Hochschule 21 in Buxtehude
Sommerbrücken-Event begeistert die Zuschauer
- Die Brücke stürzt ein - die Studenten gehen baden
- Foto: hs21
- hochgeladen von Nicola Dultz
Es war ein feucht-fröhliches Spektakel in der Altstadt von Buxtehude: Bereits zum zehnten Mal luden Studierende der hochschule 21 zum beliebten Sommerbrücken-Event am Fleth – und gingen dabei im wahrsten Sinne des Wortes baden. Über 100 angehende Bauingenieurinnen und -ingenieure präsentierten am vergangenen Samstag ihre selbst konstruierten Brücken, die auf Tragfähigkeit und Kreativität geprüft wurden – oft mit nassem Ende.
Ab 9 Uhr herrschte reges Treiben entlang des Fleths: Baumaterialien wurden angeliefert, letzte Handgriffe vorgenommen und die Spannung stieg. Mit dem Eintreffen des Kranwagens um 11 Uhr begann die heiße Phase. Platten, Rohre und Latten wurden in Position gebracht, während sich am Ufer bereits zahlreiche Zuschauer versammelten, um das außergewöhnliche Schauspiel zu verfolgen.
Prof. Dr.-Ing. Martin Betzler, verantwortlich für die Organisation des Events, begrüßte das Publikum pünktlich zum Hochwasser und leitete die Testreihe ein. Ziel der Brückenkonstruktionen war es, dass zwei Personen sich in der Mitte begegnen können, ohne dass das Bauwerk einstürzt – beim Betreten einer dritten Person sollte es jedoch kontrolliert zusammenbrechen.
Unter den Augen einer fachkundigen Jury sowie unterstützt durch DLRG und Feuerwehr wagten sich die 18 Teams mit viel Mut und Humor auf ihre Konstruktionen. Namen wie „Last Walk“, „Carolabrücke“ oder „Statisch nie Bestimmt“ sorgten bereits vor dem ersten Schritt für Schmunzeln. Während einige Brücken dem Test standhielten und erst auf Signal kollabierten, stürzten andere bereits beim ersten Betreten spektakulär ein. Zwei Teams mussten Rückschläge hinnehmen: Eine Brücke brach noch vor Beginn des Tests zusammen, eine andere war so durchgebogen, dass sie nicht mehr betreten werden konnte.
Doch am Ende ging niemand leer aus – im Gegenteil: Die Jury zeichnete drei besonders gelungene Konstruktionen aus. Platz drei erreichte das Team „Das geht in die Hose“ mit einer Brücke aus Hosen und Holzlatten – so stabil, dass aus Sicherheitsgründen kein Einsturz erlaubt war. Den zweiten Platz sicherte sich die bunte „Bifröst“-Brücke, inspiriert von nordischer Mythologie. Den Sieg errang schließlich der „Durststeg“, gefertigt aus Getränkekisten. „Ein perfekter Segmentbogen“, lobte Juryvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Karsten Ley, Studiengangsleiter Architektur. Besonders überzeugte das nachhaltige Materialkonzept sowie die handwerkliche Ausführung.
Hochschulpräsident Prof. Dr.-Ing. Ingo Hadrych zog ein rundum positives Fazit: „Mit über 100 Studierenden und 18 Brücken war das Sommerbrücken-Event auch im Jubiläumsjahr der hochschule 21 ein voller Erfolg. Es freut uns sehr, dass wir als Hochschule in den Sommermonaten Teil des Buxtehuder Lebens sind und von so vielen Menschen wahrgenommen werden.“
Ein herzlicher Dank der Hochschule ging an die Stadt, den DLRG, die Feuerwehr, das DRK und alle weiteren Unterstützenden. Auch im nächsten Jahr dürfen sich die Buxtehuder wieder auf kreative Brückenkunst – und feuchtfröhliche Abgänge – freuen.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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