SPD beantragt Umbenennung
„Bitter-Brücke“ in Buxtehude: Künftig „Brücke der Kinderrechte“?
- Die im Volksmund genannte Bitterbrücke
- hochgeladen von Nicola Dultz
Die SPD-Fraktion im Rat der Hansestadt Buxtehude hat einen Antrag eingebracht, der ein deutliches Zeichen für Kinderrechte setzen soll. Die bislang nur im Volksmund als „Bitter-Brücke“ bekannte Brücke zwischen dem Ostfleth und dem Westfleth soll künftig offiziell den Namen „Brücke der Kinderrechte“ tragen.
Mit dem Antrag wendet sich die SPD-Fraktion an Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und schlägt vor, die Benennung nicht nur formal vorzunehmen, sondern auch mit einer sichtbaren Gestaltung zu verbinden. Dabei soll das „Bündnis Kinderfreundliches Buxtehude“ aktiv eingebunden werden. Der Antrag wird im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz am Dienstag, 17. Februar, 19 Uhr, im Stadthaus diskutiert. Die Sitzung ist öffentlich.
Kinderrechte als Orientierung für die Stadtgesellschaft
Hintergrund des Antrags ist die UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Sie gilt bis heute als grundlegender Maßstab für den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern weltweit. Nach Auffassung der SPD-Fraktion sollte sie auch für Politik, Verwaltung und Bürgerschaft in Buxtehude ein zentraler Orientierungspunkt sein.
Seit 2022 engagiert sich das von der AWO Buxtehude initiierte „Bündnis Kinderfreundliches Buxtehude“ dafür, die Interessen und Rechte von Kindern stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Mit Aktionen und Projekten macht das Bündnis darauf aufmerksam, dass Kinderrechte im Alltag gelebt und nicht vernachlässigt werden dürfen.
Zentraler Ort mit Symbolkraft
Die Wahl des Standorts ist bewusst getroffen: Die Brücke zwischen Ostfleth und Westfleth liegt zentral in der Hansestadt, wird täglich von vielen Menschen genutzt und ist bislang nicht offiziell benannt. Damit eignet sie sich nach Ansicht der Antragsteller besonders gut, um Aufmerksamkeit für ein gesellschaftlich wichtiges Thema zu schaffen.
Ein weiterer Vorteil: Durch die Umbenennung entstünden keine postalischen Auswirkungen für Anwohnerinnen und Anwohner. Die symbolische Wirkung hingegen sei groß – insbesondere dann, wenn die Brücke gestalterisch so aufgewertet werde, dass Passantinnen und Passanten unmittelbar auf das Thema Kinderrechte aufmerksam werden.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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