„Geduld und Bescheidenheit!"

Hanchen Stümer (Mitte) feierte ihren 106. Geburstag. Es gratulierten Karla Steinhage (102 Jahre, li.), Elfriede Ritter (105 Jahre), Gerhard Schierhorn (Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt, v. li.), Daniel Meynle (Assistenz der Heimleitung), Uwe Harden (stellvertretender Landrat)
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  • Hanchen Stümer (Mitte) feierte ihren 106. Geburstag. Es gratulierten Karla Steinhage (102 Jahre, li.), Elfriede Ritter (105 Jahre), Gerhard Schierhorn (Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt, v. li.), Daniel Meynle (Assistenz der Heimleitung), Uwe Harden (stellvertretender Landrat)
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Hanchen Stümer feierte am Montag im DRK-Zentrum „Haus am Steinberg“ ihren 106. Geburtstag.

mum. Hanstedt. Hanchen Stümer kann es kaum fassen, dass sie am Montag 106 Jahre alt wurde und damit vermeintlich die älteste Bewohnerin des Landkreises Harburg ist. Die echte „Hamburger Deern“ erblickte als Hanchen Paulsen an einem Montag - den 10. April 1911 - das Licht der Welt. Im Jahr als das damals größte Schiff der Welt, die Titanic, vom Stapel lief, der Wettlauf zum Südpol zwischen Amundsen und Scott stattfand, der Franzose Pierre Prier als erster Mensch die rund 400 Kilometer lange Strecke von London nach Paris mit dem Flugzeug zurücklegte, der Weltfrauentag zum ersten Mal begangen wurde und in der Welt Revolutionen und politische Krisen als Vorhut des Ersten Weltkrieges tobten.
Viel hat Hanchen Stümer miterlebt, hat die Welt sich wandeln sehen und persönliche Schicksalsschläge verkraftet. Heute sagt sie: „Ich habe immer Glück gehabt, das Schicksal hat es immer gut mit mir gemeint.“ Als Tochter aus gutem Hause wuchs Hanchen Stümer gemeinsam mit ihren beiden Geschwistern in Hamburg auf. Sie erlernte alles, was eine Frau in den Augen ihrer Mutter im Haushalt perfekt beherrschen müsse und half in der Gastwirtschaft ihrer Eltern aus. Dort lernte sie auch ihren Ehemann Walter Stümer kennen, der eine Fischräucherei besaß.
In den Jahren 1936, 1938 und 1943 brachte Hanchen Stümer ihre beiden Söhne Albert und Klaus und Tochter Helga zur Welt. Auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1963 blieb sie bis 1985 in Hamburg wohnen und zog erst dann zu ihrer Tochter Helga nach Luhmühlen, wo sie umringt von Enkeln und Urenkeln bis 2015 lebte. Erst im Alter von knapp 104 Jahren zog Hanchen Stümer in ein Seniorenheim in der Nähe.
Das Sehen und Hören fällt der Dame zwar inzwischen schwer, aber ansonsten erfreut sie sich bester Gesundheit und beschloss im Januar dieses Jahres, ein weiteres Mal umzuziehen: In eine Hausgemeinschaft des DRK-Zentrums „Haus am Steinberg“ in Hanstedt. „Ich fühle mich hier sehr wohl und komme mir vor, als lebe ich in einem 4-Sterne-Hotel“, so die 106-Jährige. „Die Pfleger und Betreuer sind reizend. Und es ist so schön, dass man am Sonntag ein weiches, gekochtes Ei bekommt.“
Im „Haus am Steinberg“ ist Hanchen Stümer in bester Gesellschaft. Auch Karla Steinhage (102 Jahre) und Elfriede Ritter (105 Jahre) leben dort, nehmen voller Lebensfreude an den Aktivitäten des Hauses teil und werden von den Mitarbeitern liebevoll als „Klub der Ü-100-Jährigen“ bezeichnet.
Am Steinberg fühlt sich Hanchen Stümer zu Hause und beteiligt sich rege an Sport- und Gemeinschaftsaktivitäten, wie zum Beispiel an ihrem geliebten Tanztee. Um sich geistig fit zu halten, spielt sie gern Bingo und zählt auch heute noch die Namen sämtlicher Mitschüler von damals auf. Das Geheimnis ihres hohen Alters: „Geduld, Bescheidenheit und nicht über seine Verhältnisse leben.“
Anlässlich ihres besonderen Geburtstages fanden sich Amt- und Würdenträger bei ihr ein. Der stellvertretende Landrat Uwe Harden gratulierte ihr ebenso wie Gerhard Schierhorn, Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt, und Daniel Meynle, Assistent der Heimleitung. Gefeiert wurde natürlich auch mit der Familie, die am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen nach Hanstedt kam.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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