Damit das Wasser besser fließt
Arbeiten zum Schluss der Ringleitung in Harsefeld haben begonnen

Überzeugten sich vom Fortschritt der Arbeiten (v.li.): Harsefelds Bürgermeister Harald Koetzing, technischer Leiter des TWV Jens Westphal, TWV-Geschäftsführer Fred Carl, 
Wähler-Geschäftsführer Frank von der Geest und Ralf Bergmeier, Bauleiter bei Wähler
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  • Überzeugten sich vom Fortschritt der Arbeiten (v.li.): Harsefelds Bürgermeister Harald Koetzing, technischer Leiter des TWV Jens Westphal, TWV-Geschäftsführer Fred Carl,
    Wähler-Geschäftsführer Frank von der Geest und Ralf Bergmeier, Bauleiter bei Wähler
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jab. Harsefeld. Der Startschuss für eine bessere Wasserversorung in Harsefeld ist gefallen. Vergangene Woche begannen die Bohrungsarbeiten für eine neue Wasserleitung. Sie bildet das letzte Stück der Ringleitung entlang der Ortsentlastungsstraße K26n in Richtung Neubaugebiet am Redder. Im März soll die komplette Leitung von 1,8 Kilometer Länge einsatzbereit sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

Der erste Bauabschnitt für den Ringschluss liegt entlang der K26n hinter dem dortigen Wall, der diese Woche bereits abgeschlossen sein soll. Hier bohrten die Mitarbeiter der Firma Wähler, die der Trinkwasserverband (TWV) Stader Land mit der Durchführung beauftragt hat, in ca. zwei Meter Tiefe einen kleinen Tunnel in Richtung Graf-Heinrich-Straße. Währenddessen schweißten Arbeiter auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr die blauen Wasserrohre zusammen. Sobald die erste Bohrung abgeschlossen war, wurde das erste Teilstück in das Erdreich eingezogen. Anschließend ging die Bohrung in Richtung Feuerwehr weiter.

Die Verantwortlichen haben sich für diese Methode entschieden, da sie zum einen schneller und vor allem einfacher zu bewerkstelligen ist. Normalerweise hätte ein Graben gebuddelt und der Aushub zeitweise gelagert werden müssen. Zudem wäre hinter dem Wall, wo gearbeitet wurde, nicht ausreichend Platz für die Maßnahme gewesen. Die Arbeiten hätten vor dem Wall stattfinden und die "Umgehungsstraße" dafür gesperrt werden müssen.

Fortsetzung der Bauarbeiten im Januar

Ein zweiter Bauabschnitt soll ab Januar begonnen werden. Ein Rohr soll hier von der Griemshorster Straße bis zum Gelände der Feuerwehr zum Endpunkt des ersten Bauabschnitts gelegt werden. Danach geht es unter den Bahnschienen entlang bis zum Industriegebiet Martenskamp. Von hier bis zum Kreisverkehr in der Griemshorster Straße ist bereits die Leitung in der Erde. Die Verantwortlichen hoffen, dass der zweite Abschnitt bis März fertiggestellt und Wasser auf der Leitung ist. Der Baubeginn hängt jedoch vom Genehmigungsbescheid der EVB für die Arbeiten unter den Schienen ab. Auch das Wetter könnte bei Frost den Arbeiten einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Maßnahme soll dafür sorgen, dass mehr Wasser in Richtung Neubaugebiet fließt. Der Engpass an der Griemshorster Straße wird dadurch beseitigt, da von zwei Seiten Wasser in das Netz fließt.

In den vergangenen Sommern - in diesem Jahr bereits zu Pfingsten - kam es immer wieder zu Problemen bei der Wasserversorgung in der Samtgemeinde. Der Druck auf den TWV wuchs und gipfelte schließlich in einer Unterschriftenaktion betroffener Bürger. Der TWV gelobte Besserung, was die Kommunikation mit der Samtgemeinde sowie den Bürgern anging. Ein erster Schritt war im Sommer eine Informationsveranstaltung, auf der die anstehenden Maßnahmen des Verbands vorgestellt wurden. Die erste Maßnahme wurde nun angegangen, sodass im kommenden Sommer eine Besserung im Flecken spürbar sein soll, so TWV-Geschäftsführer Fred Carl.

Die Arbeiten gehen weiter

Auf den vom Trinkwasserverband geplanten Wasserbehälter müssen die Harsefelder noch etwas warten. Der Tank soll auf dem Gelände der Kläranlage im Butendiek eingelassen werden und den Flecken in Zeiten mit weniger Druck auf den Leitungen mit mehr Wasser versorgen. Ursprünglich sollte die Maßnahme bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Planungsauftrag wurde bereits erteilt, das Grundstück kann vom TWV erworben werden. Laut Samtgemeinde-Bürgermeisterin Ute Kück soll die Maßnahme im ersten Quartal des kommenden Jahres angegangen werden. Letzte Abstimmungen erfolgen auf der kommenden Verbandssitzung. Die Maßnahme soll ca. 1,2 Millionen Euro kosten.

Eine weitere Verbesserung soll der Austausch einer Zuleitung im Brandenweg zur Druckerhöhungsstation sein. Diese Maßnahme soll rund 500.000 Euro kosten.

Überzeugten sich vom Fortschritt der Arbeiten (v.li.): Harsefelds Bürgermeister Harald Koetzing, technischer Leiter des TWV Jens Westphal, TWV-Geschäftsführer Fred Carl, 
Wähler-Geschäftsführer Frank von der Geest und Ralf Bergmeier, Bauleiter bei Wähler
Technischer Leiter des TWV Jens Westphal, Rohrnetzmeister des TWV Dirk Wibusch, TWV-Geschäftsführer Fred Carl und Harsefelds Bürgermeister Harald Koetzing waren beim Vor-Ort-Termin in Harsefeld dabei
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Jaana Bollmann aus Stade

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