Isabel Dalecki-Kröger übernimmt Vorsitz der St. Jakobi-Stiftung von Gerhard Schierhorn

Isabel Dalecki-Kröger übernimmt den Staffelstab von Gerhard Schierhorn (re.). Dem Vorstand der St. Jakobi-Stiftung gehören außerdem Frank Müller-Penzlin (li.) und Klaus Holbein an
  • Isabel Dalecki-Kröger übernimmt den Staffelstab von Gerhard Schierhorn (re.). Dem Vorstand der St. Jakobi-Stiftung gehören außerdem Frank Müller-Penzlin (li.) und Klaus Holbein an
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mum. Hanstedt. 18 Jahre - von der Gründung 2002 bis Juni 2020 - war Hanstedts Bürgermeister Gerhard Schierhorn Vorsitzender der selbstständigen, kirchlichen St. Jakobi-Stiftung Hanstedt. Nun aber ist Schluss: Im Zuge der turnusmäßigen Vorstandswahlen stellte er sich nicht wieder zur Wahl. Allerdings hatte Schierhorn dies bereits lange zuvor angekündigt, sodass die Stiftung Zeit hatte, einen Nachfolger zu suchen. Die Wahl fiel auf die Hanstedterin Isabel Dalecki-Kröger.
Bis vor wenigen Monaten war Dalecki-Kröger noch Leiterin der Grundschule Stelle. Dank beruflicher Veränderungen schaffte sie sich mehr Zeit für eine neue ehrenamtliche Aufgabe. Die Übergabe des Staffelstabes beziehungsweise der verantwortlichen Leitung der Stiftung von Gerhard Schierhorn an Isabel Dalecki-Kröger erfolgte jetzt. Schierhorns Vorstandskollegen Klaus Holbein (Hanstedt) und Frank Müller-Penzlin (Brackel) sorgen für Kontinuität; sie bleiben weitere fünf Jahre im Amt.
"Ich bin sehr glücklich, dass wir mit Isabel eine tolle neue Vorsitzende gefunden haben", so Gerhard Schierhorn. Nach 18 Jahren Aufbauarbeit sei es nun an der Zeit gewesen, der Stiftung neue Impulse zu geben. "Ich blicke voller Freude und auch mit ein wenig Stolz auf die vergangenen Jahre zurück."
"Ich freue mich auf die Aufgabe", sagt Isabel Dalecki-Kröger. "Interessanterweise habe ich bereits einen lebenslangen Bezug zu dieser Kirchengemeinde, da ich in Hanstedt aufgewachsen und später mit meiner Familie hierher zurückgekehrt bin." Das Engagement der Stiftungsmitglieder in Vorstand und Kuratorium habe sie beeindruckt. "Zur Fortführung dieser wertvollen Unterstützung der St. Jakobi-Kirche übernehme ich gern den Vorsitz der Stiftung."

Stiftungskapital liegt bei fast einer Million Euro
2001 setzten die Kirchenvorstände Volker Brückner (Brackel) und Barbara Sahling (Hanstedt) einen intensiven Diskussionsprozess in Gang. Vor dem Hintergrund sinkender Kirchensteuereinnahmen sollten in Hanstedt die vielfältigen seelsorgerischen und sozialen Aufgaben in der Kirchengemeinde auf Dauer sichergestellt werden. Es standen verschiedene Modelle zur Auswahl - etwa die Gründung eines Fördervereins. Schließlich entschied man sich für eine selbstständige kirchliche Stiftung - übrigens eine der ersten im Kirchenkreis Winsen. Die Regel ist, dass kirchliche Stiftungen von Kirchenvorständen geleitet werden. Hanstedt hat bewusst einen anderen Weg eingeschlagen. Die Eigenständigkeit erleichtert es, neue Impulse in die Arbeit der Kirchengemeinde zu bringen und auch kirchenfremde Menschen für die vielfältigen sozialen und seelsorgerischen Aufgaben einer Kirchengemeinde zu begeistern.
Erster Kuratoriums-Vorsitzender war 2003 der Rechtsanwalt Georg-Friedger Drewsen (Hanstedt). Dieses Jahr hat Gudrun Kallus (Rechtsanwältin aus Brackel) den Vorsitz übernommen.
Das Startkapital in Höhe von 50.000 Euro stammte aus Grundstücksverkäufen der Kirchengemeinde. Mehr als 500 Stifter, einige Zuwendungen aus Testamenten und die Unterstützung der Landeskirche haben dazu beigetragen, dass das Stiftungskapital heute bei fast einer Million Euro liegt. Aus den Zinserlösen und Pachten des Stiftungsvermögens werden jährlich etwa 20.000 Euro für Förderprojekte ausgeschüttet.
Schon bei Gründung der Stiftung wurde festgelegt, dass die personelle Ausstattung der Kirchengemeinde besonders zu fördern sei. Daneben werden verschiedene soziale und seelsorgerische Aufgaben regelmäßig gefördert - etwa der Besuchsdienst für ältere Mitbürger, die Konfirmandenarbeit, der Kinder- und Jugendchor und die St. Jakobi-Band. Als Besonderheit wurde 2015 - zusammen mit der Samtgemeinde und der Kirchengemeinde - die Sanierung der Hanstedter Friedhofskapelle realisiert. Die Stiftung übernahm zehn Prozent der Kosten.
Die Förderprojekte werden ergänzt durch kulturelle Veranstaltungen, Film- und Informationsabende und Busausfahrten. Kommunikation und Begegnungen zwischen den Menschen der Gemeinde stehen hier im Mittelpunkt.
Am Erntedank-Sonntag findet traditionell das jährliche Stiftertreffen statt. Bei Kürbissuppe und kleinem kulturellen Rahmenprogramm wird über die Stiftungsarbeit Rechenschaft abgelegt.
• Weitere Informationen gibt es unter www.jakobistiftung.wir-e.de/aktuelles.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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