Mahnwache in Buxtehude
Klare Forderung für mehr erneuerbare Energien

Die Teilnehmer der Mahnwache | Foto: Thomas Ringleben
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Mahnwache in Buxtehude: Teilnehmer fordern schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien auf 80 Prozent. Rede von Thomas Ringleben unterstreicht Erfolge und nächste Schritte der Energiewende.

In der Buxtehuder Innenstadt versammelten sich am Samstag mehr als 70 Menschen zu einer Mahnwache für den Atomausstieg und die Energiewende. Die Teilnehmenden setzten ein sichtbares Zeichen gegen eine Rückkehr zur Atomkraft und für einen konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien.

Neben Redebeiträgen sorgten auch musikalische Elemente für eine besondere Atmosphäre: Sylvia Reiß begeisterte mit Harfenklängen, während Harald Winter mit Protestliedern zum Mitsingen einlud. Auch zahlreiche Passanten blieben stehen und verfolgten das Programm.

Drei Jahre Atomausstieg: Ein Meilenstein mit Signalwirkung

Im Mittelpunkt stand die Rede von Mahnwachen-Sprecher Thomas Ringleben. Er erinnerte daran, dass Deutschland seit drei Jahren vollständig auf Atomkraft verzichtet – ein Erfolg nach jahrzehntelangem gesellschaftlichem Engagement.

„Die Lichter sind nicht ausgegangen. Es gab keinen Blackout“, betonte Ringleben. Stattdessen habe sich gezeigt, dass die Energieversorgung auch ohne Atomkraft zuverlässig funktioniert. Besonders hervor hob er den deutlichen Fortschritt bei den erneuerbaren Energien, die inzwischen rund 60 Prozent des Strombedarfs decken.

Ziel: 80 Prozent erneuerbare Energien als nächster Schritt

Trotz der erreichten Fortschritte sehen die Teilnehmenden weiteren Handlungsbedarf. Ein zentrales Ziel sei es, den Anteil erneuerbarer Energien schnell auf 80 Prozent zu steigern.

Ringleben machte deutlich, dass dies nur mit entschlossenem politischen Handeln gelingen könne: „Ohne Zögern und ohne Zaudern“ müsse der Ausbau vorangetrieben werden. Dieses Zwischenziel sei entscheidend, um langfristig eine vollständig klimafreundliche Energieversorgung zu erreichen.

Atomkraft bleibt Vergangenheit

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die klare Absage an eine Rückkehr zur Atomkraft. Die deutschen Kernkraftwerke befinden sich im Rückbau, ein Wiederhochfahren sei technisch nicht mehr möglich.

Auch neue Konzepte wie sogenannte Mini-AKWs bewertet Ringleben als auf absehbare Zeit unrealistisch. Zudem verwies er auf die hohen Kosten und langfristigen Herausforderungen der Atomenergie – etwa bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle.

Blick nach Europa: Kritik an Atomförderung

Mit Blick auf Europa äußerte Ringleben Kritik an der Förderung der Atomkraft in anderen Ländern, insbesondere in Frankreich. Dort sei der Kraftwerkspark überaltert und auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Die Forderung an die deutsche Politik sei daher eindeutig: Auf europäischer Ebene solle Deutschland eine klare Haltung gegen die weitere Förderung der Atomenergie einnehmen.

Energiewende als wirtschaftlich sinnvoller Weg

Ein zentrales Argument der Mahnwache: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Laut Ringleben gebe es unter Experten und in der Wirtschaft breite Zustimmung für diesen Kurs.

Deutschland befinde sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau seiner Energieversorgung. Dieser bringe zwar Herausforderungen mit sich, biete aber zugleich große Chancen für Innovation und nachhaltiges Wachstum.

Herausforderungen meistern – Lösungen vorantreiben

Auch bestehende Herausforderungen wurden angesprochen: zeitweise Stromimporte, schwankende Einspeisung im Winter oder politische Verzögerungen. Doch die Teilnehmenden zeigten sich überzeugt, dass diese Aufgaben lösbar sind.

„Die technischen Möglichkeiten sind da“, so die Botschaft. Entscheidend sei, politische Blockaden zu überwinden und den Ausbau konsequent voranzutreiben.

Klare Botschaft aus Buxtehude

Die Mahnwache endete mit einem klaren Appell: Der eingeschlagene Weg soll konsequent weitergegangen werden. Eine Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien sei nicht nur möglich, sondern bereits Realität.

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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