Verein ehrt seine Jubilare
Ein Leben für den Schützenverein Altkloster

Das diesjährige Schützenfest in Altkloster steht im Namen zahlreicher Jubiläen | Foto: wd
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  • Das diesjährige Schützenfest in Altkloster steht im Namen zahlreicher Jubiläen
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Das Schützenfest des Schützenvereins Altkloster in Buxtehude vom 31. Juli bis 4. August steht in diesem Jahr ganz im Zeichen mehrerer bedeutender Jubiläen. Die Jubilare des Schützenvereins werden zu diesem Anlass für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Harald Schneider | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
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Harald Schneider – 50-jähriges Jubiläum

Harald Schneider ist dem Schützenwesen seit seiner Jugend verbunden. Nach ersten Erfahrungen in Dammhausen wechselte er 1976 zum Schützenverein Altkloster – dort lernte er auch seine heutige Frau Inka kennen. Das Paar ist seit 1983 verheiratet und hat zwei Kinder sowie fünf Enkelkinder.

Beruflich machte Schneider nach seiner Tischlerlehre den Meister, führte viele Jahre eine eigene Tischlerei und arbeitet heute als Energieberater und Sachverständiger.

Auch im Verein engagiert er sich seit Jahrzehnten: Seit 1999 ist er für den Festplatz verantwortlich und gehört dem Hauptvorstand an. Zudem baute er als Mitglied des Vogelvorstands insgesamt 103 Schützvögel. Sportlich war Schneider ebenfalls erfolgreich – unter anderem als Jungschützenkönig und „Bester Mann“ des Vereins. Bis heute nimmt er mit Begeisterung an den Winterrunden-Wettkämpfen teil.

Volker Thien | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
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Volker Thien – 50-jähriges Jubiläum

Für Volker Thien war der Weg in den Schützenverein praktisch vorgezeichnet. Seine Eltern Erika und Wolfgang Thien sowie seine Schwester waren bereits aktiv, sodass er 1986 den Jungschützen beitrat. Schon ein Jahr später wurde er Jungschützenkönig. Der 1964 geborene Buxtehuder wuchs zunächst in der Ludwigstraße auf, zog später nach Altkloster und arbeitet nach einer Ausbildung zum Koch und der Bundeswehrzeit seit 1994 bei Havi Logistics in Neu Wulmstorf.

1988 wechselte er ins Joppenrott. Dort wurde er 1991 Erster Ritter und konnte sich bereits viermal den Titel „Beste Joppe“ sichern. Dem Schützenverein ist er bis heute eng verbunden und engagiert sich als stellvertretender Fahnenwart. Fast kein Schützenfest hat er verpasst – lediglich ein Krankheitsfall hielt ihn einmal davon ab.

Auch seine Frau hat inzwischen die Begeisterung für den Schützenverein entdeckt und gehört dem Damenrott an. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Neben dem Schützenwesen fährt Volker gerne lange Fahrradtouren. Im kommenden Jahr wartet gleich eine doppelte Premiere auf ihn: die erste Kreuzfahrt und zugleich sein erster Flug.

Carl-Ernst Bongardt | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
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Carl-Ernst Bongardt – 60-jähriges Jubiläum

1966 trat Carl-Ernst Bongardt den Jungschützen in Altkloster bei – angesteckt von seinem Freundeskreis nach einer langen Nacht in der „Spinne“. Der gebürtige Altklosteraner blieb seinem Heimatort immer treu: Hier ging er zur Schule, absolvierte seine Ausbildung, arbeitete als technischer Angestellter und baute später direkt hinter dem Elternhaus sein eigenes Zuhause.

Im Schützenverein engagierte er sich viele Jahre im Vorstand der Jungschützen und errang verschiedene Würden. Gemeinsam mit seiner Frau Renate gehörte er außerdem zu den Mitbegründern der Jugendsportabteilung. Die Begeisterung für das Schützenwesen übertrug sich auch auf die beiden Kinder, die beide Kinderkönig wurden. 1981 wurde Carl-Ernst zudem „Bester Mann“.

Heute genießt der Ruheständler Spaziergänge, Bücher und vor allem die Zeit mit seinen beiden Kindern und zwei Enkeln. Dem Schützenverein hält er weiterhin die Treue, weil er dort viele langjährige Freunde trifft. Besonders schmunzeln muss er noch heute über den traditionellen „Abschiedsschlag“ mit der Holzkelle beim Wechsel von den Jungschützen zu den Joppen, der einen bleibenden Eindruck – und einen ordentlichen blauen Fleck – hinterließ.

Gerhard Herkt | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
  • Gerhard Herkt
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Gerhard Herkt – 60-jähriges Jubiläum

Gerhard „Gerd“ Herkt wurde 1949 am Melkerstieg in Buxtehude geboren. 1966 trat er dem Spielmannszug Altkloster bei und spielte viele Jahre die Lyra. Fünf Jahre später gehörte er zu den Mitbegründern des Schwarz-Weißen Rotts und war dort rund 30 Jahre lang Vogelkommandeur. Seit seinem Umzug nach Altkloster im Jahr 1978 ist das Joppenrott seine schützentechnische Heimat.

Besonders angetan hat es ihm das Schießen auf der 100-Meter-Bahn. Regelmäßiges Training zahlte sich aus: Gerd errang die Würden des Königs, Stadtkönigs und Besten Mannes, wurde König der Könige und sicherte sich dreimal den Titel des Papageienkönigs. Dass ihm ausgerechnet die Auflage-Disziplin dabei so erfolgreich gelang, sieht er selbst mit einem Augenzwinkern.

Neben dem Schützenwesen spielt Gerd bis heute Akkordeon. Früher trat er mit einer kleinen Kapelle bei Feiern auf, später sorgte er bei Schützenveranstaltungen vor allem für die Geselligkeit. Nach seiner Tätigkeit bei einem Airbus-Zulieferer genießt er heute mit seiner Frau Monika den Ruhestand, Radtouren und Urlaubsreisen. Wenn beim Zapfenstreich die Musik erklingt und das Feuerwerk den Himmel erleuchtet, weiß er, dass er im Schützenverein genau richtig ist.

Elke Kaufmann | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
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Elke Kaufmann – 60-jähriges Jubiläum

Elke Kaufmann, genannt „Pelle“, wurde im Ottensener Weg im Hause Thien geboren und entdeckte schon früh ihre Begeisterung für den Schützenverein. Mit elf Jahren trat sie dem Fanfarenzug bei und spielte viele Jahre die Paradetrommel. Besonders die Marschmusik, das Marschieren in Formation und die Gemeinschaft mit den damals zahlreichen Mädchen im Fanfarenzug prägten diese Zeit. Auch die vielen Ausfahrten in europäische Nachbarländer sind ihr in guter Erinnerung geblieben.

Aufgewachsen ist sie in Buxtehude, verbrachte aber viel Zeit bei ihren Großeltern in Altkloster. Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung beim Architekten Stahmann und arbeitete später bis zum Ruhestand im Stadtplanungsamt in Hamburg.

Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in der Nähe des Buxtehuder Hafens. Gemeinsam unternehmen sie jedes Jahr Kreuzfahrten. Zum Schützenfest zieht es allerdings vor allem Elke – wegen der vielen Freundschaften, die sie dort seit Jahrzehnten pflegt.

Ulrich Kaufmann | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
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Ulrich Kaufmann – 65-jähriges Jubiläum

1961 zog es Ulrich „Ulli“ Kaufmann in den Spielmannszug. Eigentlich wollte er Trommler werden, doch weil dieses Instrument bereits stark gefragt war, begann er als sechsjähriger Flötist. Schnell zeigte sich sein Talent: Zunächst wurde er Tambourmajor im Knaben-Spielmannszug, später übernahm er diese Aufgabe auch im Männerzug. Zeitgleich engagierte er sich 20 Jahre lang als Schriftführer im Vorstand der Buxtehuder Musikzüge.

1971 gehörte Ulli zu den Mitbegründern des Schwarz-Weißen Rotts, das er von 1994 bis 2006 als Kommandeur führte. Außerdem war er Mitbegründer des Blasorchesters und spielte dort bis zu dessen Auflösung Klarinette. Zweimal, 1979 und 1987, wurde er König der Buxtehuder Musikzüge. Für sein langjähriges Engagement ernannte ihn der Verein später zum Ehrenmitglied.

Sein Fazit fällt eindeutig aus: Wer von Kindesbeinen an die Begeisterung für die Musik und das Vereinsleben erleben, mitgestalten und über Jahrzehnte Teil dieser Gemeinschaft sein durfte, den prägt das fürs Leben. Gerade die gemeinsame Arbeit, die Kreativität und die vielen Erlebnisse seien für ihn von unschätzbarem Wert gewesen.

Uwe Wick | Foto: Schützenverein Altkloster von 1883 e.V.
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Uwe Wick – 70-jähriges Jubiläum

Uwe Wick wurde 1938 in Altona geboren. Nachdem das Elternhaus 1943 bei einem Bombenangriff zerstört worden war, zog die Familie zu den Großeltern nach Stade. Später übernahm sein Vater die Bäckerei Rathmann in Altkloster, wo Uwe aufwuchs. Nach dem Meisterlehrgang in Hannover kehrte er zurück – und aus Renate, die regelmäßig ihre Großeltern in Altkloster besuchte, wurde 1965 seine große Liebe. Gemeinsam führten sie später die Bäckerei und gründeten eine Familie.

Auch im Schützenverein übernahm Uwe früh Verantwortung. Bereits bei den Jungschützen engagierte er sich als Kommandeur und Kassierer, später war er im Joppenrott Beisitzer, Kassierer und schließlich Spieß. Als er das Amt an die jüngere Generation übergab, wurde er zum Ehrenspieß ernannt. Nach seiner Zeit als Bäcker bewirtete er zudem mehr als zehn Jahre die Buxtehuder Musikzüge bei Veranstaltungen und Ausfahrten.

An seine Zeit im Schützenverein erinnert sich Uwe besonders gern. Er errang unter anderem die Würden des Papageien- und Vogelkönigs und gewann einmal das Schießen um den Verbindungsorden mit der Buxtehuder Gilde – musste sich am Ende aber mit einer ausgegebenen Runde begnügen, weil der Orden an den Zweitplatzierten ging. Unvergessen bleibt für ihn außerdem ein halbes Jahr Ballettunterricht für ein Männerballett bei einer Hänseltour. Mit vielen der damaligen Mitstreiter trifft er sich bis heute regelmäßig zum Kartenspielen und zu gemeinsamen Ausfahrten.

Redakteur:

Pauline Bellmann aus Buxtehude

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