Zukunft der Bäder offen

In die Jahre gekommen: das Hallenbad in Neu Wulmstorf
 Fotos: ab/Gemeinde Neu Wulmstorf
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  • hochgeladen von Mitja Schrader

Arbeitsgruppe soll klären, wie es mit den Badeanstalten in Neu Wulmstorf weitergeht mi. Neu Wulmstorf. Die Diskussion um die Zukunft der Neu Wulmstorfer Schwimmbäder (Hallen- und Freibad) wird konkreter. Vergangene Wochen entschied der Gemeinderat einstimmig, auf Antrag der SPD, einen Arbeitskreis zu gründen, der sich ergebnisoffen mit der Zukunft der Neu Wulmstorfer Bäderlandschaft auseinandersetzen soll.
In Zeiten klammer Kassen rücken in Neu Wulmstorf die Schwimmbäder wieder in den Fokus der Politik. Denn sowohl für die Freibadanlage am Talweg als auch für das Hallenbad in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße müssen, um einen Betrieb langfristig zu gewährleisten, umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Für das Freibad geht ein Gutachten aus dem Jahr 2017 von einem Gesamtsanierungsbedarf von fast 500.000 Euro innerhalb der kommenden drei Jahre aus. Mittelfristig müsse die Gemeinde laut Gutachtbeern sogar rund 3,5 Millionen Euro in die Anlage investieren. Ähnlich sieht es beim Hallenbad aus. Hier stehen allerdings schon kurzfristig kaum noch aufschiebbare Sanierungsmaßnahmen in der Summe von ca. 1,1 Millionen Euro an. Insgesamt müsste die Gemeinde laut Gutachten innerhalb der kommenden zehn Jahre fast 2 Millionen Euro in das Bad investieren. Da diese Schätzwerte aus dem Jahr 2017 stammen, dürften sich diese Summen noch weiter erhöht haben.
Verschlechternd kommt hinzu, dass Neu Wulmstorf für die Sanierung des Bades keine der beim Bund beantragten Zuschüsse erhält. Ganz im Gegensatz zum Umbau der ehemaligen Hauptschule, der umfangreich aus den Mitteln des Bundesförderprogramms für Sport- und Kulturstätten unterstützt wird.
In der Arbeitsgruppe, so betont es der SPD-Antrag, sollen ergebnisoffen Ideen für die Zukunft der Bäder entwickelt werden. Fakt ist jedoch trotz dieses weit gefassten Auftrags: Am Ende wird es Veränderungen in der Bäderlandschaft geben müssen. Bereits das 2017er Gutachten stellt dazu konkrete Szenarien vor. Die reichen von der Sanierung beider Bäder am jeweiligen Standort über den Bau eines Kombibads an einem neuen Standort bis hin zur ersatzlosen Schließung des Freibads. Vieles spricht mittlerweile dafür, dass die Kombibad-Lösung die größte Chance haben dürfte. Die Investitionskosten dafür werden auf rund 12 Millionen Euro geschätzt. Im Raum steht dabei auch noch eine Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg. In Hamburg wird derzeit diskutiert, im unmittelbar an Neu Wulmstorf angrenzenden Neubaugebiet Fischbeker Reethen ein Kombibad zu errichten. Hatte die SPD eine Kooperation zeitweise für nicht mehr praktikabel angesehen, nahmen die Sozialdemokraten jetzt die Pläne der Stadt Hamburg für ein Kombibad in die Begründung ihres Antrags mit auf. Mit gänzlich anderen Vorstellungen geht die UWG in die Arbeitsgruppe. Hier hält man es für durchaus denkbar, das großzügige Areal des Freibads in Wohnraum umzuwandeln und davon den Bau eines neuen modernen Kombibads zu finanzieren. Die Verwaltung hatte jüngst einen anderen Vorschlag zur kurzfristigen Lösung gemacht. Demnach sollte das Freibad geschlossen bleiben und das Hallenbad dafür ganzjährig geöffnet werden. Dieser Vorschlag ist allerdings mit dem jetzt verabschiedeten Antrag der SPD Neu Wumstorf vom Tisch. Soll heißen bis es konkrete Ergebnisse gibt, bleibt alles, wie es ist.

In die Jahre gekommen: das Hallenbad in Neu Wulmstorf
 Fotos: ab/Gemeinde Neu Wulmstorf
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