Einige Fledermausarten leben im Flecken Harsefeld im Braken und im Klosterpark
Nachts sind sie unterwegs

Die Fledermausart "Große Mausohren" im Winterschlaf
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  • Die Fledermausart "Große Mausohren" im Winterschlaf
  • Foto: Oeflag Buxtehude
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sc. Harsefeld. Wenn es dämmert, kommen sie hervor: Fledermäuse sind auch im Landkreis Stade aktiv. Circa zwölf verschiedene Arten wohnen hier in der Region - auch im Flecken Harsefeld sind einige Fledermäuse heimisch geworden.

"Am wohlsten fühlen sie sich im Braken und rund um die Klosterteiche", weiß Peter Klug von dem Verein ökologisch-fledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft (Oeflag). Besonders über der Wasseroberfläche und an alten Bäumen sind die einzigen aktiv-fliegenden Säugetiere zu finden. Aber auch in Scheunen und auf Dachböden fühlen sich einige wohl - das ist je nach Art individuell, erklärt Klug.

Die am meisten verbreitete Art in Harsefeld ist die "Zwergfledermaus", aber auch das "Braune Langohr" und die "Bartfledermaus" sind hier zu finden. Wer Glück hat, kann in der Dämmerung die "Breitflügelfledermaus", den "großen und kleinen Abendsegler" oder die "Wasserfledermaus" über den Klosterteichen sehen. Allerdings ist das Sichten nicht einfach, denn: "Die Fledermaus ist unheimlich wendig und bis zu 50 Kilometer pro Stunde schnell", sagt Klug. Die nachtaktiven Tiere können eine Spannweite von 20 bis 40 Zentimetern erreichen und zwischen sieben und 30 Gramm wiegen - je nach Art. Circa fünf bis sechs Jahre alt werden die hier lebenden Arten.

Fledermäuse stellen auch Bioindikatoren dar. Das heißt, ein großes Vorkommen unterschiedlicher Arten weist auf einen intakten Lebensraum hin, erklärt Klug.

Wie viele Fledermäuse genau in Harsefeld wohnen, sei allerdings schwer zu sagen. "Alle Tiere zu zählen ist schwierig", so Klug. Klar sei, dass nicht die Massen in der Region wohnen und dass die Bestände immer weniger werden. "Es gibt einen deutlichen Rückgang", erklärt Klug. Durch die Klimaveränderung kommen zwar mehr Arten in Richtung Norden hochgewandert, allerdings gibt es durch Rückgang an Insektenarten weniger Nahrung für die Säugetiere. "Wenn die Bedingungen zu schlecht sind, gibt es keinen Fledermaus-Nachwuchs", so Klug.

Ein weiteres Problem für die unter Naturschutz stehenden Fledermäuse ist der Mangel an geeigneten Tages- und Winterschlafquartieren sowie an Quartieren für Wochenstuben, in denen Jungtiere aufwachsen. Alte und tote Bäume sollten daher vermehrt in den Wäldern stehen bleiben, da dort die Fledermäuse gerne Schutz suchen, so Klug.

Ab November legen sich die Fledermäuse im Norden schlafen. Ab März wachen sie langsam wieder auf und müssen sich auf Nahrungssuche begeben. "Dann sind sie auch öfters tagsüber unterwegs", sagt Klug. Wichtig: Auch wenn die Fledermaus mit ihrem Fell niedlich aussieht, sollte man sie nicht anfassen und streicheln. "Es ist immer noch ein Wildtier", so Klug. Beißen tue sie nur aus Angst, wie jedes andere Tier auch. Bei dem Fund einer verletzen Fledermaus sollte daher die Oeflag oder das Naturschutzamt des Landkreis Stade kontaktiert werden.

Mehr Informationen unter www.oeflag-buxtehude.de

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