Ein gutes Jahr für Buxtehude
Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt zieht positive Bilanz
- Katja Oldenburg-Schmidt
- Foto: Daniela Ponath
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Ob neue Kitas, große Schulbauprojekte oder emotionale Erlebnisse wie die Verleihung des Buxtehuder Bullen – Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt blickt im WOCHENBLATT-Gespräch auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Sie spricht über Erfolge, Herausforderungen und ihre Pläne für 2026 – mit einem klaren Ziel: die hohe Lebensqualität in Buxtehude weiter zu sichern und auszubauen.
WOCHENBLATT: Was waren aus Ihrer Sicht die größten Erfolge für Buxtehude im Jahr 2025 und welche Projekte konnten abgeschlossen oder entscheidend vorangebracht werden?
Katja Oldenburg-Schmidt: Insgesamt stand dieses Jahr sehr im Zeichen der Umsetzung großer Baumaßnahmen, wie z.B. in den Bereichen Kita, Schule, Feuerwehr, um nur einige zu nennen.
Zum einen freut es mich besonders, dass wir durch die Neubauten der Kita in Hedendorf, Hinter der Wettern und in Neuland nun den Bedarf an Kita-Plätzen decken konnten. Das war lange Zeit nicht möglich und bedeutet für die betroffenen Eltern endlich Planungssicherheit.
Auch konnte der Neubau an der Halepaghen-Schule fertiggestellt werden, ebenso die neue Halle Nord, beide Projekte allein mit zusammen mehr als 40 Millionen Euro Investment. Die Feuerwehr Dammhausen konnte sich über einen Neubau und ein neues Fahrzeug freuen.
WOCHENBLATT: Gab es Entwicklungen, die Sie persönlich besonders gefreut oder überrascht haben?
Katja Oldenburg-Schmidt: Besonders gefreut habe ich mich über die Fortschritte bei unserem großen Projekt des Masterplans für die Buxtehuder Grundschulen. Ein, wie ich finde, einmaliges und ambitioniertes Projekt, das uns die nächsten Jahre intensiv beschäftigen wird, das aber für die Buxtehuder Schullandschaft weitreichende positive Folgen haben wird. Wir erreichen für alle Schulen Klarheit und fundierte Grundlagen für zukünftige Sanierungs- bzw. Neubaumaßnahmen.
Vielleicht in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so präsent, aber für mich ein wichtiges Projekt steckt in den Plänen zu einer Campusentwicklung unserer Hochschule. Wir haben die große Chance, Fördermittel für einen Neubau zu erhalten. Das wiederum bedeutet die Weiterentwicklung der Hochschule mit zusätzlichen Lehr- und Forschungsmöglichkeiten. Das ist gut für die Studierenden, aber auch für unsere Wirtschaft.
Aus sportlicher Sicht war die Durchführung der ADAC Cyclassics im Sommer ein echtes Highlight. So viel Begeisterung der eigenen Bevölkerung an einem Event gab es lange nicht. Die Veranstaltung war von den Kollegen hervorragend durchgeführt und tatsächlich schaute für einen Moment nicht nur ganz Deutschland auf unsere Stadt. Das war schon toll!
WOCHENBLATT: Welches Erlebnis im vergangenen Jahr hat Sie als Bürgermeisterin besonders bewegt?
Katja Oldenburg-Schmidt: Ehrlich gesagt hat mich die letzte Preisverleihung des Buxtehuder Bullen sehr bewegt. Einerseits ist schon die Geschichte des Buches zum Tunnelbau in Berlin aus der deutsch-deutschen Geschichte besonders bewegend. Aber es war auch das erste Mal in der Geschichte des Bullen, dass der Protagonist des Buches persönlich anwesend war und uns aus dieser Zeit seine Erlebnisse hautnah berichtet hat. Für mich wurde einmal mehr deutlich, dass wir die Freiheit in unserem Land als viel zu selbstverständlich ansehen und wir aktuell mehr denn je gefordert sind, uns für unsere demokratischen Grundwerte jeden Tag einzusetzen.
WOCHENBLATT: Mit welchen Herausforderungen hatte die Stadt in diesem Jahr besonders zu kämpfen?
Katja Oldenburg-Schmidt: Uns geht es wie so vielen Kommunen in Deutschland insgesamt: Die Finanzlage ist überall angespannt, Aufgaben des Bundes und des Landes werden auf unsere Ebene abgewälzt, ohne entsprechenden finanziellen Ausgleich zu erhalten, und es wird immer schwieriger, Fachpersonal für die Erledigung der anwachsenden Aufgaben zu bekommen. In der Bilanz können wir aber noch sehr zufrieden mit unserer Situation sein. Denn wie gesagt, unser ambitioniertes Investitionsprogramm, unsere vielen Leistungen im Bereich Kultur, Sport, Soziales, Jugend und Ehrenamt konnten trotz aller Schwierigkeiten gut umgesetzt werden.
WOCHENBLATT: Gab es Projekte oder Vorhaben, bei denen Sie sich mehr erhofft hätten?
Katja Oldenburg-Schmidt: Wie eben schon gesagt, hat diese schwierige Situation auch zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten geführt.
WOCHENNBLATT: Und worauf freuen Sie sich in 2026? Was hat hohe Priorität auf Ihrer Agenda?
Katja Oldenburg-Schmidt: Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die Begegnungen mit engagierten Menschen, die mich immer wieder freuen.
Aber z.B. auch die bevorstehende Eröffnung der neuen Begegnungsstätte in Altkloster.
Mit einem Haushaltsvolumen von mehr als 130 Millionen Euro können wir viel für diese Stadt und die hohe Lebensqualität bewirken und wollen das auch gern tun. Für mich haben deshalb die bereits beschlossenen Projekte hohe Priorität in der Umsetzung. Und gleichzeitig sind wir gefordert, die strukturelle Situation zu verbessern, heißt, den begonnenen Prozess der Aufgabenkritik konstruktiv zwischen Verwaltung und Politik fortsetzen und gegenüber den Bürgern transparent machen.
WOCHENBLATT: Wenn Sie das Jahr 2025 in drei Worten zusammenfassen müssten – welche wären das?
Katja Oldenburg-Schmidt: Ein gutes Jahr (für Buxtehude).
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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