Taifun-Katastrophe auf den Philippinen: Diese Hilfe kommt garantiert an

Ein Junge sitzt auf einem Plastikstuhl vor seinem zerstörten Zuhause. Der Taifun „Haiyan“ hat die Philippinen schwer getroffen
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  • Ein Junge sitzt auf einem Plastikstuhl vor seinem zerstörten Zuhause. Der Taifun „Haiyan“ hat die Philippinen schwer getroffen
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Round Table organisiert weltweite Spendenaktion zu Gunsten der Taifun-Opfer auf den Philippinen.

(mum). Ein kleiner Junge sitzt auf einem Plastikstuhl vor den Überresten seiner Hütte. Seine Schwester blickt auf das, was einmal ihr Zuhause war. Das Foto entstand Anfang vergangener Woche. Noel Carpio hat es der Redaktion zur Verfügung gestellt. Carpio ist Präsident von Round Table Philippinen. „In den vergangenen Tagen haben mich viele E-Mails erreicht, in denen ich um Hilfe gebeten wurde“, sagt er. „Die Menschen hoffen, dass unser Club sich für sie einsetzt.“
Der Taifun „Haiyan“ hat die Philippinen schwer getroffen. Inzwischen ist von mehr als 4.000 Toten die Rede. Ebenso dramatisch: Mindestens 400.000 Menschen sind obdachlos. Zerstörung soweit das Auge reicht, in Tacloban, aber auch in der weiter westlichen Provinz Samar steht kaum noch ein Haus, hier haben die Menschen alles verloren.
Carpio steht seit Tagen mit den Verantwortlichen anderer Assoziationen in Verbindung. Tabler aus der ganzen Welt bemühen sich, Spenden-Aktionen zu organisieren. Round Table, das ist ein internationaler Service-Club mit etwa 3.500 Mitgliedern allein in Deutschland. Weltweit gibt es „RT“ in etwa 60 Ländern mit über 32.000 Mitgliedern. In den Landkreisen Harburg und Stade gibt es mit Winsen, Nordheide und Stade drei Tische.
Bereits bei den Katastrophen in Japan und Tahiti sammelten die Tabler Spenden, um Menschen in Not zu helfen. Der Vorteil von Round Table gegenüber anderen Hilfsorganisationen liegt darin, dass keine Kosten für Verwaltung anfallen. Die Mitglieder helfen ehrenamtlich. Durch das internationale Netzwerk gelangen Spenden direkt an Tabler in anderen Nationen, die vor Ort am besten wissen, wo Hilfe benötigt wird. Viele Tische, so nennt Round Table seine lokalen Clubs, werden in den nächsten Wochen Aktionen zu Gunsten der Taifun-Opfer starten oder sind bereits dabei. „Auf dieses Engagement setzen wir auch jetzt“, sagt Matthias Müller, Präsident von Round Table Deutschland (RTD). Er ist überzeugt, dass die Spenden von den philippinischen Tablern vor Ort äußerst verantwortungsvoll eingesetzt werden. „Wir Tabler fühlen uns einem hohen Ideal verpflichtet“, so der RTD-Präsident. „Der Dienst an der Allgemeinheit ist unser wichtigstes Ziel.“

Zusätzlich hat sich Round Table dazu entschlossen, mit dem Medikamentenhilfswerk „action medeor“ aus Tönisvorst bei Krefeld zu kooperieren. Der Verein versorgt viele Organisationen („Aktion Deutschland Hilft“ und Johanniter) mit allen wichtigen Medikamenten. Auch auf den Philippinen ist „action medeor“ bereits im Einsatz und hat dort schon jetzt mehr als 20 Tonnen Medikamente in das Krisengebiet gebracht - darunter Schmerzmittel, Wasserentkeimungstabletten und alles, was bei chirurgischen Eingriffen benötigt wird.

• Wer jetzt helfen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Die Spendengelder werden über das Stiftungskonto von Round Table Deutschland gesammelt. Die Bankverbindung lautet: Stiftung Round Table Deutschland, Konto 0601256500, BLZ 212 800 02, Commerzbank AG (IBAN DE88 2128 0002 0601 2565 00). Verwendungszweck: „Philippinen-Hilfe“. Für eine Spendenbescheinigung bitte Vor- und Nachnamen sowie Adresse angeben.

• Weitere Informationen zu Round Table gibt es im Internet unter www.round-table.de.

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"Danke für diesen tollen Vormittag!"

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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