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Medizinisches Cannabis in Deutschland: Was Patienten 2026 wissen sollten

Panorama
Der Lühe-Anleger: Die rot markierte Fläche (Parkplatz, Budenmeile, Wohnmobilstellplatz) wird im Zuge der Deicherhöhung wohl weitgehend verschwinden | Foto: Martin Elsen/nord-luftbilder.de
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Kein Platz mehr wegen Deicherhöhung
Komplette Neugestaltung: Lühe-Anleger wird in seiner jetzigen Form verschwinden

Ein sonniger Feiertag an der Lühemündung: Schon früh am Morgen sind die Parkplätze voll. Motorradgruppen rollen im Minutentakt an, das Knattern ihrer Maschinen ist nicht zu überhören. Vor den Imbissbuden bilden sich lange Schlangen, Familien drängen sich zwischen Pommes, Fischbrötchen und Eisständen hindurch. So kennen viele Besucher den Lühe-Anleger – als einen der lebendigsten Treffpunkte im Landkreis Stade. Doch genau dieses Bild wird sich in den kommenden Jahren wohl erheblich verändern....

Politik
Eines der vielen Themen auf der Bürgerversammlung in Stöckte: der Zustand des Stöckter Deiches | Foto: Jan Filter
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Bürgerversammlung in Stöckte
Neue Grundschule begeistert, Deich-Ärger bleibt

Auf der Bürgerversammlung in Stöckte im rappelvollen Dorfgemeinschaftshaus informierten Ortsvorsteher Hans-Christian Wedemann und Bürgermeister André Wiese über die wichtigsten Entwicklungen im Dorf. Im Mittelpunkt standen der Fortschritt beim Grundschul-Neubau, aktuelle Herausforderungen im Ehrenamt und der Dauerbrenner Stöckter Deich. Die Vorfreude im Ort wächst spürbar: Pünktlich zum Schuljahr 2026/2027 wird die neue Grundschule Stöckte ihre Türen für voraussichtlich drei erste Klassen...

Wirtschaft
Geplant sind insgesamt 19 Wohneinheiten | Foto: Deutsche Reihenhaus AG
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Wohnpark „Alte Gärtnerei“ in Stöckte
Bauträger investiert 7,4 Millionen Euro

Gute Nachrichten für Familien auf der Suche nach den eigenen vier Wänden: Im Winsener Ortsteil Stöckte entsteht mit dem Wohnpark „Alte Gärtnerei“ ein neues Quartier. Auf einem 5.400 Quadratmeter großen Grundstück baut die in Köln ansässige Deutsche Reihenhaus AG insgesamt 19 Einfamilienhäuser in serieller Bauweise. Für den bundesweit tätigen Bauträger ist es das erste Projekt in der Luhestadt, in das er insgesamt rund 7,4 Millionen Euro investiert. Besonderes Augenmerk liegt bei dem Vorhaben...

Wirtschaft
Das Team der Buchholzer Wirtschaftsrunde (v. li.): Helge Fétz, Marco Daencke, Michel Peters, Tari Van Noy, Oliver Weiß, Corinna Horeis, Arndt Bömelburg, Miryam Büttner, Christoph Kunst, Niels Nübel. Nicht auf dem Foto: Caroline Zimmermann-Cordesmeyer und Frauke Petersen-Hanson
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Buchholzer Wirtschaftsrunde
Oliver Weiß ist neuer erster Vorsitzender

Die Buchholzer Wirtschaftsrunde hat auf ihrer Mitgliederversammlung im Hof Kröger in Wörme einen neuen Vorstand gewählt. Neuer 1. Vorsitzender ist Oliver Weiß. Zur 2. Vorsitzenden wurde Caroline Zimmermann-Cordesmeyer gewählt. Neu im Vorstand sind außerdem Miryam Büttner als Schriftführerin sowie Arndt Bömelburg als Beisitzer. Marco Daencke wurde als Kassenprüfer gewählt. Corinna Horeis wurde verabschiedet Die bisherige Vorsitzende Corinna Horeis hatte nach vier Jahren an der Spitze des...

Panorama

Vollsperrung in Richtung Autobahn
Geänderte Umleitungen beim Ausbau der Winsener Osttangente

Die ersten Straßenabschnitte sind bereits asphaltiert: Der Um- und Ausbau der Osttangente in Winsen entlang der K84 kommt gut voran, weshalb am Dienstag die nächste Bauphase startete. Damit gehen die Straßenbauarbeiten langsam in die finale Bauphase. Die Autofahrer müssen sich daher umstellen: Ab sofort wird die Osttangente zwischen der Max-Planck-Straße und der Autobahnanschlussstelle Winsen-Ost voll gesperrt. Damit gilt eine weiträumige Umleitung, die Fahrt von Winsen stadtauswärts ist noch...

Wirtschaft

Streit um Open Infra im Kreis Harburg
Verbraucherzentrale mahnt faire Lösungen an

Im Streit zwischen dem Netzbetreiber Open Infra und dem Diensteanbieter Filiago GmbH & Co. KG (Premium-Netz) im Landkreis Harburg meldet sich nun auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen zu Wort. Sie fordert rechtssichere Lösungen und fairen Wettbewerb – und warnt davor, den Konflikt auf dem Rücken der Kundinnen und Kunden auszutragen. Hintergrund sind widersprüchliche Aussagen beider Unternehmen. Open Infra hatte kurz vor Ostern mitgeteilt, die Zusammenarbeit mit Premium-Netz beendet zu...

Panorama

66 freiwillige Helfer
Erfolgreicher Umwelttag in Marxen

Wie in jedem Jahr Mitte April fand auch diesmal wieder der beliebte Marxener Umwelttag statt. Mit großem Engagement machten sich 66 freiwillige Helferinnen und Helfer in mehreren Gruppen auf den Weg durch das Dorf, um Marxen und die umliegenden Wege von weggeworfenem Müll zu befreien. Die von der Gemeinde initiierte und von der Feuerwehr tatkräftig unterstützte Aktion war erneut ein voller Erfolg. Es kam eine beachtliche Menge an Abfall zusammen, sodass Marxen und seine Umgebung wieder ein...

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Verkaufsoffener Sonntag
Alles für den Garten im Gartencenter Matthies

Die Gartensaison hat begonnen. Wer noch Pflanzen jeglicher Art für seinen Garen benötigt, Erden und Dünger braucht oder Fragen rund um elektrische Gartenhelfer hat, sollte nun am verkaufsoffenen Sonntag, 3. Mai, das Gartencenter Matthies "grün erleben" in Seevetal-Emmelndorf (Gustav-Becker-Straße 2) in der Zeit von 11 bis 17 Uhr besuchen. Sommerblumen strahlen in sämtlichen Farben. Zitronenstämme bringen mediterrane Atmosphäre in den Wintergarten. Kräuter für die eigene Küche duften...

Wirtschaft
Den Startschuss für das Welcome Center Landkreis Harburg geben Dr. Alexander Stark (v. li. ), Landrat Rainer Rempe, Stefan Baumann, Anke von Fintel, Dr. Katharina Rogge-Balke, Uwe Mylius, Clara Kohlstedt und Ulrike Kessler. | Foto: Landkreis Harburg
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Antwort auf den Fachkräftemangel
Landkreis Harburg startet Welcome Center für internationale Fachkräfte

Mit dem offiziellen Start des Welcome Centers setzt der Landkreis Harburg ein starkes Zeichen im Kampf gegen den Fachkräftemangel und zur weiteren Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Ziel ist es, Unternehmen gezielt bei der Gewinnung internationaler Fach- und Nachwuchskräfte zu unterstützen und deren Integration nachhaltig zu fördern. Bereits erste Beratungen haben stattgefunden, nun fiel der Startschuss im Rahmen einer Willkommensveranstaltung mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und...

Panorama
Elefanten-Polo in Nepal | Foto: Hermann Isenberg
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Vom Bardowicker Acker zum Hindutempel in Jaipur
Weltenbummler aus Stöckte

Der Stöckter Hermann Isenberg ist ein Phänomen. Mehr als 70 Länder hat der Weltenbummler in seinem Leben bereits bereist. Ob Äthiopien, Myanmar oder Peru – ihn treibt stets die Suche nach Kontakt mit den Menschen und ihrer Kultur. Seine Erlebnisse teilt er in gut besuchten Benefiz-Vorträgen nach der Rückkehr. Dabei zeigt er seinem Publikum nicht nur Hochglanz-Urlaubsbilder, sondern rückt auch lokale Missstände und fremde Kulturen unverfälscht in den Fokus. Gleichzeitig engagiert er sich stark...

Die Zeiten, in denen medizinisches Cannabis ein Tabuthema war, sind längst vorbei. Seit der Legalisierung für medizinische Zwecke im Jahr 2017 hat sich die Versorgungslage für Patienten deutlich verbessert. Wer heute eine entsprechende Diagnose hat, kann auf verschiedenen Wegen Zugang zu cannabisbasierten Medikamenten erhalten und sogar einen Cannabis Store entdecken, der speziell auf medizinische Bedürfnisse ausgerichtet ist. Die Entwicklung zeigt: Cannabis als Medizin wird zunehmend normaler Bestandteil der therapeutischen Landschaft.

Für welche Erkrankungen kommt Cannabis in Frage?

Das Spektrum der Anwendungsgebiete ist breiter, als viele vermuten würden. Chronische Schmerzen stehen dabei an erster Stelle – besonders wenn konventionelle Schmerztherapien nicht den gewünschten Erfolg bringen oder mit zu starken Nebenwirkungen verbunden sind. Patienten mit Multipler Sklerose berichten häufig von einer deutlichen Linderung ihrer Spastiken, während Menschen mit schweren Schlafstörungen oft erstmals seit Jahren wieder durchschlafen können.

Auch bei psychiatrischen Erkrankungen wie Angststörungen, PTBS oder Depressionen wird Cannabis mittlerweile eingesetzt, allerdings unter besonders sorgfältiger ärztlicher Begleitung. Krebspatienten profitieren nicht nur von der schmerzlindernden Wirkung, sondern auch von der appetitanregenden und übelkeitshemmenden Komponente – gerade während belastender Chemotherapien ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Bei neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie, insbesondere bei bestimmten kindlichen Formen, haben cannabisbasierte Medikamente teilweise beeindruckende Erfolge gezeigt.

Der Weg zum Rezept: Einfacher als gedacht

Viele Patienten zögern, das Thema bei ihrem Arzt anzusprechen – aus Unsicherheit oder Befürchtung, nicht ernst genommen zu werden. Dabei ist der Zugang heute deutlich niedrigschwelliger als noch vor wenigen Jahren. Grundsätzlich kann jeder Arzt, unabhängig von seiner Fachrichtung, ein Rezept für medizinisches Cannabis ausstellen. Voraussetzung ist lediglich, dass eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt und andere Therapieoptionen nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden.

Besonders praktisch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder in ländlichen Regionen: Die Telemedizin hat auch bei der Cannabis-Verschreibung Einzug gehalten. Spezialisierte Plattformen ermöglichen es, unkompliziert dein Online Rezept erhalten zu können, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Nach einer gründlichen Anamnese und der Prüfung der medizinischen Unterlagen können entsprechend qualifizierte Ärzte die Verschreibung vornehmen. Die rechtliche Grundlage dafür ist dieselbe wie bei einer Verschreibung in der Praxis – nur der Weg dorthin ist zeitgemäßer gestaltet.

Verschiedene Darreichungsformen für unterschiedliche Bedürfnisse

Cannabis ist nicht gleich Cannabis – zumindest nicht in der medizinischen Anwendung. Die klassischen Cannabisblüten, die verdampft oder als Tee zubereitet werden, kennen die meisten. Doch das Angebot hat sich erheblich erweitert. Cannabisextrakte in Form von Ölen bieten eine präzise Dosierung und sind besonders für Patienten geeignet, die eine diskrete Einnahme bevorzugen. Die Wirkung setzt hier verzögert, aber dafür längerfristiger ein.

Für die schnelle Wirkung bei akuten Beschwerden eignen sich Verdampfer, die die Wirkstoffe ohne Verbrennungsprozess freisetzen – deutlich schonender für die Atemwege als das Rauchen. Kapseln wiederum punkten mit ihrer Alltagstauglichkeit und exakten Dosierung. Welche Form am besten geeignet ist, hängt von der Erkrankung, den individuellen Vorlieben und dem Tagesablauf ab. Manche Patienten kombinieren auch verschiedene Darreichungsformen: tagsüber ein Öl für die Grundversorgung, abends Blüten zum Verdampfen bei stärkeren Beschwerden.

Kosten und Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Die finanzielle Seite ist für viele Patienten ein entscheidender Faktor. Medizinisches Cannabis ist nicht günstig – die monatlichen Kosten können je nach Dosierung zwischen 200 und über 1000 Euro liegen. Seit März 2017 haben gesetzlich Versicherte grundsätzlich Anspruch auf Kostenübernahme, wenn die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind. In der Praxis bedeutet das: schwerwiegende Erkrankung, keine ausreichenden Behandlungsalternativen, und eine nicht ganz entfernte Aussicht auf spürbare Verbesserung.

Der Antrag bei der Krankenkasse sollte gut vorbereitet sein. Ärztliche Stellungnahmen, Dokumentation bisheriger Therapieversuche und eine nachvollziehbare Begründung erhöhen die Erfolgsaussichten deutlich. Bei erstmaligen Anträgen haben die Kassen drei bis fünf Wochen Bearbeitungszeit – bei palliativmedizinischen Indikationen verkürzt sich diese auf drei Tage. Ablehnungen sind keine Seltenheit, können aber häufig durch Widersprüche mit zusätzlichen Informationen erfolgreich angefochten werden. Privatversicherte müssen die Kostenübernahme individuell mit ihrer Versicherung klären, die Regelungen variieren hier stark.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen im Blick behalten

Wie jedes wirksame Medikament kann auch Cannabis unerwünschte Effekte haben. Müdigkeit, Schwindel und Mundtrockenheit gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen, besonders zu Beginn der Behandlung. Viele dieser Symptome lassen mit der Zeit nach, wenn sich der Körper an die Wirkstoffe gewöhnt hat. Entscheidend ist die richtige Dosierung – das Prinzip "Start low, go slow" hat sich bewährt. Mit niedrigen Dosen beginnen und langsam steigern, bis die optimale Wirkung bei akzeptablen Nebenwirkungen erreicht ist.

Besondere Vorsicht ist bei der Kombination mit anderen Medikamenten geboten. Cannabis kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln, Schlaftabletten oder bestimmten Schmerzmitteln verstärken. Auch bei der Einnahme von Blutverdünnern sollte die Dosierung möglicherweise angepasst werden. Ein offenes Gespräch mit dem behandelnden Arzt über alle eingenommenen Medikamente, auch rezeptfreie, ist deshalb unverzichtbar. Autofahren unter Cannabiseinfluss bleibt auch bei medizinischer Anwendung ein rechtliches Graugebiet – hier empfiehlt sich eine individuelle Rücksprache mit dem Arzt und im Zweifel eine schriftliche Bescheinigung für Verkehrskontrollen.

Ausblick: Cannabis-Medizin wird erwachsen

Die medizinische Cannabis-Landschaft entwickelt sich rasant weiter. Neue Studien liefern kontinuierlich Erkenntnisse über Wirkungsmechanismen und Anwendungsgebiete. Die Qualitätsstandards bei Anbau und Verarbeitung steigen, was zu gleichbleibender Wirkstoffkonzentration und damit besserer Planbarkeit für Patienten führt. Auch die Akzeptanz in der Ärzteschaft wächst – was noch vor wenigen Jahren als Randthema galt, wird heute in Fachzeitschriften diskutiert und in Fortbildungen behandelt.

Für Patienten bedeutet diese Entwicklung konkret: mehr Auswahl, bessere Verfügbarkeit und zunehmende Expertise bei der Behandlung. Die Versorgung wird professioneller, die Beratung differenzierter. Gleichzeitig bleiben Eigenverantwortung und gute Kommunikation mit dem behandelnden Arzt zentral. Cannabis ist kein Wundermittel, aber für viele Menschen eine wertvolle Ergänzung oder Alternative im therapeutischen Arsenal – vorausgesetzt, es wird sachkundig eingesetzt und individuell angepasst.

Redakteur:

Online Redaktion aus Buxtehude

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