B73 in Buxtehude-Ovelgönne
Schüler warten lange – keine Ampel trotz Kritik geplant
- Geschafft: Saskia Sturm-Gewies und ihre Tochter Lia haben auf der Verkehrsinsel in der Mitte der B73 erreicht. Die Autos brausen direkt vor und hinter ihnen vorbei
- hochgeladen von Nicola Dultz
Für die 13-jährige Lia beginnt der Schulweg täglich mit einer Herausforderung: Um zur Bushaltestelle zu gelangen, muss sie die Bundesstraße 73 (B73) in Höhe des Ovelgönner Hofes überqueren – ohne Ampel.
„Das dauert mehrere Minuten und ist richtig nervig“, sagt die Schülerin. Zwar gibt es eine Verkehrsinsel, die das Überqueren erleichtert, eine Ampel fehlt jedoch. Hat Lia eine Lücke im Verkehr gefunden und die Insel erreicht, wird die Situation nicht angenehmer: „Dann brausen direkt vor und hinter mir die Pkw und Lkw vorbei.“
Mehrere Kinder betroffen – Eltern fordern Ampel
Neben Lia nutzen vier weitere Kinder aus dem Hemberg im Alter von sieben bis 13 Jahren täglich den Schulbus Richtung Buxtehude. Auch sie müssen die B73 überqueren.
„Wir haben schon mehrfach versucht, eine Ampel zu bekommen“, sagt Lias Mutter Saskia Sturm-Gewies. „Bisher sind wir kläglich gescheitert.“
Die nächste Ampel ist zwar in Sichtweite, jedoch für die Kinder nicht erreichbar, da auf ihrer Straßenseite kein Gehweg vorhanden ist.
Sorge wegen Umleitungsverkehrs durch den Hemberg
Zusätzliche Sorgen bereitet den Anwohnern die aktuelle Sperrung der B73. Grund dafür ist der barrierefreie Umbau der beiden Bushaltestellen sowie der Bau neuer Bushäuschen aus Glas. Dass die Schülerinnen und Schüler jetzt endlich ein Bushäuschen bekommen, in dem sie voraussichtlich auch unterstellen können, wird von den Eltern begrüßt. Das bisherige Wartehäuschen so weit von der Haltestelle entfernt, dass es nicht genutzt wurde.
Dafür befürchten die Anwohner der Straße Hemberg jetzt, dass Autofahrer die offizielle Umleitung umgehen und stattdessen durch die enge Straße fahren. Dadurch könnten die Kinder während der etwa vierwöchigen Bauzeit zusätzlich gefährdet werden. "Der Verkehr ist in den ersten Tagen der Sperrung schon sehr extrem", so Sturm-Gewies. "Aus Ketzendorf gibt es die gleiche Meldung. Sehr viele Autos kürzen auf den dafür nicht vorgesehenen Straßen ab."
Auf Nachfrage wird seitens der Hansestadt Buxtehude betont, dass eine klare Umleitungsstrecke vorgesehen ist: Diese führe über die B3 in Richtung Elstorf und anschließend über die L235 zurück auf die B73. Die Straße Hemberg sei währenddessen durch entsprechende Verkehrszeichen gesperrt: eine Absperrschranke (VZ600), ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge aller Art (VZ250) sowie der Zusatz „Anlieger frei“. Die Polizei werde regelmäßige Kontrollen durchführen.
Da sich die Autofahrer offensichtlich nicht an die Vorschriften halten, sichern die Eltern ihre Kinder selbst ab. Ihre Hoffnung auf eine Ampel wird sich voraussichtlich nicht erfüllen. „Es ist keine Ampel an dieser Stelle geplant“, heißt es aus der Hansestadt.
Bereits bei einer Verkehrsschau im Jahr 2023 kamen Vertreter der zuständigen Behörden und die Polizei zu dem Ergebnis, dass die vorhandene Querungsmöglichkeit als ausreichend gilt. Die Installation einer Lichtsignalanlage sei an strenge Voraussetzungen gebunden, unter anderem an bestimmte Querungszahlen.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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