Landkreis äußert sich auf WOCHENBLATT-Anfrage zur Situation
Immenbecker Eltern sind verärgert über Busverbindung zur Schule

Birte Zander und Udo Bohne sind zwei von mehreren Elternpaaren in Immenbeck, die sich für ihre Kinder eine bessere Busverbindung wünschen
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Das Problem: Durch den neuen Busfahrplan im Ringsystem des Stadtverkehrsnetzes fahren die Kinder fast eine Stunde mit dem Bus die kurze Strecke von Immenbeck nach Buxtehude - und sind morgens entweder zu früh in der Schule oder kämen mit dem nächsten Bus zu spät zum Unterricht. Daher bildeten die Eltern Fahrgemeinschaften. Das Abholen gestaltet sich durch die Berufstätigkeit der Eltern jedoch häufig als schwierig. Wenn die Kinder um 14.40 Uhr Schulschluss haben, müssen sie eine Stunde auf den Bus warten oder zu Fuß nach Immenbeck gehen - insbesondere Fünfklässlern nicht zumutbar, so die Eltern. Sie ärgert außerdem die "Verschwendung von Steuergeldern", denn die Busfahrkarten zahlt der Landkreis, der es nicht schaffe, für eine akzeptable Schülerbeförderung zu sorgen.
Daher drängen die Eltern nach einer Lösung und fragen: Warum ist es nicht möglich, die Abfahrtzeit der Linie 2104 wieder auf die früheren Abfahrzeiten um fünf Minuten auf etwa 14.52 Uhr zu verlegen? Dies habe jahrelang bestens funktioniert und der Bus war bei Schulschluss um 14.40 Uhr stündlich ab Schanzenstraße Nord für die Kinder zu erreichen.
Das WOCHENBLATT fragte beim Landkreis nach: Man habe bereits seit Anfang des Jahres in Zusammenarbeit mit der Verkehrsgesellschaft VNO als Planer Möglichkeiten geprüft und zwei umfangreiche Antworten, am 26. Februar und 30. März, an die Eltern übersandt, die bis heute Bestand haben, teilte der zuständige Pressesprecher mit.
Die Linie 2104 sei Bestandteil des Buxtehuder Stadtverkehrsnetzes, habe daher auch andere "Zwangspunkte" außer den Schulzeiten. Zu Hauptunterrichtszeiten, also zur ersten und nach der sechsten Stunde, sei der ÖPNV bestmöglich auf die Schulzeiten abgestimmt worden. Nach der zehnten Stunde an der IGS Buxtehude kann es für Immenbecker zu längeren Wartezeiten kommen.
Die Schülerbeförderung soll zwar laut Vorgabe nach Schulschluss nicht mehr als 30 Minuten bzw. 45 Minuten betragen. Im öffentlichen Personennahverkehr seien jedoch auch längere Wartezeiten zumutbar, wenn eine Verlegung der fahrplanmäßigen Zeiten nicht erreicht werden kann oder aufgrund öffentlicher Interessen nicht zu vertreten ist. In diesem Fall sei es angesichts eines betroffenen Schülers und eines Tages in der Woche mit einer Wartezeit von etwa 60 Minuten (die rechtlich abgedeckt sind) nicht verhältnismäßig, an dieser Stelle kurzfristig in das System einzugreifen, begründet der Landkreissprecher. (Was allerdings so nicht stimmt, da mehrere Kinder betroffen sind. Anm. der Redaktion) Eine langfristige Änderung sei aber nicht ausgeschlossen, teilte der Pressesprecher mit.
Die Immenbecker Eltern überlegen inzwischen, ob sie ihre anderen Kinder, die nächstes Jahr zur IGS kommen sollten, nicht lieber im Schulzentrum Süd einschulen, wenn sich bis dahin die Schülerbeförderung für Immenbecker Kinder zur IGS nicht verbessert.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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