Was sind Ihre Erfahrungen?
Hasskommentare im Internet: Hohe Dunkelziffer

Ein Klick und die Hassbotschaft ist auf dem Weg
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  • Ein Klick und die Hassbotschaft ist auf dem Weg
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Blaulicht
Ersthelfer leisteten zwar Erste Hilfe, doch der Fahrer konnte auch von den Rettungskräften nicht mehr gerettet werden
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Horneburg: 68-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Toter nach schwerem Verkehrsunfall

sv/nw. Horneburg. Ein 68-jähriger Fahrer ist am frühen Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Horneburg ums Leben gekommen. Gegen 13.30 Uhr war der VW-Tiguan-Fahrer aus Friedrichskoog auf der Landesstraße 124 zwischen Issendorf und Horneburg unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und dort frontal gegen einen Straßenbaum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Pkw auf die Beifahrerseite, der...

Service
Rund 85 bis 90 Prozent der Fragen zu Corona werden direkt bei der Hotline beantwortet
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Täglich bis zu 450 Anrufe
Corona-Update vom 27. Januar: Bei der Corona-Hotline des Landkreises Stade glühen die Drähte

jd. Stade. Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Stade steigt weiter in einem rasanten Tempo: Binnen eines Tages sind 447 weitere Neuinfektionen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt am Donnerstag, 27. Januar, bei 773. Angesichts steigender Fallzahlen soll die vor knapp zwei Wochen eingerichtete Corona-Hotline des Landkreises (Tel. 04141 - 123456) künftig auch nachmittags erreichbar sein. Bislang kann die Nummer montags bis freitags angewählt werden. Die Menschen...

Service
Zahlreiche mobile Impfteams sind im Landkreis Harburg unterwegs

Wo wird momentan geimpft?
Aktuelle Impfangebote im Landkreis Harburg

(lm). Wo wird im Landkreis Harburg aktuell geimpft? In zahlreichen Einrichtungen nehmen mobile Impfteams des DRK und der Johanniter derzeit den Kampf gegen das Coronavirus auf.  Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt Donnerstag, 27. Januar: Buchholz, Buchholzer Höfe, 12 bis 19 UhrNeu Wulmstorf, Impfstützpunkt Am Marktplatz 24, 9 bis 16 UhrWinsen, Impfstützpunkt, 10 bis 17 UhrTostedt, Haus der Begegnung, 10 bis 14 UhrSalzhausen, Altes Feuerwehrgerätehaus, 10 bis...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

(tk). Mit einem Aktionstag sind Polizeibehörden in ganz Deutschland kürzlich gegen Hasskriminalität und Bedrohung im Internet vorgegangen. 90 Einsätze hat es bundesweit gegeben, davon vier Durchsuchungen in Niedersachsen. Das hat aber mehr Symbolcharakter, um auf das Problem von Hass und Bedrohung im Netz aufmerksam zu machen. Denn: Das Dunkelfeld ist um ein Vielfaches höher als die tatsächlich angezeigten Fälle. 2020 hat die Polizei 2.607 strafbare Hasspostings in Deutschland erfasst.

Viele Betroffene erstatten keine Anzeige und halten den Hass aus oder gehen den Konflikten möglichst aus dem Weg. Hinzu kommt: Was bei Adressaten von Hatespeech auf den ersten Blick zu Recht wie Beleidigung, Volksverhetzung oder gar Bedrohung aussieht, ist juristisch in vielen Fällen nicht strafbar. Die Meinungsfreiheit deckt gerade bei politischen Auseinandersetzungen vieles ab, was gefühlt eine strafbare Handlung wäre. Das WOCHENBLATT hat bei Menschen in den Landkreisen Stade und Harburg nachgefragt, die durch ihren Job oder durch Engagement in der Öffentlichkeit stehen. Außerdem erklärt Oberstaatsanwalt Johannes Kier von der Staatsanwaltschaft Stade, warum Volksverhetzung oft eine juristische Gradwanderung ist.

Gegen Hass im Netz: Ein vergeblicher Kampf?

Das WOCHENBLATT hatte auch in der Buxtehuder Stadtverwaltung nachgefragt. Unangemessene Kommentare kommen durchaus vor, seien aber derzeit kein Riesenproblem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Interessante Antwort aus dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung: Wenn mit den Wütenden persönlich gesprochen werde, beruhigen sie sich meist schnell wieder.
Künftig ohne Kommentare

(sla). Oberstufenleiter Hanke Blendermann hat wegen der Corona-Regeln einige "sehr unschöne Mails" in der IGS erhalten. Da hier die Absender sichtbar sind, hält sich die Zahl in Grenzen, vermutet Blendermann. Anders beim YouTube-Video der Schule - in der Kommentarspalte wurde es richtig beleidigend. Auch anonyme Google-Schulbewertungen seien selten konstruktiv. Die IGS will dennoch wieder ein Video veröffentlichen - allerdings mit deaktivierter Kommentarspalte. Auch als Musiker der Gruppe "Reis against the Spülmachine" kennt Blendermann Hass-Botschaften von Fans - etwa zum Auftritt beim Werner-Festival, weil dort auch die rechtsgerichtete Band "Böhse Onkelz" auftrat.

Dr. Dunja Sabra
  • Dr. Dunja Sabra
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Dr. Dunja Sabra setzt sich seit vielen Jahren im Landkreis Stade und darüber hinaus für die Integration von Geflüchteten ein und kämpft gegen Rassismus und Ausgrenzung. Eine Hasskampagne habe sie glücklicherweise noch nicht erlebt. Wohl auch deshalb nicht, weil sie sich online zurückzieht, wenn eine Diskussion aus dem Ruder zu laufen droht.
Was sie aber festgestellt hat: "Die Gegenseite ist gut organisiert." Wenn sie mit einer Person im Netz kontrovers über Integration und andere Themen diskutiere, seien schnell 15 weitere Personen mit dabei, die natürlich das Gegenteil ihrer Sicht vertreten.
Wir wissen, wo du wohnst

Ulrich Felgentreu
  • Ulrich Felgentreu
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Ulrich Felgentreu ist Ratsherr der Grünen in Buxtehude und Sprecher der BI gegen den Ausbau der Rübker Straße zum A26-Zubringer. "Die Anfeindungen waren teilweise heftig", sagt er. "Geh zurück in den Osten, wo Du herkommst", sei noch eine nette Variante gewesen. Ein Hater schrieb, dass man wisse, wo er wohne und man ja hupend vorbeifahren könne. "Oder ganz andere Dinge machen", so die unverhohlene Drohung.
"Ich habe schon überlegt, Anzeige zu erstatten", sagt Ulrich Felgentreu. Er hat es aber gelassen. "Ich will mich nicht mehr über solche Dinge aufregen.

Was sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie Hass im Internet erlebt? Schreiben Sie an thomas.kreib@kreiszeitung.net. 


(tk).
Der Stader Oberstaatsanwalt Johannes Kier bekommt die Anzeigen auf den Tisch, die sich mit Beleidigung und Hasskriminalität beschäftigen. "Volksverhetzung ist ein verzwickter Straftatbestand", sagt der Jurist. In Paragraf 130 des Strafgesetzbuches ist festgehalten, was genau das ist. In der Abwägung bei der Strafverfolgung gebe es jedoch viele Dinge, die in eine Betrachtung einfließen. Wie öffentlichkeitswirksam ist das angezeigte Delikt? Ist ein einziger Post im Internet schon ausreichend? Und: Wie können zum Beispiel geschlossene Kommunikationskanäle auf Telegram bewertet werden, wenn dort Dritte attackiert werden? Hinzu kommt laut Johannes Kiers das "Spannungsfeld der Meinungsfreiheit". Die sei ein besonders hohes Gut. Es gebe einige Grundsatzurteile, dass gerade in politischen Auseinandersetzungen mit gewisser Schärfe und Überzeichnung gearbeitet werden dürfe.

Allerdings sei angesichts von Hasskriminalität im Internet eine Veränderung zu beobachten. So gebe es in Niedersachsen jetzt eine Zentralstelle für Hasskriminalität bei der Staatsanwaltschaft Göttingen. Und auch die Urteile einzelner Gerichte würden mitunter anders ausfallen. In Bayern wurde jüngst ein AfD-Politiker verurteilt, der sich mit einem sogenannten Judenstern als Opfer der Corona-Politik darstellen wolle. "Volksverhetzung", lautete das Urteil.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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