Ideen und Lösungen für Müllprobleme im Apensener Gewerbegebiet
Neuer Wohnmobilstellplatz?

Etliche Lkw-Fahrer parken in der Raiffeisenstraße und benutzen den Seitenstreifen als Toilette Fotos: sla
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sla. Apensen. Das neue Gewerbegebiet in Apensen ist noch nicht einmal bebaut, da gibt es schon Ärger: Lkw-Fahrern fehlt offensichtlich eine Toilette, Abfall liegt an der Raiffeisen-Straße herum und aus den Altglas- und Altpapier-Container quillt der Müll. Mehrere Gewerbetreibende hatten sich diesbezüglich bei der Gemeinde beschwert. Die Problematik war daher bei der letzten Ausschusssitzung auf der Tagesordnung und die weitere Vorgehensweise wurde beschlossen.
Hinsichtlich der Altpapiercontainer hat die Verwaltung zwischenzeitlich bereits das Recycling Center Stade beauftragt, einen weiteren Container aufzustellen. "Sollten darüber hinaus Container gewünscht werden, so sind die Kosten für das Aufstellen und die regelmäßige Leerung von der Gemeinde Apensen zu tragen", so Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock. Die Möglichkeit der Gemeinde, weitere Papiercontainer in Eigenregie aufstellen und abholen zu lassen, wurde hingegen vom Rat abgelehnt, da es sich hierbei lediglich um offene Modelle handelt, die letztlich zu noch mehr Müll in der Raiffeisenstraße führen würden.
Damit der Grünstreifen von den Lkw-Fahrern nicht länger als Toilette benutzt wird, soll eine mobile Toilette aufgestellt werden. Die Kosten hierzu würden sich hochgerechnet bis zum Ende des Jahres auf 700 bis 1.000 Euro belaufen, erläuterte Beckmann-Frelock. Für die kurzfristige Beschaffung und regelmäßige Entleerung eines Dixi-Klos müsste die Gemeinde Apensen einen Teil eines Gewerbegrundstückes einbehalten und nicht an Gewerbetreibende veräußern. Alternativ besteht die Planung zu einer sehr viel teureren WC-Anlage mit Bezahlfunktion.
Der Rat einigte sich, erst einmal die kostengünstigere Variante des Aufstellens einer mobilen Dixi-Toilette durchzuführen. Hierzu soll außerdem eine Beschilderung des Seitenraumes vorgenommen werden, dass diese Toilette öffentlich genutzt werden darf und soll. Diese Maßnahme ist befristet bis Ende des Jahres. Danach wird man gemeinsam mit den sich dort ansiedelnden Gewerbetreibenden eine Lösung finden, die alle zufrieden stellen und die aktuell vorherrschende Freilufttoilette eindämmen soll.
Eine völlig neue Idee zur Lösung des Problems brachte die Verwaltung mit dem Vorschlag eines Wohnmobilstellplatzes im Gewerbegebiet auf den Tisch. In der Sitzung des Tourismusverbandes des Landkreises Stade sei zur Sprache gekommen, dass aufgrund der Corona-Pandemie immer mehr Menschen auf ein eigenes Wohnmobil umsteigen und Wohnmobilstellplätze vermehrt gefragt werden. In den Gemeinden mit Nähe zur Elbe seien diese sogar immer ausgebucht. Die Verwaltung hatte daher die Idee, einen Teil eines Gewerbegrundstückes zu einer Wohnmobilstellfläche umzubauen und eine Anlage mit Toilette und Dusche gegen Bezahlung errichten zu lassen. Somit könnte die Stellfläche sich ggf. selbst finanzieren. Die Verwaltung hatte dazu im Vorwege bereits Informationen eingeholt. So sei der Wohnmobilstellplatz in Sauensiek beispielsweise aktuell nicht ausgelastet. Harsefeld besitzt zwei Wohnmobilstellplätze. Der eine in der Natur gelegene Platz seit privat verpachtet, der am Klosterpark sei ein Stellplatz ohne Toilettenanlage. Beide seien immer ausgelastet. Bis zur nächsten Ratssitzung würde die Verwaltung die Kosten klären und auch, ob und wie hoch eventuelle Fördermöglichkeiten vorhanden seien. Die Planung eines kostenpflichtigen Wohnmobilstellplatzes mit Bezahl-Toiletten- und Duschanlage wurde für den Haushalt 2021 aufgenommen.

Etliche Lkw-Fahrer parken in der Raiffeisenstraße und benutzen den Seitenstreifen als Toilette Fotos: sla
Der Grünstreifen wird vom Bauhof gemäht
Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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