Elbtunnel vorerst nicht finanzierbar

Erst kürzlich demonstrierten Autobahngegner vor dem Stader Kreishaus gegen das aus ihrer Sicht überteuerte Verkehrsprojekt
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tp. Drochtersen. Ist der im Zuge der Küstenautobahn A20 geplante Elbtunnel bei Drochtersen zu teuer? Seit dem 19. März liegt dem Bundesministerium für Verkehr die "Eignungsabschätzung für das Projekt Elbquerung" vor. Der Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 20 (früher A22) stellt zu dem Gutachten fest: 
• Es gebe kein Finanzierungsmodell, das ohne Milliardenaufwendungen des Bundes zu einer Deckung der Gesamtprojektkosten führe.
• Selbst das als "grundsätzlich machbar" geltende Modell der Privatfinanzierung sei ein wirtschaftlicher "Grenzfall".
• Die Finanzlage des Bundes werde die konventionelle Finanzierung wichtiger Zulaufstrecken zum Elbtunnel, die mehr als zwei Milliarden Euro extra erfordern, nicht zulassen.
 Laut der Autobahngegner heißt dies, dass kein rentables Finanzierungsmodell allein auf Basis einer Privatinvestition gefunden werden konnte und der Bund mit Milliardeninvestitionen ausgleichen müsste. Angesichts dieser schwerwiegenden Unsicherheiten werde sich für das Großprojekt kein Investor finden. Entweder der Bund erkläre, wie er die Elbquerung aus seinem Haushalt finanzieren werde oder die Planungen zur Elbquerung und A 20 müssten sofort eingestellt werden, so die Kritiker.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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