Ursache ist noch ungeklärt
+++Update: Kellerbrand im Asendorfer Hotel "Zur Heidschnucke"
- Beim Brand im Keller des Hotels musste die Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung bekämpfen
- Foto: Pressestelle Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei kam es am späten Mittwochabend in Asendorf, als dort im Keller des Hotels "Zur Heidschnucke" in der Straße "Zum Auetal“ ein Brand ausbrach.
Kurz vor 23 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Asendorf, Dierkshausen und Hanstedt alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Lage aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Gefährdung von Menschenleben so kritisch, dass die Feuerwehren Brackel, Marxen und Quarrendorf nachalarmiert wurden. Da der Fluchtweg durch das Treppenhaus des Hotels teilweise verraucht war, mussten mehrere Gäste von den Einsatzkräften über Leitern aus dem 1. und 2.
Obergeschoss gerettet werden.
Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 67 Personen im Gebäude. Während ein Teil von ihnen das Hotel selbstständig verlassen konnte, wurde der Rest durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Aufgrund der hohen Anzahl potenziell Verletzter wurde rettungsdienstlich das Stichwort "Massenanfall von Verletzten" ausgelöst. Nach einer ersten Sichtung wurden 13 Personen mit dem Verdacht auf
Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die restlichen Hotelgäste wurden vorläufig im Dorfgemeinschaftshaus Asendorf untergebracht. Parallel dazu wurde bereits an der Organisation von Ausweichhotels gearbeitet, um die weitere Unterbringung der Gäste sicherzustellen.
Die Einsatzleitung lag in den Händen von Gemeindebrandmeister Sebastian Seier. Um die Brandbekämpfung im Keller und das Absuchen des Gebäudes nach Vermissten unter schwerem Atemschutz dauerhaft sicherzustellen, forderte Seier zusätzlich die Wehren aus Jesteburg und Thieshope an. Insgesamt waren 160 Einsatzkräfte vor Ort, davon 40 unter Atemschutz.
Auch Vertreter der Verwaltung und der Kreisfeuerwehr waren vor Ort. Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus und Kreisbrandmeister Jörn Petersen machten sich ein Bild von der Lage und der komplexen Rettungsaktion. Trotz der massiven Herausforderungen und der hohen Anzahl an Betroffenen verlief der Einsatz hochprofessionell. Sebastian Seier lobte die Kooperation ausdrücklich: „Die Zusammenarbeit aller vor Ort befindlichen Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst war vorbildlich und griff reibungslos ineinander.“
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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