Harsefeld
Aue-Geest-Gymnasium setzt Zeichen gegen Rassismus
- Grafitti-Kunst
- Foto: Katerina Külper
- hochgeladen von Nicola Dultz
Was bedeutet Toleranz in einer vielfältigen Gesellschaft? Mit dieser Frage haben sich die Schülerinnen und Schüler des Aue-Geest-Gymnasiums Harsefeld in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt – und dabei ein beeindruckendes Projekt auf die Beine gestellt. In einem sogenannten „Toleranz-Spaziergang“ präsentieren die Jahrgänge 5 bis 13 kreative, künstlerische und informative Arbeiten rund um Themen wie Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte.
Initiiert wurde das Projekt von Lehrerin Katerina Külper gemeinsam mit Kolleginnen aus den Fachschaften Werte und Normen, Religion, Politik und Geschichte. „Es geht darum, junge Menschen zu ermutigen, sich mit der Welt und ihren Herausforderungen auseinanderzusetzen“, so Külper. Die Ergebnisse des Projekts sind in einem Rundgang auf einem der Flure der Schule noch bis nach den Sommerferien zu sehen.
Besonders eindrucksvoll: großflächige Graffiti-Kunst, die zum Nachdenken anregt, sowie interaktive Stationen mit Quizfragen und Bastelaktionen. Ein Achtklässler erzählt: „Ich wusste vorher nicht, dass es die ‚Orange Days‘ gegen Gewalt an Frauen gibt – jetzt möchte ich mehr darüber erfahren.“
Das Projekt ist auch ein deutliches Zeichen gegen zunehmende extremistische Tendenzen. „Schule ohne Rassismus soll keine leere Floskel sein“, betont das Kollegium. In Anlehnung an das Toleranz-Paradoxon des Philosophen Karl Popper macht das Gymnasium deutlich: Toleranz endet dort, wo Intoleranz beginnt. Jeder Mensch ist willkommen – menschenverachtende Haltungen hingegen haben an der Schule keinen Platz.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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