Vom Welthandel zur Wortkunst
Stader verwandelt seine Lebensreise in Literatur
- Hans Jürgen Domnick kombiniert Erlebtes und Erdachtes in seinen Geschichten
- Foto: pau
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Er hat die Welt gesehen: Als reisender Kaufmann war Wahl-Stader Hans Jürgen Domnick sein Leben lang in den entferntesten Ecken der Weltgeschichte unterwegs. Über zehn Jahre lebte der Stahlkaufmann im Außenhandel in Indonesien, arbeitete außerdem in Hamburg, London und Peking. Heute, im Ruhestand, hat er in Stade eine neue Leidenschaft gefunden – das Schreiben. Fünf Bücher hat er in den vergangenen fünf Jahren veröffentlicht. Und noch lange ist nicht Schluss.
Vom Weltenbummler zum Autor
Das Schreiben begann für Domnick spät im Leben. „Ich wollte meine Biografie für meine Familie aufschreiben“, erzählt er. Darin schildert er seine Flucht aus Ostpreußen und seinen beruflichen Weg als Exportkaufmann. Dass daraus einmal ein veröffentlichtes Buch werden würde, hatte er damals nicht geplant.
Sein Beruf ließ lange wenig Raum für Kreatives. „Ich war im Grunde genommen überall“, sagt Domnick. Die Arbeit im Ausland bedeutete oft Distanz zur Familie – Kommunikation war nur per Fernschreiben oder mit lange vorher angemeldeten Telefongesprächen möglich. Um Eindrücke zu teilen, drehte er sogar Super-8-Filme, die er später in Deutschland zeigte.
Menschen und Orte
Schon während seiner Zeit in Jakarta begann Domnick, Geschichten zu sammeln. Die vielen Begegnungen und Erlebnisse prägen bis heute sein Schreiben. Seit dem Ruhestand nutzt er diese Erfahrungen als Grundlage für seine Bücher.
Seine Werke beschreibt Domnick selbst als „autofiktional“ – vieles basiert auf wahren Erlebnissen und Begebenheiten. Nach seiner Biografie folgten Gedichte, Kurzgeschichten, Krimis – und ein Roman, auf den er besonders stolz ist: „Der Kolumbianer“.
Ein Roman mit Tiefgang
In „Der Kolumbianer“ erzählt Domnick die Geschichte von Eduardo Ortega da Silva, einem Geschäftsmann aus Bogotá, der nach einem persönlichen Schicksalsschlag in Konflikt mit der politischen Elite seines Landes gerät und schließlich nach Deutschland flieht. Dort gerät er in die Fänge eines Landeskriminalamtes und wird in eine gefährliche Verstrickung aus Macht und Schuld hineingezogen. Der Roman verbindet reale Schauplätze mit fiktionalen Elementen – ein Beispiel für Domnicks Freude am Experimentieren.
Stade inspiriert
Heute lebt Domnick in Stade. Die Stadt mit ihrer Altstadt und den ruhigen Gassen hat es ihm angetan. „Menschen und Orte haben mich schon immer inspiriert“, sagt er – und Stade bildet da keine Ausnahme.
Fünf Bücher hat der Autor mittlerweile veröffentlicht – und Ideen gehen ihm nicht aus. „Ich habe viele Ansatzpunkte für Geschichten, weil ich so viel erlebt habe“, sagt Domnick. Ob biografisch, fiktional oder dazwischen: Seine Geschichten sind das Spiegelbild eines Lebens zwischen Kontinenten, Sprachen und Erfahrungen.
Hans Jürgen Domnick hat in den vergangenen Jahren mehrere Werke veröffentlicht – vom autobiografischen Reisebericht bis zur fiktionalen Erzählung. Alle Bücher sind im Buchhandel erhältlich:
- „Der Kolumbianer“ (ISBN 978-3-7407-8606-9)
- „Aufgelesen: Heiteres – Ernstes – Gereimtes – Geschriebenes“ (ISBN 978-3-7597-8767-5)
- „Der Flügelschlag des Schmetterlings: Erzählungen“ (ISBN 978-3-7407-4570-7)
- „Hamburgensie: Eine Geschichte aus der Freien und Hansestadt Hamburg“ (ISBN 978-3-7407-6654-2)
- „One For The Road: Ein Leben in Bewegung – Fünfzig Jahre unterwegs“ (ISBN 978-3-7407-5084-8)
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.