Themen-Jahr "Datenlücke Frau"
Gelungene Auftaktveranstaltung der LandFrauen
- Vortrag von Danila Maring (v. li.) und Nicole Dethleffs
- Foto: LandFrauen Auetal
- hochgeladen von Heidi Goch-Lange
Die LandFrauen Auetal blicken zufrieden auf eine gelungene Auftaktveranstaltung im neuen LandFrauen-Jahr zum Thema "Datenlücke Frau" zurück. Die Veranstaltung am 24. Januar 2026, im Gemeindehaus in Brakel, begann mit einem Frühstück, worauf ein interessanter Vortrag von Danila Maring und Nicole Dethleffs folgte. Dieser basierte auf dem Buch von Caroline Criado-Perez „Unsichtbare Frauen“.
Die beiden Referentinnen zeigten auf, wie sich in verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung von wissenschaftlichen Daten nachteilig für Frauen auswirkten. Durch die Orientierung am Standard-Mann (1,77 m/80 kg) können auch auf den ersten Blick banale Dinge brisante Auswirkungen haben. So erlitten Frauen laut Statistik schwerere Verletzungen bei Autounfällen, weil die Sicherheitssysteme wie Airbag und Sicherheitsgurte auf den männlichen Körperbau ausgerichtet seien. Dass Frauen andere Symptome bei einem Herzinfarkt haben, dürfte inzwischen den meisten Ärzten bekannt sein, aber sei vielen Frauen und ihren Angehörigen unbekannt.
Andere Dinge dagegen seien nur lästig wie die langen Schlangen bei großen Veranstaltungen vor den Frauentoiletten, der „Klassiker“ der Ungerechtigkeit.
Der Vortrag sensibilisierte die LandFrauen, dass eine vollständige Emanzipation der Frauen noch längst nicht erreicht sei und bot reichlich Stoff zum Überdenken und Diskutieren.
Bei einer weiteren Veranstaltung "Altersvorsorge - weiblich gedacht" referierte Nicole Helms rund um das Thema finanzielle Altersvorsorge und Altersabsicherung für Frauen. Frauen arbeiteten auch heute noch vielfach in Teilzeit, da sie sich um Familienangelegenheiten wie die Betreuung der Kinder und auch um die Pflege von Angehörigen kümmerten. Dadurch entstehe bei ihnen eine erheblich größere Rentenlücke als bei vielen Männern. Frau Helms erläuterte die unterschiedlichen Angebote und Möglichkeiten der Altersvorsorge auf staatlicher und privater Ebene und stellte verschiedene Produkte vor. Sie betonte, wie wichtig eine private Altersvorsorge gerade für junge Frauen sei. Aber es gebe auch noch gute Möglichkeiten aktiv etwas für die Altersvorsorge zu unternehmen, wenn man bereits eine Rente bezieht. Wichtig sei auch die Erteilung von Vollmachten für Bankgeschäfte und für den Krankheitsfall, wenn man selbst nicht mehr in der Lage sei, Entscheidungen zu treffen. Sie wies auch auf die Wichtigkeit zur Regelung des digitalen Nachlasses hin.
Redakteur:Heidi Goch-Lange aus Buchholz |
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