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Keine Corona-Notbremse im Landkreis Stade

Der Zug ist abgefahren: Weitere Planungs-Panne bei neuen Buslinien im Kreis Stade

An den Schranken war Endstation für Angelina Rodrigo aus Ahlerstedt: Die Schülerin der BBS Buxtehude nimmt morgens den Bus nach Harsefeld, um dort in die Bahn umzusteigen. Doch seit dem Fahrplanwechsel fährt der Bus später ab und steht dann vor den geschlossenen Schranken. Den Zug erwischt Angelina nicht mehr.
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  • An den Schranken war Endstation für Angelina Rodrigo aus Ahlerstedt: Die Schülerin der BBS Buxtehude nimmt morgens den Bus nach Harsefeld, um dort in die Bahn umzusteigen. Doch seit dem Fahrplanwechsel fährt der Bus später ab und steht dann vor den geschlossenen Schranken. Den Zug erwischt Angelina nicht mehr.
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Harsefeld. Diese Buslinie wurde offenbar am grünen Tisch geplant: Erneut gibt es Ärger wegen der zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember eingeführten KVG-Linie 2060. Wieder sind vor allem Schüler betroffen - diesmal von der BBS Buxtehude: Sie müssen morgens in Harsefeld den Zug um 6.54 Uhr nehmen, um auf jeden Fall pünktlich im Klassenzimmer zu sitzen. Doch der "2060er"-Bus, den die Schüler aus Ahlerstedt nutzen, trifft seit der Umstellung des Fahrplans regelmäßig zu spät am Harsefelder Bahnhof ein. Die Planer haben bei den neuen Fahrzeiten eines nicht einkalkuliert: die oft langen Wartezeiten im Stau vor den geschlossenen Schranken.

Eigentlich sollte die neue Verbindung von Ahlerstedt nach Harsefeld bzw. Stade eine der Vorzeige-Linien im Landkreis werden. Doch bei der Linie 2060 ist so ziemlich alles schief gelaufen, was schief laufen konnte. Wie berichtet, bringt der neue Fahrplan für viele Schüler statt der angekündigten Verbesserungen nur Nachteile. Eine der Betroffenen ist Angelina Rodrigo. "Bisher habe ich in Ahlerstedt immer den Bus der Linie 2029 um 6.30 Uhr genommen", berichtet die 17-jährige BBS-Schülerin. Die planmäßige Ankunft um 6.39 Uhr am Harsefelder Bahnhof habe locker gereicht, um rechtzeitig auf dem Bahnsteig zu stehen.

Mit der Einführung der Linie 2060 sieht das nun anders aus: Der Bus fährt jetzt erst um 6.41 Uhr in Ahlerstedt ab. Ankunft am Bahnhof in Harsefeld laut Fahrplan: 6.50 Uhr. Vier Minuten dürften für den Fußweg zum Bahnsteig eigentlich reichen - das haben jedenfalls die Planer angenommen. Doch die Praxis sieht anders aus: "Gleich am ersten Tag nach dem Fahrplanwechsel habe ich den Zug verpasst, weil der Bus zu spät ankam", berichtet Angelina.

In den folgenden Tagen die gleiche Situation: Der Zug war längst abgefahren, als der Bus aus Ahlerstedt eintraf. Diese Beobachtung hat Angelinas Vater gemacht. "Der Bus steht regelmäßig im Stau vor den Schranken, die sich um 6.50 Uhr für zwei Minuten senken", so Ernst Rodrigo. Er hat seine Tochter bis zu den Ferien nun jeden Morgen nach Harsefeld kutschiert, damit sie nicht zu spät zur Schule kommt.

Nach den Ferien soll alles besser werden: BBS-Schulleiter Carsten Schröder hat beim Landkreis interveniert, der wiederum die KVG auf das Problem hingewiesen hat. Eine Lösung sei bereits in Planung, wie KVG-Sprecher Oliver Blau auf WOCHENBLATT-Nachfrage mitteilte: "Mit dem Schulbeginn am 8. Januar wird der Bus um 6.36 Uhr in Ahlerstedt abfahren. Diese zusätzlichen fünf Minuten sollten ausreichen."

An den Schranken war Endstation für Angelina Rodrigo aus Ahlerstedt: Die Schülerin der BBS Buxtehude nimmt morgens den Bus nach Harsefeld, um dort in die Bahn umzusteigen. Doch seit dem Fahrplanwechsel fährt der Bus später ab und steht dann vor den geschlossenen Schranken. Den Zug erwischt Angelina nicht mehr.
Angelina und Ernst Rodrigo sind genervt von geschlossenen Bahnschranken    Foto: jd
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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