Kloster - und Heimatverein Harsefeld
Geschichte hautnah erleben
- Übergabe der Silberschale: Dietrich Alsdorf, stellvertretender Vorsitzender, Susanne de Bruijn, Vorsitzende, Christina und Karin Sothmann, Besitzerinnen der Silberschale, Catherina Wenzel vom Stadtmarketing, Maria Fritzsche, Beisitzerin, Beate Tamke, Gästeführerin, Sigrid Meyer, Museumsleitung, Ulrike Gerdts, Beigeordnete des Archivs, und Jörg Heins, Schriftwart (v.l.n.r.)
- Foto: Jörg Heins
- hochgeladen von Saskia Corleis
Der Kloster- und Heimatverein Harsefeld feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum. Der Verein kümmert sich um die Geschichte der Region und führt noch ehrenamtlich ein Museum.
Am 31. Mai 1985 gründeten insgesamt 79 Personen im Amtshof Harsefeld den Verein für Kloster- und Heimatgeschichte Harsefeld. Eine Besonderheit: 50 Mitglieder aus dem Gründungsjahr sind dem Verein bis heute treu geblieben. Aktuell gehören dem Heimatverein rund 200 Mitglieder an.
"Wir sind verantwortlich für das Museum im Klosterpark", sagt die erste Vorsitzende Susanne de Bruijn. Das Gebäude gehöre dem Flecken und wurde dem Verein zur Verfügung gestellt. Den Museumsdienst an den Wochenenden werde durch die Mitglieder organisiert, die sich freiwillig und ehrenamtlich dafür zur Verfügung stellen.
"Außerdem gibt es Ehrenamtliche, die nicht Mitglied im Verein sind, aber trotzdem den Museumsdienst leisten", so de Bruijn. "Für diese Unterstützung, ohne die wir das Museum nicht so öffnen könnten, wie wir es tun, sind wir sehr dankbar".
Zweimal im Jahr gibt es eine Sonderausstellung. Seit einiger Zeit dokumentiert der Verein auf seiner Homepage die Harsefelder Geschichte. Das betrifft vor allem die archäologische Vergangenheit (Klosteranlage), aber auch die historische Geschichte des Ortes und Ausflugstipps zu geschichtsträchtigen Orten. Auch kümmert sich der Verein um das Udonen-Denkmal.
Einen großen Teil der Aufgaben nimmt die Erstellung des jährlichen Jahrbuches ein. Hier werden Texte und Berichte gesammelt, die nicht selten sehr aufwendig und intensiv recherchiert sind, aber auch "Sagen" und Geschichtchen aus Harsefeld finden hier ihren Platz, um für die Nachwelt erhalten zu bleiben. Unterstützt wird der Verein vom Samtgemeindearchiv.
"Wir freuen uns, wenn Harsefelder ihre Erlebnisse aus früheren Tagen aufschreiben und sie uns für das Jahrbuch zur Verfügung stellen", sagte de Bruijn. Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung vieler Anzeigenkunden und Sponsoren wäre es auch nicht möglich, den seit Jahren unveränderten Verkaufspreis für das Buch zu halten.
Gelegentlich werden Geschichten - nach neuen Recherchen des Vereins -umgeschrieben. So geschehen bei dem Bericht über Anna Marlene Prink, die 1842 geköpft wurde. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Geschichte nicht so war, wie ursprünglich dargestellt.
Manchmal ergeben sich auch ganz besondere Dinge: So wird dem Verein eine Silberschale, die Friedrich-Huth einer früheren Freundin schenken wollte, als Leihgabe übergeben und demnächst im Museum ausgestellt.
Zurzeit plant der Verein den Umbau der "WC-Zellen" im Museum in eine barrierefreie Unisex-WC-Anlage.
Weitere spannende Geschichten und Informationen gibt es im aktuellen Harsefeldmagazin
Redakteur:Saskia Corleis |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.