Landtagsabgeordnete Lange gibt Rückendeckung
"Kehdinger Welle" muss erhalten bleiben
- Bei der Begehung dabei (v.li.) : Jan Büther, Christian von Thun, Corinna Lange, Mike Eckhoff, Jens Beneke und Dirk Ludewig
- Foto: Beckmann
- hochgeladen von Dirk Ludewig
Sechs Förderanträge wurden bislang abgelehnt – zuletzt auf Bundesebene. Jetzt hat die Gemeinde Drochtersen fristgerecht erneut einen Antrag auf Förderung für den Ersatzneubau des Hallenbades „Kehdinger Welle“ beim Land Niedersachsen eingereicht. Damit nutzt die Kommune die neue Förderrichtlinie, mit der das Land 25 Millionen Euro für den Erhalt und Neubau kommunaler Sportstätten – insbesondere Lehrschwimmbecken – bereitstellt.
Politische Rückendeckung erhält das Vorhaben von der SPD-Landtagsabgeordneten Corinna Lange, die dem stark sanierungsbedürftige Hallenbad „Kehdinger Welle“ in Drochtersen kürzlich einen Besuch abstattete. Vor Ort informierten Bürgermeister Mike Eckhoff sowie Schwimmmeister Jens Beneke, der TVG Drochtersen-Vorsitzende Dirk Ludewig, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jan Büther und Gemeindemitarbeiter Christian von Thun sie umfassend über den kritischen baulichen Zustand des Hallenbades und die Herausforderungen der vergangenen Jahre.
"Mir war nach dem Besuch sofort klar, dass hier unter schwierigen Bedingungen Großes geleistet wird“, betont Lange. Die "Kehdinger Welle" sei unverzichtbar für die Region – nicht nur für Schulen und Vereine. Vielmehr auch als Treffpunkt und für die soziale Infrastruktur insgesamt. Und: „Es darf nicht sein, dass eine so zentrale Einrichtung einfach wegbricht. Die Gemeinde Drochtersen handelt jetzt genau richtig, indem sie einen neuen Förderantrag stellt. Ich werde diesen Prozess in Hannover eng begleiten."
Seit Jahren kämpft die Gemeinde um die Sanierung oder einen Ersatzneubau des Bades. Dabei ist der Bedarf unbestritten: Schulen, Vereine, Kindergärten, Polizei und DLRG sind auf das Bad angewiesen. Doch die Technik ist überholt, die Bausubstanz stark angegriffen – der Weiterbetrieb steht auf der Kippe.
Die neue Förderrichtlinie gibt nun Anlass zur Hoffnung: Denn sie ermöglicht eine Landesförderung von bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben – bei finanzschwachen Kommunen sogar bis zu 80 Prozent, maximal drei Millionen Euro. Die geschätzten Kosten für den dringend benötigten Ersatzbau liegen aktuell bei rund 9 Millionen Euro – eine Summe, die die Gemeinde Drochtersen nicht berappen kann.
Der 2022 gegründete Förderverein setzt sich – unter Vorsitz des Bürgermeisters – mit großem Engagement für das Projekt ein, organisiert origielle Aktionen wie zuletzt das 24-Stunden-Schwimmen und den Kinospaß im Bad und sammelt Spenden. Klar ist: Ohne Landes- oder Bundesmittel bleibt die Umsetzung unerreichbar.
Für Corinna Lange steht fest: „Es geht hierbei um mehr als Beton und Technik: Es geht um die Schwimmfähigkeit unserer Kinder, um gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum und um Teilhabe. Die Kehdinger Welle muss erhalten bleiben."
Redakteur:Dirk Ludewig aus Stade |
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