Braucht die Estestadt ein Tagungshotel?
Dauerbrenner Hotelneubau für Buxtehude

Die Stadt hat Pioneer gekauft und auch die Wiesen auf der anderen Seite der Apenser Straße sind teilweise in städtischem Besitz
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CDU mit neuem Vorstoß / Politische Mehrheit sagt dazu Nein / Aufgabe für Investoren tk. Buxtehude. Braucht Buxtehude ein Tagungshotel? Die Frage eines Hotelneubaus wird alle paar Jahre wieder diskutiert. Jetzt hatte die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, dass die Stadtverwaltung Flächen finden möge und aktiv nach einem Betreiber suchen solle. Olaf Riesterer: "Aus der Wirtschaft wurde der Wunsch nach einem Tagungshotel mehrfach an uns herangetragen." Neben modularen Seminarräumen sollte es auch einen Saal für Großveranstaltungen geben. So könnten die Buxtehuder Abiturienten endlich in der Hansestadt feiern. Eine Mehrheit fand der CDU-Vorstoß nicht. Auch die vorbereitende Planung eines Hotels sei Aufgabe eines Investors und nicht der Stadtverwaltung, so die Mehrheitsmeinung.
"Wo soll das Hotel hin?", fragte Christel Lemm (SPD). Die Pioneer-Flächen an der Apensener Straße wären ein möglicher Standort, antworteten die Christdemokraten. Wobei Lemm und andere auch daran erinnerten, dass das Hotel "Widukind", das die AVW errichtet hatte, nach relativ kurzer Zeit wieder seine Pforten geschlossen hatte. Heute sind dort das Jobcenter und das Polizeikommissariat Buxtehude untergebracht.
Und Astrid Bade (SPD) hat grundsätzlich Zweifel, ob sich so etwas in Buxtehude überhaupt lohnt. "Ein Tagungshotel muss jeden Tag brummen." Nur von Buxtehuder Unternehmen allein und deren Veranstaltungen werde das wohl kaum möglich sein. Und Klemens Kowalski (Linke) will jeden freien Quadratmeter städtischer Flächen ohnehin fürs Wohnen nutzen. Thomas Lange (Grüne) sieht jedwede Hotelplanung als Aufgabe eines Investors. Der fände bei der Stadt mit Sicherheit Unterstützung, wenn er ein solches Vorhaben tatsächlich umsetzen wolle.
Olaf Riesterer betonte noch, dass es nicht die Idee der CDU sei, dass die Stadt ein Hotel plane oder gar betreiben solle. Sie möge als Unterstützer aktiv werden und gleichsam als Startschuss eine Bedarfsanalyse erstellen. Letztendlich wurde der Antrag abgelehnt. Ob es überhaupt den Bedarf an einem Tagungshotel gibt, sei eine Frage, die an den Wirtschaftsverein Buxtehude gerichtet werden müsse. Gefühlt alle zwei bis drei Jahre wird in der Politik die Frage diskutiert, ob Buxtehude ein weiteres Hotel braucht. Der nächste Rat wird also erneut diese Frage erörtern.
Klar, es ist nicht die Aufgabe der Stadt, eine passende Fläche zu suchen oder gar ein Hotel zu planen. Wobei ein Gedankengang der CDU in der Tat Charme hat. Buxtehude hat die Pioneer-Flächen samt Gebäuden gekauft und wird, nicht jetzt, aber in naher Zukunft, intensive Gedankenspiele starten. Dass dort kein Wohngebiet entsteht, sondern die Entwicklung eher Richtung Technologie, Forschung und Gewerbe geht, steht dabei wohl außer Frage. Und: Auch auf der gegenüberliegenden Seite, dort wo die "Arena" entstehen sollte, gehören Buxtehude ebenfalls ein paar Tausend Quadratmeter grüne Wiese. Wieso nicht darüber nachdenken, ob es bei der konkreten Planung nicht eine Fläche geben könnte, die zumindest den Bau eines Hotels planungsrechtlich möglich macht. Baurecht in der Verbindung mit Flächenmarketing würde auch ohne eine teure Bedarfsanalyse schnell zeigen, ob es Interesse von Investoren gibt. Wenn nicht, hat sich die Debatte für die nächsten zehn bis 20 Jahre erledigt und das theoretische Hotelgrundstück würde eine normale Gewerbefläche werden.

Tom Kreib Warum eigentlich nicht?

Autor:

Tom Kreib

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