Unfallopfer kamen mit Rettungshubschraubern nach Hamburg
Missglücktes Überholmanöver bei Harsefeld: Drei Schwerverletzte

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jd. Harsefeld. Drei Schwerverletzte als Folge eines missglückten Überholmanövers: Am Samstagnachmittag stießen auf der Landesstraße 124 unweit des Kreisel Linah (bei Harsefeld) zwei Autos frontal zusammen. Zwei der schwerverletzten Insassen wurden mit Rettungshubschraubern in Hamburger Kliniken gebracht.

Ein 25-jähriger Harsefelder war mit seinem Transporter der Marke Fiat gegen 15 Uhr aus Richtung Stade kommend unterwegs. Laut Zeugenaussagen setzte er einige hundert Meter vor dem Kreisel Linah dazu an, einen vor ihm fahrenden Pkw mit Pferdeanhänger zu überholen. Beim Überholen des Gespanns übersah er offenbar einen aus der Gegenrichtung kommenden Audi A6 Avant. Der 42-jährige Fahrer aus Stade konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen. Beide Fahrzeuge kollidierten.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi in einen Graben geschleudert, der Transporter blieb auf der Fahrbahn stehen. Die beiden Fahrer wurden in ihren Fahrzeuge eingeklemmt und mussten von den Rettungskräften mit schwerem Gerät befreit werden. Zur Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Ohrensen, Ruschwedel, Bargstedt, Harsefeld, Ahlerstedt und Horneburg geeilt.

Die beiden Fahrer wurden nach der Erstversorgung durch die Notärzte der eingesetzten Rettungshubschrauber Christoph Hansa und Christoph 29 und das Rettungsdienstpersonal schwer verletzt in Hamburger Kliniken geflogen. Der 41-jährige Beifahrer aus dem Transporter wurde ebenfalls schwer verletzt. Der Krankenwagen brachte ihn ins Elbeklinikum nach Buxtehude.

Vor Ort waren rund 60 Feuerwehrleute. Sie sicherten die Unfallfahrzeuge, nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf und unterstützten die Polizei bei der Umleitung des Verkehrs. Die L 124 musste für die Zeit der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie die Unfallaufnahme und die Reinigung der Fahrbahn für mehrere Stunden gesperrt werden, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall total beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.

Die Polizei bittet den Fahrer des PKW mit Pferdeanhänger, der überholt werden sollte, sich als wichtiger Zeuge  beim Polizeikommissariat Buxtehude (Tel. 04161 - 647115) zu melden.

Wie der Pressesprecher der Harsefelder Feuerwehr mitteilte, seien zwei der drei  Unfallopfer mit den Hubschraubern in das Unfallkrankenhaus Boberg und ins UKE Eppendorf (beide in Hamburg) geflogen worden, weil das Stader Elbe Klinikum laut Aussage der Polizei keine weiteren Notfallpatienten mehr habe aufnehmen können. Grund soll ein schwerer Verkehrsunfall in Düdenbüttel gewesen sein, der sich kurz zuvor ereignet hatte. Mehr über diesen Unfall lesen Sie hier.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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