Handball Buxtehude
Buxtehuder SV trennt sich ab sofort von Trainer Dirk Leun
- Dirk Leun
- Foto: Janice Bücker
- hochgeladen von Nicola Dultz
Der Buxtehuder SV hat sich mit sofortiger Wirkung von Chef-Trainer Dirk Leun (61) getrennt. Damit endet eine beispiellose Ära im deutschen Frauenhandball. „So eine Trennung nach fast 18 Jahren mit vielen Erfolgen schmerzt natürlich, ist aber leider unvermeidbar“, erklärt BSV-Manager Peter Prior.
Leun war seit 2008 Chef-Trainer des BSV und galt als dienstältester Coach der gesamten Handball-Bundesliga – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Während der Verein in den ersten 19 Jahren der Erstligazugehörigkeit acht verschiedene Trainer beschäftigte, stand Leun in den letzten 17 Jahren ununterbrochen an der Seitenlinie.
Dirk Leun prägte eine Ära beim BSV
Unter seiner Führung erlebte der Buxtehuder SV zahlreiche Erfolge: den Gewinn des Challenge-Cups im Jahr 2010, die DHB-Pokalsiege 2015 und 2017 sowie drei deutsche Vize-Meisterschaften. Auch im Nachwuchsbereich setzte Leun Maßstäbe und gewann mit der A-Jugend 2016 und der B-Jugend 2019 die deutschen Meistertitel.
Peter Prior würdigt den langjährigen Trainer: „Wir sind Dirk Leun zu großem Dank verpflichtet. Sein Name steht für eine unglaublich erfolgreiche Ära – auch aufgrund seines Engagements im Jugendbereich.“
Gründe für die Trennung bleiben vertraulich
Über die genauen Hintergründe der Trennung wurde Stillschweigen vereinbart. „Aus gegenseitigem Respekt nach einer solch langen Partnerschaft“, so Prior. Er deutet lediglich an: „Nach über 17 Jahren in einem so harten und anspruchsvollen Job ist es nachvollziehbar, wenn es eine gewisse Abnutzung gibt.“
Anhaltende sportliche Krise führte zur Entscheidung
Die sportliche Entwicklung der vergangenen Monate spielte ebenfalls eine Rolle: Bereits die letzte Saison verlief enttäuschend. Trotz umfassender Maßnahmen im Sommer blieb das Team in den ersten acht Saisonspielen sieglos. Verletzungen erschwerten die Lage zusätzlich.
Die deutliche 21:30-Heimniederlage gegen Zwickau vor der WM-Pause markierte einen Tiefpunkt. „Natürlich ist dafür nicht nur der Trainer verantwortlich. Aber zuletzt wuchsen bei allen Beteiligten die Zweifel, ob wir gemeinsam die Trendwende schaffen“, so Prior weiter.
Neustart in der WM-Pause geplant
Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits. Am Montag beginnt das Team nach einer kurzen Erholungspause wieder mit dem Training. Die fünfwöchige Spielpause bis zum nächsten Heimspiel am 30. Dezember gegen die HSG Bensheim/Auerbach soll dem neuen Trainer die Möglichkeit geben, einen erfolgreichen Neustart einzuleiten.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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