Stadtwerke Buxtehude beteiligen sich mit drei Millionen Euro an einer Investitionsplattform

Windparks sind eine lukrative Investition. Vor Ort, so auch in Buxtehude, fehlen oft die geeigneten Flächen
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tk. Buxtehude. Die Stadtwerke Buxtehude gehen auf Expansionskurs: Sie beteiligen sich mit drei Millionen Euro an der "Trianel Erneuerbare Energien GmhH & Co. KG" (kurz TEE). Diese Firma mit Sitz in Aachen ist ein Zusammenschluss von rund 145 Stadtwerken, die gemeinsam in ganz Deutschland in Windkraft und Photovoltaik investieren wollen. Buxtehudes Stadtwerkechef Thomas Müller-Wegert: "So können auch kleine und mittlere Unternehmen die Energiewende vorantreiben und von ihr profitieren." Die TEE soll ihren Anteilseignern eine jährliche Rendite von sechs Prozent erwirtschaften.

Die TEE ist eine Investitionsplattform für kommunale Energie-Unternehmen. Ziel ist es, geplante, im Bau befindliche sowie bereits gebaute Projekte aus den Bereichen Wind- und Sonnenkraft zu erwerben. Die rund 140 Anteilseigner der TEE haben bislang durch ihre Unternehmensbeteiligung ein Kapital von rund 475 Millionen Euro aufgebracht. Damit werden 30 Prozent der Kosten pro Projekt finanziert. Die fehlenden Beträge werden über Kredite finanziert.

Bis Ende 2020 sollen 200 Megawatt (MW) Leistung bei Windrädern an Land und 75 Megawatt an Photovoltaikanlagen im Besitz der TEE sein. Zum Vergleich: Das sind ungefähr 70 Windräder der aktuellen Drei-MW-Klasse. Die Projekte sollen ausschließlich in Deutschland realisiert werden

Über die einzelnen Vorhaben und Beteiligungen, so Stadtwerkechef Thomas Müller-Wegert, entscheiden die Gremien der TEE. Wobei die Stadtwerke Buxtehude als Anteilseigner ein Mitspracherecht haben.

Unternehmerische Risiken seien abgefedert, weil es einen Mix aus noch zu entwickelnden Anlagen und bereits profitabel laufenden geben werde. Die Rendite sei zwar letztendlich von der Windstärke und Sonneneinstrahlung abhängig, aber durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit garantierten Vergütungen werde auch dieses Risiko abgemildert.

Als "zur Zeit noch pure Spekulation" bezeichnet Thomas Müller-Wegert die Möglichkeit, dass die in Planung befindlichen Windräder der Stadtwerke in Daensen auch von der TEE gekauft werden könnten. Denkbar sei das aber.

Die Verträge zur Drei-Millionen-Euro-Investition der Stadtwerke sind unterschriftsreif. Der Buxtehuder Verwaltungsausschuss hat grünes Licht gegeben. Zurzeit liegen die Verträge noch bei der Kommunalaufsicht des Landkreises Stade zur Prüfung vor. Weil die Stadtwerke eine hundertprozentige Tochter der Stadt sind, ist dieser Weg vorgeschrieben. "Wir hoffen, dass wir Anfang Februar den Vertrag unterschreiben können", sagt Thomas Müller-Wegert.

Windparks sind eine lukrative Investition. Vor Ort, so auch in Buxtehude, fehlen oft die geeigneten Flächen
Thomas Müller Wegert
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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