily Nagel vieles mit Bordmitteln bewerkstelligen. Die Bilder kommen zum Beispiel aus der Buxtehuder Artothek. Sie zeigt ein Werk für die Ausstellung. Darauf abgebildet ist eine Frau, megaschlank mit Wespentaille. Drumherum sind als grafische Elemente Pumps und Sektschalen drapiert. "Was für eine Position hat diese Frau, wirkt sie selbstbestimmt oder ist diese Darstellung abwertend?"

Antworten darauf wird Emily Nagel nicht liefern. Ihr geht es darum, einen Prozess des Reflektierens und Nachdenkens anzustoßen. Als kleiner Schubser in eine hinterfragende Haltung stellt sie zu jedem Exponat Fragen. "Die Antwort muss jeder für sich suchen."

Die Vorbereitung der Ausstellung sei ein "Riesenaufwand" gewesen, blickt sie auf die vergangenen Wochen zurück und fügt hinzu: "Genau das habe ich gewollt. Ich habe ein Thema gesucht, das für mich sinnvoll ist." Dass sie nach einem knappen Jahr im Kulturbüro eigenständig ein solches Vorhaben planen und umsetzen könne, sei großartig.

Was nach dem Jahr im Kulturbüro kommt? "Ich habe einige Ideen", sagt Emily Nagel. Sie will sich aber noch nicht auf etwas festlegen, das sich am Ende als falscher Weg herausstellen könnte.

Die Ausstellung "Die Kunst Namens Frau" wird am Sonntag, 2. Juli, um 15 Uhr im Marschtorzwinger (Liebfrauenkirchhof) in Buxtehude eröffnet. Sie ist anschließend von Montag, 3. Juli, bis Sonntag, 9. Juli, zwischen 11 und 18 Uhr zu sehen.

Redakteur:

Tom Kreib aus Buxtehude

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