Lösungen in der Diskussion
Drochterser Kläranlage ist am Limit

Wie geht es mit dem Drochterser Klärwerk weiter?
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ig. Drochtersen. Die Kapazitäten der Drochterser Kläranlage sind am Limit. Die Aufbereitung des Abwassers wird immer aufwändiger und teurer. Das ganze Klärwerk steht auf dem Prüfstein. Wie aus dieser Misere herauszukommen ist, beschäftigt seit Wochen die Mitglieder des Drochterser Gemeinderates und führt zu heftigen Diskussionen in Ausschusssitzungen.

Die Lokalpolitiker kommen zu unterschiedlichen Lösungsansätzen. Konzepte, die der Misere begegnen sollen, sind am Donnerstag, 12. Mai, 19 Uhr, Tagesordnungspunkte auf der Ratssitzung im MGH Dornbusch. Im Kern geht es dabei um die Frage: Soll die bestehende, 1967 errichtete Anlage nochmals modernisiert und vergrößert werden – oder soll Drochtersens Dreckwasser künftig Richtung Stade fließen und dort geklärt werden?

Als konkrete Folge wurde vom Landkreis Stade die Genehmigung der 22. Änderung des Flächennutzungsplanes untersagt, da aus Sicht des Landkreises Stade die Schmutzwasserbeseitigung zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht sichergestellt werden konnte. Das Baugebiet wurde gestoppt. Die EWE Wasser - Betreiber und Eigentümer der ARA - wies bereits 2016 auf das nahende Erreichen der Kapazitätsgrenze in der Reinigungsleistung hin.

Um die Reinigung der kommunalen Abwässer sicherzustellen, wurden mehrere Varianten betrachtet, teilweise verworfen oder als nicht realisierbar erkannt. Schließlich wurden zwei Varianten als realisierbar benannt. Die Kommune beauftragte deshalb einen externen Dienstleister, der die diskutierten Varianten - Sanierung am Standort oder Überleitung nach Stade - prüfen sollte. Die Vor- und Nachteile der Varianten sind Diskussionspunkte auf der Ratssitzung, sollen helfen, den Entscheidungsprozess voranzubringen, wie es in der Vorlage zur Sitzung heißt.

Schwerpunkt der externen Betrachtung sind technische, ökologische und ökonomische sowie vertragliche Aspekte, die zu erwartende Belastung für die Gebührenzahler und auch der Faktor Zeit. Im Ergebnis stelle das Gutachten heraus, dass beide Varianten plausibel und schlüssig, technisch umsetzbar und geeignet sind, die Schmutzwasserbehandlung der Gemeinde Drochtersen langfristig sicherzustellen und darüber hinaus Entwicklungspotentiale für neue Erschließungs- und Entwicklungsgebiete zu generieren, so geschrieben in der Vorlage.

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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