Buxtehuder A26 Anbindung: Siegt einmal mehr der Wachtelkönig?

So sicher wie das Amen in der Kirche: Gegen die Rübker Straße als A26-Zubringer wird es Klagen geben
  • So sicher wie das Amen in der Kirche: Gegen die Rübker Straße als A26-Zubringer wird es Klagen geben
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Buxtehude. Es läuft alles auf die Rübker Straße (K40) als Buxtehuder Autobahnzubringer hinaus: Neue Untersuchungen, die der Landkreis in Auftrag gegeben hat, sollen nach WOCHENBLATT-Informationen einer Umgehung entlang des Vogelschutzgebietes eine klare Absage erteilen. Einmal mehr stoppt der Wachtelkönig damit mutmaßlich ein Verkehrs-Projekt. Eine politische Mehrheit in der Estestadt will dagegen die Umgehung und nicht die K40.

Weil Buxtehude nicht den vom Landkreis favorisierten K40-Ausbau will und eine Umgehung Richtung Ostmoorweg fordert, wurden neue Gutachten in Auftrag gegeben. Demzufolge könnte die Umgehung zu einer erheblichen Beeinträchtigung des FFH-Gebietes führen - auch wenn es nur am Rande berührt würde.

So dürfe zum Beispiel nicht nur ein anzuknabbernder FFH-Rand betrachtet werden. Es sei erforderlich, die Auswirkungen des Zubringers auf das gesamte Areal zu bewerten. Und dann, so soll es in einem juristischen Gutachten stehen, seien Entwicklungspotenziale für Wachtelkönig und die unter Schutz stehende Natur beeinträchtigt.

Damit wäre, zumindest aus Sicht des Landkreises, der den Zubringer plant, finanziert und baut, die Rübker Straße endgültig gesetzt. Würde die Umgehung geplant, so die Sicht in Stade, wäre das alles andere als rechtssicher. Eine Klage von Naturschutzverbänden würde einen Planfeststellungsbeschluss mutmaßlich kippen.

Eine vertrackte Situation: Denn gegen die K40 als A26-Zubringer wird die sehr aktive Bürgerinitiative garantiert auch Klage einreichen. Egal, was die Kreispolitik und der Buxtehuder Rat entscheiden - das letzte Wort wird mit Sicherheit ein Gericht sprechen.

Wer mit Politikern aus der Estestadt über das neue Gutachten spricht, bekommt immer folgenden Kommentar zu hören: "Das kommt nicht überraschend." Vor allem Landrat Michael Roesberg halte unbeirrt an der K40 fest. "Damit ist das Ergebnis eines Gutachtens von vornherein klar", so ein Ratsmitglied aus Buxtehude.

Was einige Politiker aus der Estestadt befürchten: Ein jahrelanger Streit vor den Gerichten könnte dazu führen, dass die Autobahn fertig ist, die Abfahrt aber nicht, weil der Zubringer fehlt. "Das wäre noch peinlicher als die aktuelle Einbahnenstraßen-Autobahn", meint ein SPD-Politiker.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen