Hegeschau der Jägerschaft des Landkreises Stade
Jäger zeigen ihre Trophäen
- Acht Trophäen erhielten auf der Hegeschau der Jägerschaft des Landkreises Stade eine Auszeichnung
- Foto: sc
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Eine besondere Veranstaltung in der Festhalle Harsefeld: die Hegeschau - ausgerichtet von der Jägerschaft des Landkreises Stade.
Die Hegeschau ist jedes Jahr ein Höhepunkt des Kreisjägertags. Bei der traditionellen Schau zeigen die Jägerinnen und Jäger des Kreises ihre Jagdtrophäen aus der vergangenen Saison und stellen sie für die Öffentlichkeit aus. Geweihe von Dam- und Rehwild sowie ein paar Tierpräparate von seltenen schwarzen Rehen und einige Keiler vom Schwarzwild gab es zu sehen. Die besten und besonderen Trophäen erhielten eine Prämie. Axel Schuldt, Kreisjägermeister, verkündete die prämierten Trophäen auf der Jahreshauptversammlung.
Beim Damwild erhalten Hirsche, die ein bestimmtes Zielalter erreicht haben und in der Mittelklasse als Abschusshirsche eingeordnet wurden, eine Goldmedaille.
Beim Rehwild geht es um abnorme Böcke. Die meist kranken, schwachen oder verletzten Wildtiere sind zum Hegeabschuss freigegeben. Diese speziellen Böcke erhalten als Auszeichnung ein goldenes Eichenblatt.
Bei den diesjährigen Trophäen sind unter anderem Böcke mit besonders geformten und durch Verletzungen deformierten Geweihen zu finden.
So zum Beispiel erhielt der Hegeabschuss eines Perücken-Bockes aus dem Jagdbezirk Stade die Auszeichnung des goldenen Eichenblattes. Dieser Rehbock war durch Krankheiten, Verlust oder Verletzung nicht mehr in der Lage, ein einwandfreies Geweih zu bilden und dieses abzuwerfen. Es kommt zu Wucherungen, wodurch sich ein Gebilde auf dem Haupt des Rehs formt, das einer Perücke ähnelt. Durch diese Fehlbildung wird die Lebensweise des Tieres stark eingeschränkt.
Weitere Fehlbildungen des Gehörns hindern das Reh bei der Nahrungsaufnahme. Diese Tiere stehen daher als Hegeabschuss frei.
Um eine Goldmedaille beim Rehwild für starke Böcke zu erhalten, muss das Hegeziel - ein Alter von mindestens fünf Jahren - erreicht sein.
Beim Schwarzwild gab es dieses Jahr keine Goldmedaillen-Auszeichnung für die Jäger des Landkreises.
Wichtige Kontrolle des Bestandes
Die Hegeschau ist wichtig für die Bestandskontrolle und Dokumentation der heimischen Arten. Auch ist die Jagd ein Bestandteil des Naturschutzes und hilft für das ökologische Gleichgewicht zu sorgen.
So kümmern sich die Jägerinnen und Jäger des Landkreises auch darum, dass sich die artfremden Tiere, wie Waschbären, Nutria und der Marderhund, im Landkreis nicht unkontrolliert vermehren und den heimischen Tieren ihren Lebensraum wegnehmen.
Redakteur:Saskia Corleis |
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