Handball Buxtehude
BSV verliert Saisonauftakt beim Thüringer HC

Foto: BSV

BSV unterliegt zum Start in die Handball-Bundesliga mit 27:34 – Aida Mittag trifft sechsmal – Heimauftakt gegen Leipzig wartet

Der Buxtehuder SV ist mit einer Niederlage in die neue Saison der ALSCO Handball-Bundesliga 2026/27 gestartet. Beim favorisierten Thüringer HC unterlag die Mannschaft von BSV-Trainer Jonas Schlender am Sonntag mit 27:34 (10:15). Trotz der Niederlage gab es aus Buxtehuder Sicht auch positive Nachrichten: Neuzugang Nikki van der Vorst überzeugte bei ihrem Bundesliga-Debüt mit 13 Paraden, Aida Mittag war mit sechs Treffern beste BSV-Torschützin.

Vor 1.356 Zuschauern erwischten beide Mannschaften einen temporeichen Start. Den ersten Buxtehuder Treffer der neuen Bundesliga-Saison erzielte Lilli Frey nach 2:37 Minuten. Bereits nach fünf Minuten führte der THC mit 5:3.

Im neuen weiß-goldenen Auswärtsdress präsentierte sich vor allem Johanna Andresen zunächst treffsicher. Nach sieben Minuten hatte sie bereits dreimal getroffen. Doch anschließend übernahmen die Gastgeberinnen zunehmend die Kontrolle.

Ex-Buxtehuderin Laura Kuske stoppt den BSV

Ausgerechnet eine ehemalige Buxtehuderin machte dem BSV das Leben schwer: Laura Kuske im Tor des Thüringer HC entschärfte mehrere Würfe. Nach 17 Minuten lag Buxtehude mit 6:12 zurück.

In dieser Phase fehlte dem BSV vor allem in der Offensive die nötige Effizienz. Eigene Fehler ermöglichten dem European-League-Teilnehmer aus Thüringen immer wieder sein gefährliches Tempospiel.

Dass der Rückstand nicht noch größer wurde, war auch Nikki van der Vorst zu verdanken. Die Niederländerin zeigte bei ihrem ersten Bundesliga-Einsatz im BSV-Trikot eine starke Leistung und kam auf insgesamt 13 Paraden.

Zur Halbzeit lagen die Buxtehuderinnen mit 10:15 zurück.

Aida Mittag sorgt nach der Pause für Gefahr

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der Buxtehuder SV deutlich verbessert. Der THC konnte seinen Vorsprung zunächst nicht weiter ausbauen. Besonders U20-Weltmeisterin Aida Mittag sorgte im BSV-Angriff für Gefahr. Sie verwandelte sechs ihrer sieben Torversuche.

Zwischen der 38. und 45. Minute bot sich den Gästen mehrfach die Gelegenheit, den Rückstand auf weniger als vier Tore zu verkürzen. Doch Buxtehude konnte diese Möglichkeiten nicht konsequent nutzen. Thüringen war in den entscheidenden Situationen oftmals einen Schritt schneller, zudem musste der BSV mehrere Zeitstrafen verkraften.

BSV-Trainer Jonas Schlender, der beim Thüringer HC sein Debüt als Bundesliga-Cheftrainer feierte, sah gerade in dieser Phase verpasste Chancen.

„Das war ein verdienter Sieg für den THC. Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil wir nicht alles so umgesetzt haben, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte Schlender. „Uns ist bewusst, dass wir es besser können, deshalb ist es umso ärgerlicher.“

Thüringer HC entscheidet Partie mit Lauf

Personell musste der BSV beim Saisonauftakt auf die erkrankte Ruslana Litvinov sowie Paula Mews verzichten. Statt der erhofften Buxtehuder Aufholjagd setzte sich der THC in der zweiten Hälfte entscheidend ab.

Die ehemalige BSV-Spielerin Levke Kretschmann erhöhte auf 28:21. Spätestens jetzt zeichnete sich ab, dass die Punkte in Thüringen bleiben würden.

Die Buxtehuderinnen ließen sich dennoch nicht hängen. Auch bei deutlichem Rückstand kämpfte die Mannschaft weiter und verkürzte in der Schlussphase von 24:34 auf den 27:34-Endstand.

„Wir haben unsere Zweikämpfe nicht hart genug geführt und viele Tempogegentreffer kassiert“, bilanzierte Carina Senel. Gleichzeitig habe die Mannschaft auch gute Ansätze gezeigt und Verbesserungen erkannt. „Dennoch war es in Summe natürlich nicht das, was wir uns für heute vorgenommen hatten.“

BSV empfängt HC Leipzig zum ersten Heimspiel

Lange Zeit, um sich mit der Auftaktniederlage zu beschäftigen, bleibt dem Buxtehuder SV nicht. Bereits am Samstag, 5. September, um 16 Uhr steht das erste Heimspiel der Bundesliga-Saison in der Halle Nord in Buxtehude an.

Gegner ist Aufsteiger HC Leipzig, der seine erste Saisonpartie gegen Borussia Dortmund verloren hat. Für Schlender ist das Ziel eindeutig: Gegen Leipzig sollen die ersten Punkte her.

„Gerne hätten wir Thüringen noch etwas länger geärgert, nehmen das aber als Lernprozess mit und haben für nächste Woche gegen Leipzig das klare Ziel, unser Heimspiel zu gewinnen“, kündigte der BSV-Trainer an.

DHB-Pokal: Buxtehuder SV bekommt Heimspiel gegen Neckarsulm

Auch im DHB-Pokal 2026/27 kennt der Buxtehuder SV inzwischen seinen nächsten Gegner. Im Achtelfinale trifft der BSV auf die Sport-Union Neckarsulm.

Die Partie wird am 3. oder 4. Oktober in der Halle Nord ausgetragen. Das ergab die Auslosung am Samstagabend während des Bundesliga-Spiels zwischen der HSG Blomberg-Lippe und FrischAuf Göppingen.

Besonders interessant: Bereits zwei Wochen vor dem Pokalduell begegnen sich Buxtehude und Neckarsulm in der Bundesliga – dann zunächst auswärts für den BSV.

„Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, aber ich bin froh, dass wir ein Heimspiel haben“, sagt Schlender zum Pokallos. In der Halle Nord wolle seine Mannschaft zeigen, „wie unangenehm es ist, in unserer Halle zu spielen“.

BSV-Aufstellung beim Thüringer HC

Für den Buxtehuder SV spielten: Nikki van der Vorst (1), Oliwia Kaminska, Sophie Fasold – Maj Nielsen (3/1), Aida Mittag (6), Lilli Frey (3), Anika Hampel (3), Enna Oberländer (1), Johanna Andresen (3), Nele Franz (2), Fleur Schouten, Christin Kaufmann (2), Isa Ternede (1), Carina Senel (2), Lin Lück und Lucy Strauchmann.

Trotz des 27:34 beim Thüringer HC nimmt der BSV damit einige positive Ansätze aus dem Saisonauftakt mit nach Buxtehude. Besonders das starke Bundesliga-Debüt von Nikki van der Vorst und die effiziente Vorstellung von Aida Mittag machen Mut für den Heimauftakt gegen Leipzig.

Wie ist der Buxtehuder SV in die Bundesliga-Saison 2026/27 gestartet?

Der Buxtehuder SV verlor sein Auftaktspiel in der ALSCO Handball-Bundesliga 2026/27 beim Thüringer HC mit 27:34 (10:15). Vor 1.356 Zuschauern zeigte der BSV vor allem nach der Halbzeit eine Leistungssteigerung, konnte den Favoriten aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen.

Wer überzeugte beim Bundesliga-Auftakt des Buxtehuder SV gegen den Thüringer HC?

Torhüterin Nikki van der Vorst feierte ein gelungenes Bundesliga-Debüt für den Buxtehuder SV und zeigte 13 Paraden. Beste BSV-Torschützin war U20-Weltmeisterin Aida Mittag mit sechs Treffern. Auch Johanna Andresen erzielte drei Tore und startete stark in die Partie.

Warum verlor der Buxtehuder SV das Auswärtsspiel beim Thüringer HC?

Nach Einschätzung von Trainer Jonas Schlender fehlte dem BSV in wichtigen Phasen die Konsequenz. Die Mannschaft nutzte ihre Chancen nicht effektiv genug, führte viele Zweikämpfe nicht entschlossen genug und kassierte zahlreiche Tempogegenstöße. Zudem machten mehrere Zeitstrafen eine Aufholjagd schwer.

Wann bestreitet der Buxtehuder SV sein erstes Heimspiel der Bundesliga-Saison 2026/27?

Das erste Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison findet am Samstag, 5. September, um 16 Uhr in der Halle Nord in Buxtehude statt. Gegner ist Aufsteiger HC Leipzig, der ebenfalls mit einer Niederlage in die Saison gestartet ist.

Gegen wen spielt der Buxtehuder SV im Achtelfinale des DHB-Pokals 2026/27?

Der Buxtehuder SV trifft im Achtelfinale des DHB-Pokals auf die Sport-Union Neckarsulm. Das Heimspiel in der Halle Nord wird am 3. oder 4. Oktober 2026 ausgetragen. Bereits zwei Wochen zuvor begegnen sich beide Mannschaften in der Bundesliga.

Welche Erkenntnisse nimmt der Buxtehuder SV aus der Niederlage beim Thüringer HC mit?

Trotz der 27:34-Niederlage sieht der Buxtehuder SV positive Ansätze. Das starke Bundesliga-Debüt von Nikki van der Vorst, die treffsichere Leistung von Aida Mittag und die verbesserte zweite Halbzeit machen Mut für den Heimauftakt gegen den HC Leipzig. Trainer Jonas Schlender möchte die Erkenntnisse nutzen, um die ersten Bundesliga-Punkte einzufahren.

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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