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Energiewende gelingt nur mit Einsparungen

Foto: Unsplash.com

Zu den allgemeinen Herausforderungen rund um die Energiewende gesellten sich im Jahr 2022 die Folgen des Ukrainekriegs, die mit einer Abkoppelung von Erdgaslieferungen aus Russland verbunden waren. Zwar ist eine Kompensation dieser Ausfälle mit der schnellen Inbetriebnahme von LNG-Terminals gelungen, aber auch sie sind mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz nicht ganz unbedenklich. Deshalb muss Deutschland alle Reserven bei der Einsparung von Energie (Strom, Wärme- und Kälteerzeugung) ausnutzen.

Im Gebäudesektor lauern zahlreiche Sparpotenziale

Wenn der Verzicht auf fossile Energielieferanten gelingen soll, kommt den Einsparungen bei der Klimatisierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden eine große Bedeutung zu. Die Bundesregierung ist sich dieser Tatsache bewusst und hat deshalb mehrere Förderprogramme für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden aufgelegt. Großes Augenmerk richtet sich dabei auf die Erneuerung alter Fenster, denn sie sind (je nach Ausführung) im Winterhalbjahr für bis zu 20 Prozent Verlust der in Innenräume investierten Wärmeenergie verantwortlich. Als zentrale Anlaufstelle für Förderanträge zum Fenstertausch wurde das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) bestimmt.

Wie kann die BAFA die Fenstersanierung fördern?

Die Fördermöglichkeiten sind sehr komplex, denn sie enthalten sowohl den  Ersatz alter Fenster durch neue Kunststofffenster mit Dreifachverglasung als auch die Ausstattung mit außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen.

Das heißt, einerseits fördert die BAFA Energieeinsparungen durch die Vermeidung von Wärmeverlusten im Winterhalbjahr. Andererseits berücksichtigen die Förderprogramme die Folgen des globalen Klimawandels, die auch Deutschland immer häufiger extreme Hitzewellen und Wärmerekorde im Sommerhalbjahr bescheren. Die Förderungen tragen dazu bei, den sommerlichen Energiebedarf für die Innenraumkühlung zu senken. Förderungen von der BAFA gibt es ab einer Investitionssumme von 2.000 Euro (brutto) pro Maßnahme. Die Zuschüsse belaufen sich auf 15 Prozent der gesamten Investitionssumme, sind aber auf 60.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit gedeckelt. Wer die Fenster in einem kompletten Mehrfamilienhaus tauschen möchte, muss ergänzend eine Grenze von 600.000 Euro je Gebäude berücksichtigen.

Welche Fenster sind für die geförderte Sanierung empfehlenswert?

Der Trend geht zum preisgünstigen und zugleich hochwertigen Kunststofffenster mit Dreifachverglasung. Der Preisunterschied zwischen der Doppelverglasung und der Dreifachverglasung liegt pro Quadratmeter Fensterfläche um die 100 Euro. Diese Zusatzinvestition ist allein schon mit Blick auf die Lebensdauer der modernen Kunststofffenster lukrativ, denn an die Amortisationsphase schließt sich eine lange Phase an, in der das Geld für die eingesparte Energie in den Taschen der Mieter/-innen und selbst nutzenden Eigentümer/-innen bleibt. Diese Gewinnphase umfasst bei einer vernünftigen Wartung der Fenster mehrere Jahrzehnte! Die als Gewinn erzielbaren Einsparungen sind immens, denn Statistiken belegen, dass Dreifachverglasungen im Vergleich zur Doppelverglasung bei ansonsten ebenfalls optimiertem Thermoschutz bei einer Ölheizung eine Einsparung von rund zwei Litern Erdöl pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr bringen. Ähnliche Reduzierungen berichten auch die Nutzer/-innen anderer Heizungsarten. Hinzu kommen Kostenreduzierungen durch intelligente Öffnungs- und Lüftungsmechanismen, die mit komplexen Klimaanlagen kooperieren.

Zusätzliche Vorteile moderner Kunststofffenster nutzen!

Wer gute Kunststofffenster kaufen und dabei die bestmögliche Rücksicht auf die Umwelt nehmen möchte, sollte sich nach Herstellern umschauen, die Modelle aus recyceltem Kunststoff anbieten. Dafür sammeln sie ausgebaute Fenster und zerlegen diese in die einzelnen Profile, die anschließend in einem Granulierer landen. Danach wird der Kunststoff aufbereitet und wandert in die Extruder, die für die Produktion neuer Fensterprofile verantwortlich sind. Die Profile, die sich für eine solche Verarbeitung nicht eignen, werden einer anderen Verwertung (beispielsweise der Herstellung von Auffahrrampen oder Blumenkästen) zugeführt. So entsteht ein umwelt- und klimafreundlicher Upcycling-Kreislauf, bei dem keine wertvollen Rohstoffe verschenkt werden. Bei der Optik und Haptik sowie dem Nutzerkomfort und der Haltbarkeit haben die Kunststofffenster aus Recyclingmaterial keine Nachteile gegenüber den Pendants aus neu hergestelltem Kunststoff. Damit sind sie beim Umweltschutz und der Ressourcenschonung sogar den Echtholzfenstern überlegen, denn dort sorgen die aufgetragenen Farben und Holzschutzmittel dafür, dass sie nach dem Ausbau lediglich in einer Müllverbrennungsanlage mit Kraft-Wärme-Koppelung verbrannt werden können.

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Online Redaktion aus Buxtehude

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